Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die drei Mächte in einem Rechtsstaat

Beitragvon All » Sa 1. Mär 2014, 12:57

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Die Judikative ist insofern in einer Demokratie eine "gefährliche" Macht, weil sie sich strukturell jeglicher externer Kontrollinstanz entzieht. Die Kontrollinstanzen sind intern innerhalb der Judikative selbst vorgesehen, durch mehrere Stufen von Berufungsverfahren. Oder auch durch Anträge auf Entziehung der Zuständigkeit wegen Befangenheit von Richtern, wie zum Beispiel in diesem aktuellen Fall: https://albert-schweitzer-stiftung.de/h ... chter-kley

Viele Grüße
Jocelyne Lopez


So sollte es sein.

Allerdings entscheidet die Politik, ob so ein gefährlicher Richter in den Ruhestand versetzt wird oder nicht. Auch bestimmt letztlich die Politik, wer Richter wird.

Auch sind die Staatsanwälte letztlich der Politik gegenüber weisungsgebunden. So entscheidet im extremen Fall immer noch die Politik über gewisse Klagen.

Des Weiteren gibt es zu jedem Gesetz eine anderes Gesetz, was das "Erstere" verwässert. Ein Richter entscheidet also immer im gesetzlichen Rahmen und hat da natürlich seinen Freiraum. Das Recht ist also immer irgendwie "politisch" biegsam, wenn "nötig".


Gruß

All
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Re: Relativitätskritik = unbedeutende Minderheit

Beitragvon All » Sa 1. Mär 2014, 13:11

Yukterez hat geschrieben:
Wir sollten eine Sekte gründen. Die Zeugen Einsteins oder so.

Schäfchen All,

das ist gar nicht nötig, da sich sowieso alle namhaften Gemeinschaften bereits der RT unterworfen haben.

Mit den paar verbleibenden Abtrünnigen auch noch fertig werdend,

Yukterez


Oh du mein Hirte,

so langsam verstehe ich die Zusammenhänge.

Ich denke da gerade an den in der Kirche orgelspielenden Thysiker. Es ist also immer sicherer an ALLES zu glauben.
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Re: Relativitätskritik = kleinkarierter Nonsens

Beitragvon Yukterez » Sa 1. Mär 2014, 13:43

Ich würde eher sagen, man nennt es den allgemeinen Konsens.

Die Dinge beim Namen nennend,

Yukterez
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon All » Sa 1. Mär 2014, 14:22

Konsens duldet keinen Widerspruch mehr und so wird aus -Konsens- Nonsens.
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon All » So 2. Mär 2014, 11:00

Highway hat geschrieben:Vollkommen richtig. Deshalb kommen auch die wenigsten, und da zähle ich mich dazu, mit dieser zumeist verordneten Konsenzgesellschafft nicht mehr klar.


Genau das ist das Problem. Diese Konsensgesellschaft basiert auf einer Gleichschaltung von Politik und Presse. Probleme werden tabuisiert und können somit nicht gelöst werden. Resultat ist Verhinderung einer offenen Gesellschaft , in der sich Parallelgesellschaften entwickeln, die geistige Isolationen nach sich ziehen.

Berücksichtigt man, das Werte indirekt immer über Postulate bestimmt werden, dann sollte man darüber nachdenken, welchen tatsächlichen "Wert" (Sinn)solche Postulate haben. Ob es nun Gottespostulate oder Einsteinpostulate sind, bleibt sich gleich.
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Re: Die drei Mächte in einem Rechtsstaat

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 2. Mär 2014, 11:58

All hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Die Judikative ist insofern in einer Demokratie eine "gefährliche" Macht, weil sie sich strukturell jeglicher externer Kontrollinstanz entzieht. Die Kontrollinstanzen sind intern innerhalb der Judikative selbst vorgesehen, durch mehrere Stufen von Berufungsverfahren. Oder auch durch Anträge auf Entziehung der Zuständigkeit wegen Befangenheit von Richtern, wie zum Beispiel in diesem aktuellen Fall: https://albert-schweitzer-stiftung.de/h ... chter-kley


So sollte es sein.

Allerdings entscheidet die Politik, ob so ein gefährlicher Richter in den Ruhestand versetzt wird oder nicht. Auch bestimmt letztlich die Politik, wer Richter wird.


Grundsätzlich trifft es nicht zu, weil die Judikative per Gesetz unabhängig von der Legislative ist, also von den Politikern, sie unterliegt keiner externen Kontrolle. Die Kontrolle der Rechtssprechungen ist nur intern innerhalb der Judikative vorgesehen, wie gesagt durch mehrere Stufen von Berufungsverfahren oder durch Entziehung der Zuständigkeit, wie es auch im Grundgesetz Artikel 97 bestimmt wird: http://dejure.org/gesetze/GG/97.html

Artikel 97 GG

(1) Die Richter sind unabhängig und nur dem Gesetze unterworfen.

(2) Die hauptamtlich und planmäßig endgültig angestellten Richter können wider ihren Willen nur kraft richterlicher Entscheidung und nur aus Gründen und unter den Formen, welche die Gesetze bestimmen, vor Ablauf ihrer Amtszeit entlassen oder dauernd oder zeitweise ihres Amtes enthoben oder an eine andere Stelle oder in den Ruhestand versetzt werden. Die Gesetzgebung kann Altersgrenzen festsetzen, bei deren Erreichung auf Lebenszeit angestellte Richter in den Ruhestand treten. Bei Veränderung der Einrichtung der Gerichte oder ihrer Bezirke können Richter an ein anderes Gericht versetzt oder aus dem Amte entfernt werden, jedoch nur unter Belassung des vollen Gehaltes.


Du hast insofern Recht, dass die Politiker als legitimierte Vertreter der Bürger oder die Bürger selbst durch psychologischen Druck einen indirekten Einfluß auf die Kontrolle der Rechtsprechungen von Richtern üben können. Eine Unterschriftensammlung, die zum Beispiel im Falle des Richters am Bundesverwaltungsgericht Dieter Kley innerhalb kurzer Zeit nach einem skandalösen Urteil von 25.000 Bürgern unterschrieben wurde, wird wohl nicht ohne psychologischen Druck auf das Präsidium des Bundesverwaltungsgerichts bleiben.

Auch in unserem Fall vom 07.02.14 als Tierschützer beim Verwaltungsgericht Düsseldorf wegen Inanspruchnahme des Informationsfreiheitsgesetzes könnten Politiker einen indirekten psychologischen Druck auf die Gerichtsbarkeit ausüben: Wir haben ja sowohl den Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW als auch mehrere Abgeordnete des Landtags NRW um öffentliche Stellungnahmen zu diesem Urteil gebeten. Fallen diese Stellungnahmen kritisch aus, kann es zwar das Urteil nicht kippen, jedoch die Gerichtsbarkeit für zukünftige Fälle in diesem Sachverhalt schon beeinflussen.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die drei Mächte in einem Rechtsstaat

Beitragvon All » So 2. Mär 2014, 12:58

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Grundsätzlich trifft es nicht zu, weil die Judikative per Gesetz unabhängig von der Legislative ist, also von den Politikern, sie unterliegt keiner externen Kontrolle. Die Kontrolle der Rechtssprechungen ist nur intern innerhalb der Judikative vorgesehen, wie gesagt durch mehrere Stufen von Berufungsverfahren oder durch Entziehung der Zuständigkeit, wie es auch im Grundgesetz Artikel 97 bestimmt wird: http://dejure.org/gesetze/GG/97.html


Hallo Jocelyne,


die Gewaltenteilung wird schon dadurch zur Farce, weil der Justizminister politisch bestimmt wird. Somit hat die politische Meinung das Recht auf ihrer Seite.

Von wem werden Gesetze gemacht, an die sich ein Richter halten muss? ;)

Dass dein Glaube an die Gerechtigkeit ungebrochen ist, ehrt dich. Die Gesetze funktionieren auch in der Regel. Was nicht funktioniert ist der Mensch, der mit diesen Gesetzen umgehen muss. Damit werden die Gesetze zur biegsamen Posse.


Gruß

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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon realitätsphysik » So 2. Mär 2014, 14:08

Oh mein lieber Yukterez,
so einfach, wie Du Dir das vorstellst, ist es vielleicht in Russland, aber nicht in der gesamten Welt. Natürlich wäre es aus Sicht der, nun ja, fortschritts-zögerlicheren Gruppen ein Vorteil, wenn alle gleich(geschaltet) zögerlich und autoritär eingenordet wären, aber so ist die Welt nicht im Ganzen, so war sie nie, und so wird sie nie sein. "Heim ins Vaterhaus" kehren diejenigen, die Angst vor der selbständigen Entdeckung des eigenen Maßes haben - das sind zwar viele, aber auch sie müssen irgendwann erwachsen werden.
Es ist zugegebenermaßen eine arge Zerreißprobe für die Weltgemeinschaft, die hier offenbar bevorsteht, aber die Gewalt ist mittelfristig immer unterlegen. Je primitiver ein Volk oder eine Gruppe, desto gewaltgeneigter ist sie. Wer das nicht glaubt, muss erst noch selbst Gewalt anwenden, um es zu verstehen. Tragisch, aber das ist der Weg der Erkenntnis.

Die RT-Kampfrhetorik ist ideeller Ausdruck der gleichen, uralten Entwicklungsspannung: Sie zeigt die tödliche Angst derjenigen, die die Harmonie der Welt hassen, weil sie sie noch nicht verstehen können.

Etwas konkreter und zur Frage der Gerichtsbarkeit in Sachen RT:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die Judikative ist insofern in einer Demokratie eine "gefährliche" Macht, weil sie sich strukturell jeglicher externer Kontrollinstanz entzieht. Die Kontrollinstanzen sind intern innerhalb der Judikative selbst vorgesehen ...

Und bei einem konkreten Fall beruft die Judikative in physikalischen Urteilsfragen irgendwann einen "Sachverständigen". Dieser "Sachverständige" wird in seiner Rolle durch die jeweilige ihn finanzierende Gemeinschaft gestützt. Ob also ein Gerät oder eine Lehrpraxis aus Sicht des Gerichtes Betrug ist oder nicht, ergibt sich relativ zum "common sense" der Gemeinschaft, oder etwas konkreter: aus deren Weltbild. Und das kann in keinem Lehrbuch erschöpfend beschrieben sein, wenn es sich um echtes Neuland handelt. Genau aus diesem Grund müssen Richter auch Menschen sein und keine Text-Auslegungscomputer (obwohl die technisch und formal durchaus möglich wären).

Nun können die wenigen Richter aber nicht Zuchtmeister für ganze Kulturen sein, obwohl z.B. das Bundesverfassungsgericht das immer wieder heroisch versucht. So etwas müssen die Menschen letztlich selber leisten und WOLLEN. Es ist sehr, sehr hart, aber leider Realität: Betrug ist nicht justitiabel, wenn er in genügend großem Stil betrieben wird.
Trotzdem, liebe Jocelyne, halte ich es für absolut richtig,im Rahmen der derzeitigen Gegebenheiten unermüdlich für die Wahrheit zu kämpfen. Denn irgendwann reißt das Band der Selbstüberschätzung derjenigen, die meinen, Naturgesetze seien menschliche Erfindungen. Irgendwann passiert sogar das :o.

Und bis dahin werde auch ich unbeirrt weitermachen, die Wahrheit muss ans Licht, so oder so.

Mit herzlichen Grüßen
rp
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon Jocelyne Lopez » So 2. Mär 2014, 14:20

realitätsphysik hat geschrieben:
Etwas konkreter und zur Frage der Gerichtsbarkeit in Sachen RT:

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die Judikative ist insofern in einer Demokratie eine "gefährliche" Macht, weil sie sich strukturell jeglicher externer Kontrollinstanz entzieht. Die Kontrollinstanzen sind intern innerhalb der Judikative selbst vorgesehen ...


Und bei einem konkreten Fall beruft die Judikative in physikalischen Urteilsfragen irgendwann einen "Sachverständigen".


Okay, Du hast das immer noch nicht begriffen, dass sich die Gerichte in Sache wissenschaftliche Theorien nicht auf Sachverständigungen berufen und stützen können. Gerichte dürfen keine Bewertungen über die Richtigkeit oder die Falschheit einer Theorie abgeben und dürfen sich dementsprechend nicht auf fachliche Sachverständigung berufen. Das ist ihnen verboten, sich fachlich dazu zu äußern, geschweigen denn zu entscheiden. Eigentlich ist es nicht so ganz schwierig zu verstehen, meine ich.

Okay, Du hast das immer noch nicht begriffen, aber macht nichts, lass das sein. Ich wüsste sonst nicht, wie ich es zum millionsten Mal erklären sollte, lass es sein. :?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Das imaginäre Imperium der Relativitätskritik

Beitragvon Yukterez » So 2. Mär 2014, 14:36

Anarchist Realitätsverweigerer,

realitätsphysik hat geschrieben:Oh mein lieber Yukterez,
so einfach, wie Du Dir das vorstellst, ist es vielleicht in Russland, aber nicht in der gesamten Welt.

in welchem Teil der Welt zum Beispiel hat sich denn die RT deiner Meinung nach noch nicht siegreich durchgesetzt?

Bild, Yukterez
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