fallili hat geschrieben: verweise aber nochmals auf Deine und Haralds Aussage, dass die Zeit oben schneller vergeht (was durchaus auch meine Meinung ist).
Meine Aussage dazu lautet : Nicht die Zeit vergeht oben schneller, sondern Uhren laufen schneller! Und zwar je nach Bauart unterschiedlich schneller! Rubidium-Uhren weisen Drift-Schwankungen mit einer 12-stündigen Periode auf, Cäsium-Uhren tun das nicht. Das weist schon mal darauf hin, dass hier keine "Zeit" gemessen wird (was Uhren gar nicht können), sondern ihr Gang von physikalischen Einflüssen (Gravitation) beeinflusst wird.
Das Problem, das mit der Messung von Frequenzen mit unterschiedlichen Zeitnormalen entsteht, ist der Zusammenhang mit der Energieerhaltung und dem Äquivalenzprinzip. Man kann nicht Energie verlieren oder gewinnen, indem man eine Frequenz mal eine Sekunde lang und das andre Mal in einer halben Sekunde misst! Das wäre Energiegewinn aus Zeit! Man könnte dann beim Übertrag von Energie mit em-Wellen einfach Energie durch Verstellen von Uhren gewinnen oder verschwinden lassen! Das das nicht geht, war auch Einstein bewusst, indem er schreibt:
Nach dem Äquivalenzprinzip Einsteins sollte sich ein im Gravitationsfeld fallendes Photon nicht anders verhalten wie ein fallender Stein, der durch Fallbeschleunigung potenzielle Energie in kinetische Energie verwandelt. Weil der Energie des Photons zumindest eine dynamische Masse zugeschrieben werden könnte, träte nach dem Äquivalenzprinzip auch beim Photon am Erdboden eine höhere Energie auf, die sich durch höhere Frequenz zeigen müsste. Das geht aber beim Photon von vornherein nicht, weil es keine Ruhemasse hat und somit keine potenzielle Energie haben kann. Der Energieerhaltungssatz wird in einem fallenden Stein schon mit der Summe der potenziellen und kinetischen Energie erfüllt und muss auch so sein, weil dem Gravitationsfeld weder eine Energie entnommen noch eine zugeführt werden kann. Des Steins nach außen wirkende Zunahme der kinetischen Energie ist leicht feststellbar, wenn uns der Stein z.B. auf den Kopf fällt. Dabei spielt das gerade gültige Zeitnormal keine Rolle. Und das dürfte auch bei einem fallenden Photon keine Rolle spielen - wie Einstein selbst es zum Ausdruck bringt. Das ist leicht zu verstehen, wenn man mit einem bestimmten Energiebetrag (repräsentiert durch eine bestimmte Anzahl von em-Schwingungen) vom höheren Gravitationspotenzial aus einen Akkumulator am Erdboden auflädt. Da wird der Akku unten zwar scheinbar aufgrund eines anderen Zeitnormals schneller voll, aber voller wird er dadurch nicht als er es oben beim Sender wäre. Die Energie ist also oben wie unten gleich - und genau das darf es nach dem Äquivalenzprinzip nicht sein, denn das Photon müsste auf dem Weg nach unten kin. Energie gewinnen und auf dem Weg nach oben verlieren. Wie man mit dem Akku zeigen könnte, ist das aber nicht der Fall! Misst man die Energie mit einem anderen Zeitnormal als man sie sendet, kann man eben nicht dadurch Energie herbeizaubern oder ins Nichts verschwinden lassen - sie wäre in Summe stets unverändert und Licht von oben nach unten und umgekehrt hätte weder Energie gewonnen oder verloren und ein unterschiedliches Gravitationspotenzial hat letztlich keinerlei Auswirkung auf die Energie des Lichts. Und das widerspricht dem Äquivalenzprinzip Einsteins, und das GPS beweist das, weil es zeigt, dass die dem Photon zugeschriebene Masse eben nicht mit der Masse eines fallenden Steins äquivalent ist!
Das wird hier von Teilnehmern des Forums nicht begriffen,ist aber für die ART ein Problem, das in Fachkreisen diskutiert wird, seitdem es die ART gibt. Die ART gibt praktisch zwei Erklärungen für die Rot- bzw. Blauverschiebung an, eine durch Messung mit unterschiedlichen Zeitnormalen, die mit dem Äquivalenzprinzip nichts zu tun hat und eine zweite nach dem Äquivalenzprinzip, wobei diese aber offenbar nicht zutrifft! Denn misst man die Frequenz mit synchronen Uhren, ist der Effekt verschwunden! Aber manche Teilnehmer dieses Forums sind ja wieder mal gescheiter als jene Fachautoren, die sich über die Energieproblematik in der ART seit Jahrzehnten den Kopf zerbrechen!
Grüße
Haral Maurer
