Hallo Gerhard Kemme
Beiträge in Diskussionsforen werden in einer bestimmten Sprache geschrieben und dienen der Kommunikation und sollten eigentlich darauf zielen, dass sie am anderen Ende des Übertragungskanals verstanden werden können. Grundlagen einer solchen Verständigung sind die Einhaltung bestimmter sprachlicher Sitten, die ungefähre Übereinstimmung von Begriffsinhalten und auch die Anwendung einer Sprache, welche dem Gegenstand, hier Physik, gerecht wird.
Ich bin mir einigermassen unklar darueber welche Sprache du da meinst. Ich meine, dass ich in deutsch schreibe und raeume natuerlich ein, dass mitunter hier und da noch mal ein Tippfehler vorkommt. Ich versuche auch die Begriffe der Physik so zu gebrauchen wie es sich gehoert. Dass ich dazu mitunter erheblich andere Interpretaionen vortrage liegt in der Sache selbst aber nicht der Sprache begruendet. Ich verstehe nicht wo da dein Problem liegt.
Es sollte klar sein, dass anderswo und in anderen Gesellschaftssystemen auch eine andere "Wissenschaft" und vor allen Dingen eine andere "Physik" betrieben wird.
Nein, dass meine ich nicht! Die Physik als solche ist international wie ihre Regeln und Gesetze auch. Die sind meiner Ansicht nach keineswegs vom Gesellschaftssystem abhaengig und eine „andere“ Wissenschaft. Was sich unterscheidet sind allerdings die Interpretationen, Meinungen und Zielstellungen. Falls das so gemeint ist kann ich deine Aussage voll und ganz akzeptieren.
Die Konzepte können dann nicht ohne chaotische Wirkungen einfach miteinander gemixt werden.
Ich vermische nicht die Konzepte sondern habe klar geschrieben, dass ich auf der Grundlage der Kepplerschen Gesetze eine voellig andere Argumentationskette versucht habe aufzubauen. In diesen Zusammenhang habe ich schon frueher betont, dass es gewisse Gemeinsamkeiten zu den Grundaussagen Einsteins bzw. der Theoretischen Physik gibt. Diese Aehnlichkeiten sehe ich aber nicht als Vermischung der physikalischen Konzepte, sondern vielmehr als den kleinsten gemeinsamen Nenner und da bin ich trotz aller(!) gravierenden Meinungsunterschiede doch etwas naeher bei Trigemina.
In Firmen heißt es dann "Hier machen wir es aber so Punkt", da es nun einmal keinen Viertakt-Motor gibt, dessen Kurbelwelle gleichzeitig links- und rechtsherum läuft.
Natuerlich laeuft keine Kurbelwelle gleichzeitg links- und rechtsherum! Das gilt aber nur auf den Moter bzw. auf die Erdoberflaeche bezogen!!! Denn sie ist dabei das Bezugssystem. Und was machst du bitte wenn du diese sehr einfache Darstellung auf z.B. die Erdachse beziehst um die dein Bezugssystem (Erdobeflaeche) rotiert. Klar sind die Drehzahlen extrem unterschiedlich, aber deine Kurbelwelle dreht sich im Bezug auf die Erdachse mit Inklinationswinkel X schon mal mit zwei Rotationen gleichzeitig. Ich sehe ein das dies fuer dich in dieser Form als extrem abstrakt erscheint, aber am Fakt als solchen aendert das absolut nichts.
Somit wird der nachfolgende Beitrag von "Kurt Gerhardt" als grenzwertig in der Verständigung eingestuft und würde vermutlich hierzulande - wäre er in einer Physikklausur geschrieben - nicht unter 100 Fehlern eine Bewertung finden.
Komplett einverstanden!! Der Beitrag ist nicht nur grenzwertig, sondern stellt sogar wichtige Gesetzmaessigkeiten erheblich in Frage! Er ueberschreitet Grenzen!! Die Verstaendigung dazu ist zugegebenermassen sehr schwer und ich sehe die schweren Erklaerungsprobleme selber ueberdeutlich. Das ist jedoch noch kein Hinweis auf Unseriositaet. Und wuerde ich dazu eine Physikklausur schreiben, wuerden 100 Fehler noch nicht einmal annaehernd ausreichen. Es waeren sehr viel mehr und ich wuerde nach geltenden Massstaeben bzw. Gesetzlichkeiten der Physik mit Schimpf und Schande glatt durchfallen. Das ist mir voellig klar.
Kurt Gerhardt hat geschrieben:Die Gravitation selbst ist an die Existenz von Materie gebunden, weil es ohne Materie nichts, also keine mehr oder weniger grossen Koerper, gibt, was sich bewegen koennte!!Dann wären wir wiederum beim Thema, was früher da war, die Henne oder das Ei. Aussagen der Art, "dies war immer so" und "das gilt für das gesamte Universum" und "so war und ist es mit der Materie", sind eigentlich immer ohne jegliche Grundlage und somit rein sprachlich formuliert, d.h. ohne Substanz, zu sehen und zu beurteilen. Materie entsteht ständig und existierende Materie müsste irgendwann entstanden sein.
Ja was war frueher da? Exakt die klassische Henne-Ei Frage. Das Universum besteht nur aus zwei Komponenten, naemlich Materie und Energie. In diesem Sinne ist auch das duale System der Natur zu verstehen, weil allles in der Natur dual ist! Beides, also Materie wie Energie, kommt in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen vor bzw. wird so wahrgenommen. Und beide sind ineinander umwandelbar. Und beide sind in Uebereinstimmung mit allen Erhaltungssaetzen ewig! Fuer beide gibt es weder Anfang noch Ende!!! Und somit hat sich die Henne-Ei Frage ein und fuer allemal erledigt! Beide waren immer da und werden auch bis in alle Ewigkeit immer da sein!
Auch dies eine der grundsaetzlichen Uebereinstimmungen mit der TP. Leider hast du mir schon in einem frueheren Beitrag schon geschrieben, dass es keinerlei Gemeinsamkeiten mit der TP gibt. Darin unterscheiden wir uns eben, denn ich halte deine Aussage nicht fuer objektiv und bestehe darauf das es gemeinsame Ansichten gibt auf denen wir aufbauen koennen ohne dass ich mich anzubiedern versuche. Oder erwecke ich in der Disskusion mit Trigemina diesen Eindruck?
An dieser Stelle setzt dann die Verwendung von Modellvorstellungen ein, die flächendeckend auf Fragen in diesem Zusammenhang Antwort geben. Wenn du schreibst, dass es ohne Materie keine Bewegung gibt, dann bitte ich, doch einmal die Schallwellen zu betrachten, die sich auch fortpflanzen, ohne dass sich Teilchen mit 333m/s durch den Raum bewegen, d.h. es gibt also irgendwelche Energietransporte mit bestimmten Geschwindigkeiten, bei denen keine Materie transportiert wird, d.h. auch nichtmaterielle Phänomene erfüllen den klassischen Begriff einer Geschwindigkeit.
Sehr richtig!! Man arbeitet hier mit Modellvorstellungen und die meine unterscheidet sich erheblich von der Modellvorstellung der TP! Auch Trigemina spricht im Zusammenhang mit den aktuellen Theorien von einem Modell und das dieses Modell noch laengst nicht fertig ist!! Nur wenn ein Modell zu diesen komplizierten Fragen flachendeckend(!!!) Antworten geben soll, so ist das eben hochkomplziert und weder ich noch sonst jemand kann in 3Zeilern solche flaechendeckenden Anworten geben! Der Erkenntnisweg der Physik als solcher hat bis jetzt Jahrhunderte gedauert und ist noch lange nicht abgeschlossen. Ich habe selbst keine Ahnung wann er abgeschlossen sein wird, sondern mir erlaubt eine Alternative zu erarbeiten die eventuell (!!) etwas zur Erklaerung des Phaenomens der Gravitation betragen koennte. Aber einfach und simpel ist die Loesung eben nicht und das kann man nicht in ein paar Beitraegen erklaeren! Das ist, selbst wenn sich nur ein kleiner Teil meiner Aussagen als richtig erweisen sollte, ein vermutlich noch sehr langer Prozess!
Was die Schallwellen betrifft so ist bekannt, dass sich deine Argumentationen eben darauf aufbauen. Meine dagegen auf den Kepplerschen Gesetzen! Ich habe die Texte auf deiner Webseite gelesen und kenne deine Argumente. Eben auf Grund dieser Argumente moechte ich dich auf einen Widerspruch hinweisen, den ich daraus ersehe.
Natuerlich bewegen sich die Schallwellen mit 331,6m/s durch den Raum. Diese Wellen koennen sich aber nur deshalb bewegen weil sie die Gasmolekuele bzw. Atome bzw. die Teilchen aus denen Luft besteht anregen. Das heisst der Schwingungsimpuls der Schallwellen wird von Teilchen zu Teilchen uebertragen und diesen Schwingungsimpuls empfangen wir mit den Ohren. Das die unterschiedlichen Toene dabei unterschiedliche Frequenzen haben ist doch klar. Aber jede Schallwelle gleich mit welcher Frequenz hat einen energetischen Ursprung. Ob es dabei die winzige Energiemenge ist wenn wir schreien und unsere Stimmbaender strapazieren oder die elektrische Energie fuer Lautsprecher oder die elektrostatische Entladug eines Blitzes bei einem Gewitter ist unwichtig, oder der Knalll einer Explosion oder der Ueberschallknall beim Durchbrechen der Schallmauer oder, oder....! Jede Schallwelle hat irgendeinen energetischen Ursprung!! Und diese Energie der Schallquelle welche die Schwingungen der kleinsten Teilchen anregt wird von Teilchen zu Teilchen uebertragen, womit sehr wohl ein Energietransport stattfindet. Der Uebertragungsvorgang von Teilchen zu Teilchen ist ebenso mit Verlusten behaftet wie alle anderen Energieuebertragungsprozesse auch! Und deshalb nimmt mit der Entfernung zur Schallquelle auch die Lautstaerke also die Frequenz ab. Waere das nicht so koennte ich mich mit dir ohne Telefon in Hamburg unterhalten wenn ich in Muechen wohne! Dann waere die Uebertragung der Schallwellen verlustlos??? Ist das etwa die Realitaet und wie sieht denn dann der Energiesatz aus??
Im weiterem hat auch dein argumentaiver Vergleich von Schallwellen mit Lichtwellen einen grossen Mangel. Das habe ich schon einmal geschrieben. Licht- und Schallwellen koennen auf Grund diametral entgegengesetzter physikalischer Eigenschaften nicht miteinander verglichen werden!
Die Eigenschaften der Schall- wie Lichtwellen werden unabhaengig aller anderen Eigenschaften vor allen anhand ihrer Ausbreitungsgeschwindigkeit beschrieben. Dabei ist die Dichte des Uebertragungsmediums einer der entscheidenden Faktoren! Schall breitet sich umso schneller und weiter aus je dichter das Uebertragungsmedium ist! Im Gegensatz zur Luft (331,6m/s bei 0ºC) z.B. im Wasser mit 1485m/s im Granit mit 3950m/s und in Stahl sogar mit 5000m/s!! Je dichter das Uebertragungsmedium ist, umso schneller wird der Schall! Licht dagegen breitet sich umso schneller aus je geringer die Dichte des Mediums ist! Das deckt sich auch mit den diversen Aethertheorien die davon ausgehen, dass die Teilchendichte mit der Gravitationstaerke zunimmt und dies im Zusammenhang mit der gemessenen Rotverschiebung steht. Mit zunehmender Dichte wird die Lichtstrahlung aber in Waerme umgewandelt was ebenso hinreichend bekannt ist, waehrend beim Schall die kinetische Bewegungsenergie der angeregten Teilchen also ihre Schwingungsfrequenz abnimmt. Ich verstehe simpel nicht wie man auf Grund dieser wesentlichen Unterschiede Lichtwellen mit Schallwellen physikalisch korrekt vergleichen kann.
Kurt Gerhardt hat geschrieben:Alle 3 wirken in rotierenden Inertialssystemen immer gleichzeitig und sind absolut von den rotationsdynamischen Geschwindigkeiten, aber nicht von der Masse selbst(!!), direkt abhaengig.Hatten wir nicht einmal gelernt, dass die Zentrifugalkraft nach F_Z=m*v^2/r berechnet wird, d.h. die Zentrifugalkraft ist sowohl von der Umfangsgeschwindigkeit als auch von der Masse abhängig.
Selbstverstaendlich hatten wir das mal gelernt. Ist der Umstand, dass dies weltweit, nicht nur in Deutschland(!), so gelernt und gelehrt wird auch der Beweis dass es so ist? Es gibt eine Menge physikalischer Phaenomene die mit den geltenden Regeln und Gesetzen nicht erklaert werden koennen. Die Phaenomene sind bekanntermassen real existent und die Gravitation ist eines davon. Das sie ein Raetsel ist und wir dieses Raetsel bis dato noch nicht gloest haben ist ebenso bekannt. Logischerweise stellt sich die Frage warum wir dieses Raetsel bis dato nicht loesen konnten?? Sollte man nun so herangehen und sagen, dass die Gesetze die wir ja so gelernt haben, absolut richtig sind? Folglich ist die Gravitation als solche falsch weil wir ja die richtigen Gesetze gelernt haben. Eine Unverschaemheit von der Gravitation ist es ja sich unseren gut gelernten Gesetzen zu widersetzen! Oder sollten wir besser fragen ob unsere physikalischen Gesetze eventuell fehlerhaft oder unvollstanedig sind?? Ich bin so frei und frage mich das letztere! Das du diese Fragen nicht auf Anhieb nachvollziehen kannst, ist keinesfalls verwunderlich und das nehme ich weder dir noch sonst jemanden krumm.
Dies kann auch anschaulich gut verstanden werden. Die Zentrifugalkraft ist die Gegenkraft zur Zentripetalkraft. Wenn ein Fußballspieler den Ball im Kreis bewegen will, dann kickt er ihn immer von der Außenseite des gedachten Kreises an, dies wäre die Ausübung der Zentripetalkraft. Gleichzeitig merkt man es an der Zehenspitze, dass der Ball welcher aus seiner Bewegungsrichtung gebracht werden soll, aufgrund seiner Massenträgheit eine Gegenkraft auf den Fuß ausübt, dies wäre die Zentrifugalkraft, wenn es um die Herstellung einer Kreisbewegung des Balles um einen gedachten Mittelpunkt geht. Diese Zentrifugalkraft ist umso größer, je größer die Masse des Gegenstandes ist, der eine Kreisbewegung ausführen soll. Insofern hängt die Zentrifugalkraft durchaus von der Masse ab.
Erstens ist ein Fussball absolut kein geeignetes Beispiel dafuer, denn auch seine Bewegung beziehst du auf die Erdoberflaeche (siehe oben Kurbelwelle). Zweitens bewegt der sich nach den geltenden physikalischenh Gesetzen nicht mit simultaner Doppelbewegung und drittens kannst die diese Bewegung schon gleich gar nicht mit den Kreiselgesetzen beschreiben, weil ein Fussball eben kein Kreisel und schon gleich gar nicht ein Doppelkreisel ist!
Kurt Gerhardt hat geschrieben:Von tanslatorischen Bewegungen (und ich behaupte die kann es in gekruemmten Raeumen nicht geben)Die Fehlerrate ist hoch: "tanslatorisch". Was sind gekrümmte Räume? Auch bitte einmal eine Definition beifügen, wenn ein solcher Begriff verwendet wird. Dann zum anderen, warum sollte es in einem gekrümmten Raum keine geradlinige Bewegung geben.
Ersteinmal ist der Ausdruck gekruemmte Raeume der aus der ART bzw. der TP. In meinen Texten betone ich bewusst, dass man Raum nicht kruemmen kann und definiere die Kruemmung als die Kruemmung der Feldlinien eines Gravitationsfeldes. Das sie bzw. nach der TP der Raum gekruemmt sind, steht unwiderruflich und experimentell eindeutig nachgewiesen fest. Auch dies eine der Uebereinstimmung mit der TP!
In derart gekruemmten Raeumen sind alle Bewegungslinien der Koerper, gleich welcher Art(!!!), immer und in jedem Falle Geodaeten! Die konkrete Kruemmung dieser Geodaeten kann allerdings die TP bis dato noch nicht berechnen und ich erlaube mir dazu ein Berecnungsverfahren vorzuschlagen.
Eine geradlinige Bewegung ist eindimensional und ein Raum ist dreidimensional.
Schon wieder ein Unterschied! Eine geradlinige Bewegung setzt eine zweidimensionale Flaeche voraus, denn sonst koennte sich das Objekt nicht von A nach B bewegen! Ein Punkt ist 1-dimensional, eine Flaeche ist 2-dimensional aber Raum ist 3-dimensional!
Deine Aussage wäre vergleichbar mit der Aussage, dass es auf einer Kugeloberfläche nur Krummes geben könne
Das ist nicht nur vergleichbar sondern die objektive Realitaet! Auf einer Kugel, selbst wenn ihr Radius Lichtjahre betraegt(!) gibt es absolut nichts gerades. Das gilt auch z.B. fuer ein mit allerhoechster technischer Praezission bearbeites Drehmaschinenbett. Das von mir zur Diskussion gestellte Berechnungsverfahren ergibt fuer das Erdgravitationsfeld eine Kruemmung der Feldlinien von 3.2919º pro Erdradius. Daraus folgt die minimale Kruemmung des Drehmaschinenbettes wenn es z.B. bei einer Grossmaschine 10m lang waere : (3,2919º / 6378137m)* 10m = 0,00000516º bei nur 1m Laenge eben noch eine Null mehr nach dem Komma! Diese Kruemmung gilt auch fuer eine Laserstrahl und ist so klein, dass sie mit keinem Messgeraet gemessen werden kann und parallel zum Laserstrahl ist. Oder kennst du dazu ein praezieseres Messverfahren als einen Laser? Ich nicht. Aber fuer unsere Augen und die bekannten Praezissonsmessgeraete ist es eine Gereade. Tut mir leid ich muss hier trotz aller Zweifel an seiner Theorie Einstein zitieren, denn er hat recht mit seiner Aussage: „Nichts ist absolut, alles ist relativ!“ Das gilt auch fuer die Gesetze die wir alle schon einmal gelernt haben und die irgendwann weiterentwickelt werden. Ob wir alle das nun so gelernt haben oder nicht, ist uninteressant!
und diese Aussage würde in Frage gestellt, wenn man zwei Dimensionen darunter ginge und einen Punkt betrachten würde. Wenn man eine Raumkrümmung per Gravitationskraft um ein Zentrum annehmen würde, z.B. Gravitationsfeld um einen Himmelskörper herum, dann könnte man innerhalb eines solchen konzentrischen Gravitationsfeldes eine geradlinige Bewegung fliegen, das geht heutzutage alles mit Mess- und Regeltrechnik, wenn der Flugkörper geringstfügig von der geradlinigen Bahn abweicht, wird sofort korrigiert, das ist wie bei der Raumtemperatur und dem Thermostaten.
So simpel wie mit Thermostaten ist das eben nicht. Denn wenn ein Flugkoerper eine geradlinige Bahn nach deiner Definition fliegen koennte, wuerde er sich tangential von der Erdoberflaeche entfernen. Dann koennten wir auch mit normalen Flugzeugen zum Mond fliegen. Ist doch Unsinn, oder nicht? Das was du hier als absolute Gerade definierst ist absolute Paralellitaet zur Erdoberflaeche und damit eine Geodaete, weil die immer die kuerzeste Verbindung in gekruemmten Raeumen ist. Wieder eine Ubereinstimmung meinerseits mit der TP.
Kurt Gerhardt hat geschrieben:Von rotatorischen Bewegungen ( und ich behaupte das es davon mehr als eine fuer jeden Koerper gleichzeitig gibt)An dieser Stelle kommt die Unterscheidung zwischen Nahbereich und Fernbereich. Wer chaotisieren möchte, wird sagen, dass jeder Körper von 10^100 Bewegungen gekennzeichnet ist.
Nein, dass ist nicht chaotisieren sondern exaktes praezisieren! Denn die Vielfachbewegungen sind objektive Realitaet, ob du das nun wahrhaben oder bestreiten willst ist unwichtig und aendert nichts an der Tatsache!
Wer sagt, dass es sich bei der Physik um eine Wissenschaft von den Menschen für den Menschen handelt, der sagt, dass sich ein (menschlicher) Körper in Ruhe befindet, wenn er vor seinem PehZeh am Schreibtisch hockt.
Richtig! Wissenschaft ist von Menschen fuer Menschen, aber sie hat die Aufgabe die Natur zu erkennen und zu verstehen. Das dies nicht allen Menschen gleich gegeben ist kann akzeptiert werden. Es sind ja nicht alle Menschen Physiker oder daran Interessierte. Das soll nicht heissen dass sie duemmer sind, sondern nur dass sie sich mit anderen Dingen beschaeftigen und eben ueber andere Dinge ihre Spezialkenntnisse haben. Ausserdem gibt es nicht gerade wenige denen diese Dinge voellig gleichgueltig sind.
Und ein menschlicher Koerper befindet sich nur in relativer Ruhe wenn er vor seinem PC sitzt. In relativer Ruhe zur Erdoberflaeche bzw. eben seinem PC! Ihre Geschwindigkeit zueinader ist Null! In Bezug auf die Erdachse befindet er sich niemals in Ruhe sondern er bewegt sich mitsamst seinem PC immer mit der Umfangsgeschwindigkeit der Erde auf dem jeweiligen Breitengrad! Damit ist jede Ruhe, egal welche du auch definieren moechtest(!), immer nur eine relative Ruhe zum jeweiligen Bezugssystem. Absolute Ruhe gibt es im Universum und im Zusammenhang mit Gravitation nicht, sondern nur relative Geschwindigkeitsdifferenzen!! Und auf exakt denen basieren meine Berechnungsverfahren, weil man nur Geschwindigkeitsdifferenzen exakt messen kann, aber niemals die Absolutgeschwindigkeit!!
Alle anderen theoretisch vorhandenen Bewegungen werden ausgeblendet, weil sie ohne Belang für den Menschen sind und nur in sehr speziellen Aufgabenstellungen zum Tragen kämen.
Die Gravitation als solche hat ueberhaupt keinen Belang fuer das taegliche Leben der Menschen bis auf den unwichtigen(?) Umstand, dass sie ohne Gravitation gar nicht leben wuerden. Das die Loesung des Raetsels der Gravitation ein sehr spezielle Aufgabenstellung ist, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten wollen. Oder?
Dass die Gravitation als solche da und ein Raetsel ist, ist vermutlich fuer mindestens 95% aller Menschen voellig uninteressant bzw. unwichtig. Ich rechne zur Zeit nicht damit, dass sich allzuviele mit derart schwierigen Problemen ueberhaupt befassen wollen. Irgendwann aendert sich das aber ganz gewiss.
Kurt Gerhardt hat geschrieben:Dem fuege ich die Bewegungsform von Kontraktion und Expansion an, weil Inertialsysteme und damit auch reale Koerper kollabieren und expandieren koennen.Man wird sicherlich noch viele weitere Bewegungen hinzufügen können, z.B. die chaotische Bewegung oder die sich nach Wahrscheinlichkeiten zusammensetzende Bewegung oder die dimensionsüberschreitende Bewegung, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Man kann eben nicht unbegrenzt viele Bewegungen da hinzufuegen, sondern nur soviele wie man auch exakt messen kann. Und da haben bis dato so gut wie alle schon gewaltige Probleme wenn es nur um zwei gleichzeitige Bewegungen geht. Das geht ja auch aus deinen Worten hervor und erstaunt mich nicht im geringsten, denn du hast ja etwas ganz anderes gelernt! Mit Wahrscheinlichkeiten, Vermutungen arbeite ich aber grundsaetzlich nicht, sondern ausschliesslich mit gesicherten Messdaten und empirisch exakt belegten Beobachtungen. Fantasie definitiv ausgeschlossen und abgelehnt!!
Nur es gibt bestimmte mathematisch-physikalische Konzepte, mit deren Hilfe sich konkrete physikalische Phänomene - z.B. Planetenbewegung - berechnen lassen und man fängt erst dann an, neue Strukturen einzuführen, wenn es zwingend notwendig ist.
Ich habe schon Trigemina mehrfach geschrieben, dass es nicht um Planetenbewegungen bzw. Positionsberechnungen geht. Das sind die Wirkungen der Gravitation und erklaert nicht ihre Ursache bzw. ihr Wesen. Es geht um die Beschreibung von Gravitationsfeldern und ihren Eigenschaften die aus eben den Geschwindigkeiten der Bewegungen resultieren und die koennen auf der Grundlage der Kreiselgesetze mit hoechster Praezission beschrieben werden! Nur stehen die Berechnungsmethoden aus der Kreiseltheorie eben nicht in jeden Lehrbuch der Mechanik und gehoeren auch an Berufsschulen nicht zum Lehrstoff. Und wenn wir darueber diskutieren wollen musst du dich schon mit dem speziellen Gebiet der Kreiseltheorie in der Technischen Mechanik beschaeftigen und das ist gewiss nicht so simpel wie ein Fussball mit ein bissl Zentrifugal- bzw. Zentripetalkraft. Im Kapitel 10.1 zum Traegheitsgesetz kannst du dazu ein paar grundlegende Aussagen nachlesen.
Aber ich betone ausdruecklich, das sind nur Grundaussagen. Da kommt noch eine Menge dazu!!
Kurt Gerhardt hat geschrieben:
Hier stimmen wir grundsaetzlich nicht ueberein. Denn wie ich schon oben angedeutet habe, resultiert die reale Schwerebeschleunigung eben aus Geschwindigkeit. Das ist doch der objektive Stand der Physik ueberhaupt, denn bekanntlich ergeben sich die Beschelunigungen aus V^2/r , w^2*r und aus V*w. Die Kraft als solche ergibt sich erst aus der wirksamen Beschleunigung * die numerische Groesse der Masse. Das ist wiederum der alte Relativisten-Fehler. Physikalische Sachverhalte ergeben sich nicht aus mathematischen Formeln! Ein bestimmtes physikalisches Phänomen existiert in der realen Umwelt und wird durch mathematische Formeln beschrieben, d.h. die mathematische Formel ist nicht Ursache der Beschleunigung.
Natuerlich sind Formeln nicht die Ursache. Die Ursache ist die Bewegung bzw. ihre Geschwindigkeit und dies kann nur mit Formeln dargestellt werden! Oder wollen wir das in Zukunft mit Gesang tun???
Wenn eine Kreisbewegung durch die Formel für die Kreisbeschleunigung: a_k=v^2/r beschrieben wird, dann stecken da keine Aussagen über die Ursache dieser Bewegung drin, sondern die per Formel beschriebene Bewegung beruht auf Mechanismen aufgrund der Bewegung von Massen, bei der - unter Absehung der Details solcher Kausalketten von Massenbewegungen - zum Schluss die angesprochene Formel der Kreisbeschleunigung heraus kommt. Will man nicht nur die Bewegung, sondern auch die real wirkende Kraft betrachten, dann wird mit der Masse multipliziert, wie du es angegeben hast.
Keine andere Meinung! Nur beschreibt eine Formel eben einen bestimmten Sachverhalt mit mathematischen Mitteln, weil er so ist wie er eben ist. Dahinter aber stehen physikalische Zusammenhaenge und Wirkungsmechanismen die man so oder auch anders interpretieren kann. Fehlinterpretationen gab und gibt es in der Wissenschaft viele und dass an sich ist auch nicht schlecht, denn der Weg der Erkenntniss ist und wird immer von Trugschluessen oder Irrtuemern begleitet. Dagegen ist niemand und weder ich und auch du nicht gefeit! Aber aus unterschiedlichen Interpretationen ergeben sich auch unterschiedliche Zutaten zu neuen bzw. weiterentwickelten Theorien und wenn sich in contraerer Disskussion am Ende die einen oder anderen Argumente als die besseren erweisen koennten alle davon profitieren. Das ist ja auch mein Ziel wenn ich hier soviel schreibe und mich knueppelhart mit Trigemina streite. Zu jedem und zu allem immer nur ja und Amen sagen oder wohlwollend auf die Schulter klopfen ist scheinheilig und bringt niemand weiter. Auch dann nicht wenn ich Texte schreibe wie BILD! Auf die Meinung die sich eventuelle Leser damit BILDen verzichte ich freiwillig. Auf diesem Niveau und fuer dieses Klientel will ich nicht schreiben!
Gruesse Kurt Gerhardt