Lebensdauer von Photonen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Lebensdauer von Photonen

Beitragvon Harald Maurer » Mo 3. Nov 2014, 01:28

Highway hat geschrieben:Hinzu kommt ja noch, dass es sich überhaupt nicht um eine Zeitlupe sondern eher um einen Zeitraffer handelt. In dem bewegten System laufen ja mehr Vorgänge in der gleiche Zeit ab. Das heißt gedanklich liegt bei denen ja schon ein falsches Vorzeichen vor. :roll:

Wenn man Vorgänge in einem bewegten IS beurteilt, erscheinen sie zeitdilatiert, d.h. der ruhende Beobachter misst für alle diese Vorgänge höhere Werte, also eine größere Dauer. Die ZD ist also kein Phänomen, das sich konkret im bewegten IS abspielt, sondern ein Messeffekt durch eine Messung im ruhenden System. Das bedeutet, die ZD existiert als Beobachtereffekt nur für den ruhenden Beobachter, wogegen das Beobachtete im beobachteten System sich schneller abspielt, als dies der Ruhende wahrnimmt. Es ist daher schon aus korrekter Interpretation des Phänomens ausgeschlossen, dass eine als langsamer laufend beurteilte Uhr im bewegten System sich als tatsächlich in der Zeit zurückgeblieben erweist, wenn man sie in die Hände bekommt, denn sie hat ihre Gangart zu keinem Zeitpunkt tatsächlich verändert. Die ganze SRT ist lediglich ein Uhrensynchronisations-Spektakel und wird vertreten und verteidigt wie eine Religion. Da wird sogar das Messen der Gehäusetemperatur eines Akkus oder einer Batterie nicht verstanden obwohl es eine einfache Angelegenheit ist und gar nichts zu tun hat mit Wellen oder Licht aus dem anderen System, sondern mit Molekularbwegungen im Gehäuse, die durch ZD verlangsamt sein sollten und ohne ZD eben nicht.

Einstein selbst war noch der Ansicht, dass in bewegten Systemen niedrigere Temperaturen aufftreten würden als in ruhenden, weil ja die Molekularbewegungen langsamer erscheinen. Das Thema wurde lange Zeit kontrovers diskutiert, bis in jüngster Zeit der Nachweis gelang, dass Temperaturen nicht vom Bewegungszustand des BS abhängen. Der an diesem Experiment beteiligte Augsburger Physiker Peter Hänggi war von dem Ergebnis überrascht und sagte: “Ich bin vom Saulus zum Paulus geworden. Wie viele Physiker war ich überzeugt, dass Einstein recht hat.”

Ich denke, es werden noch etliche vom Saulus zum Paulus werden. Leider zeigt es sich wieder einmal, dass diese Themen in Foren kaum diskutierbar sind. Da werden ganz konkrete Fragestellungen lediglich mit Phrasen abgewimmelt oder nicht mal die Problemstellungen richtig verstanden. Und der gegenseitige Beschuss mit Beleidigungen wird wohl auch zum Thema wenig beitragen... auch wenn Götz von Berlichingen nur eine Aufforderung bedeutet, welcher niemand folgen muss...

Grüße
Harald Maurer
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Re: Lebensdauer von Photonen

Beitragvon Yukterez » Mo 3. Nov 2014, 02:08

Harald Maurer hat geschrieben:Einstein selbst war noch der Ansicht, dass in bewegten Systemen niedrigere Temperaturen aufftreten würden als in ruhenden, weil ja die Molekularbewegungen langsamer erscheinen.

Ganz meine Rede.

Harald Maurer hat geschrieben:Das Thema wurde lange Zeit kontrovers diskutiert, bis in jüngster Zeit der Nachweis gelang, dass Temperaturen nicht vom Bewegungszustand des BS abhängen.

Das halte ich für unmöglich, da damit die RT widerlegt wäre, was sie nicht ist. Die einzig sinnvolle Interpretation dessen ist also, dass man die Temperatur mal dem Volumen rechnen muss. Da der bewegte Ofen kürzer wird, hat er bei gleicher Temperatur aber geringerem Volumen immer noch eine geringere Leistung, und die dafür über eine längere Zeit hinweg. Die Energie, also Leistung mal Zeit, bleibt somit erhalten. In seinem eigenen System bleibt der Ofen sowieso unkontrahiert und liefert die vom Hersteller angegebene Heizleistung. Das selbe gilt auch für jede Wärmestrahlung, denn was für Radio- und optische Signale gilt gilt natürlich auch für Infrarot und Mikrowellen.

Harald Maurer hat geschrieben:Der an diesem Experiment beteiligte Augsburger Physiker Peter Hänggi war von dem Ergebnis überrascht und sagte: “Ich bin vom Saulus zum Paulus geworden. Wie viele Physiker war ich überzeugt, dass Einstein recht hat.”

Da hat er sich eben etwas unglücklich ausgedrückt, der Gute. Jede Wette, dass er was diese Aussage angeht bald zurückrudern wird.

Das Rätsel schnell gelöst habend,

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Re: Lebensdauer von Photonen

Beitragvon Harald Maurer » Mo 3. Nov 2014, 02:33

Yukterez hat geschrieben:Das halte ich für unmöglich, da damit die RT widerlegt wäre, was sie nicht ist.


Siehe: http://www.astronews.com/news/artikel/2 ... -013.shtml
oder: http://www-thphys.physics.ox.ac.uk/peop ... physik.pdf

Natürlich wäre die SRT damit widerlegt. Aber die SRT wird nie widerlegt sein, weil der Ausgang irgendwelcher Experimente oder Berechnungen keine Rolle spielt!
Der Kaffee im ICE wird nicht kalt: SRT bestätigt! Der Kaffee im ICE wird kalt: SRT bestätigt! Der Kaffee im ICE wird heiß: SRT bestätigt! Alles egal, ebenso wie beim ZP haben die Gelehrten die unterschiedlichsten Meinungen. Irgendeine trifft immer zu!

Völlig egal, was Experimente zutage fördern, es wird jedes so verdreht und interpretiert, dass die SRT bestätigt wird. Yukterez braucht sich also keine Sorgen machen und schon gar nicht die SRT als widerlegt erachten, wenn der Kaffee im rasenden ICE gleich bleibt wie er ist. ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Lebensdauer von Photonen

Beitragvon Yukterez » Mo 3. Nov 2014, 03:10

Harald Maurer hat geschrieben:Völlig egal, was Experimente zutage fördern

Mit Experimenten meinst du

deine Quelle hat geschrieben:umfangreiche Simulationen zur Molekulardynamik relativistischer Gase...

und

deine Quelle hat geschrieben:Darüber hinaus klärten die Computer-Experimente...

oder

deine Quelle hat geschrieben:Da man in irdischen Laboren kein Gas auf die notwendigen Geschwindigkeiten beschleunigen und dann auch noch Messungen darin durchführen kann, mussten sich die Physiker zunächst mit ihren Simulationen begnügen.

Also ja,

Harald Maurer hat geschrieben:Yukterez braucht sich also keine Sorgen machen und schon gar nicht die SRT als widerlegt erachten, wenn der Kaffee im rasenden ICE gleich bleibt wie er ist

denn diese Simulation ist nicht geeignet die RT zu bestätigen und schon gar nicht sie zu widerlegen, sondern allenfalls ihre Konsequenzen aufzuzeigen! Ich halte es ja für eine Unsitte der PR-Abteilungen immer wieder mit "Einstein widerlegt"-Schlagzeilen die Aufmerksamkeitstrommel zu rühren, aber der Zweck heiligt wohl die Mittel, und da Einstein letztendlich sowieso keinen Kratzer abbekommen hat, die durchführenden Experimentatoren aber immerhin berühmt geworden sind, überwiegen wohl die Vorteile. Wie man sieht verbreiten sich solche Nachrichten einfach besser, obwohl sie dafür im Gegenzug natürlich umso leichter falsch interpretiert oder aus dem Zusammehang gerissen werden können.

Die Kirche im Dorf lassend,

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Re: Lebensdauer von Photonen

Beitragvon julian apostata » Mo 3. Nov 2014, 09:52

In so einem fall bietet es sich an, mit Energieimpulsvektoren zu rechnen und dabei die Lorentztransformatiosmatrix zu verwenden.

Bild

Da haben wir also in der ersten Zeile ein Raumschiff mit der Ruheenergie 120*mc².

Es erzeugt 1mc² an Lichtenergie, bleiben für das Raumschiff also noch 119mc² übrig.

Und das Szenario übertragen wir ins Beobachtersystem.

In der zweiten Zeile haben wir dann aufgrund der Impulserhaltung eine Raumschiffgeschwindigkeit von 157/197*c~0.797*c

und eine Raumschiffmasse von wurzel (197²-157²)~118.9958m

Und das Licht erwartungsgemäß eine Energie von 3mc² (3.Zeile)

Also rundherum nur stimmige Energiebilanzen.

Es ist nur ein wenig Masse verloren gegangen, was nicht weiter verwunderlich ist, weil ja Masse in kinetische Energie verwandelt wurde.
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Re: Lebensdauer von Photonen

Beitragvon fallili » Mo 3. Nov 2014, 11:10

Harald Maurer hat geschrieben:Wenn man Vorgänge in einem bewegten IS beurteilt, erscheinen sie zeitdilatiert, d.h. der ruhende Beobachter misst für alle diese Vorgänge höhere Werte, also eine größere Dauer. Die ZD ist also kein Phänomen, das sich konkret im bewegten IS abspielt, sondern ein Messeffekt durch eine Messung im ruhenden System. Das bedeutet, die ZD existiert als Beobachtereffekt nur für den ruhenden Beobachter, wogegen das Beobachtete im beobachteten System sich schneller abspielt, als dies der Ruhende wahrnimmt. Es ist daher schon aus korrekter Interpretation des Phänomens ausgeschlossen, dass eine als langsamer laufend beurteilte Uhr im bewegten System sich als tatsächlich in der Zeit zurückgeblieben erweist, wenn man sie in die Hände bekommt, denn sie hat ihre Gangart zu keinem Zeitpunkt tatsächlich verändert. Die ganze SRT ist lediglich ein Uhrensynchronisations-Spektakel und wird vertreten und verteidigt wie eine Religion. Da wird sogar das Messen der Gehäusetemperatur eines Akkus oder einer Batterie nicht verstanden obwohl es eine einfache Angelegenheit ist und gar nichts zu tun hat mit Wellen oder Licht aus dem anderen System, sondern mit Molekularbwegungen im Gehäuse, die durch ZD verlangsamt sein sollten und ohne ZD eben nicht.

Einstein selbst war noch der Ansicht, dass in bewegten Systemen niedrigere Temperaturen aufftreten würden als in ruhenden, weil ja die Molekularbewegungen langsamer erscheinen. Das Thema wurde lange Zeit kontrovers diskutiert, bis in jüngster Zeit der Nachweis gelang, dass Temperaturen nicht vom Bewegungszustand des BS abhängen. Der an diesem Experiment beteiligte Augsburger Physiker Peter Hänggi war von dem Ergebnis überrascht und sagte: “Ich bin vom Saulus zum Paulus geworden. Wie viele Physiker war ich überzeugt, dass Einstein recht hat.”


@Harald
Was in einem IS passiert, passiert auch in einem IS und ist logischerweise nicht davon abhängig, ob 1000 andere Beobachter mit 1000 verschiedenen Relativgeschwindigkeiten dazu "herumsaussen".
Wenn da also eine Batterie 2 sek lang 1 A abgibt, dann ist das so und daran ändert sich nichts.
Du kannst ein Meßgerät angeschlossen haben, dass von mir aus alle 0,1 s die Stromwerte nach außen funkt - es wird ständig nur gezeigt das immer 1 A fließt ( 0,1 s 1A - 0,2 s 1A - 0,3 s 1A ......... bis 2 s 1A - 2,1 s 0A)
Das sind die Werte die auf der Erde empfangen würden.
Wenn man dem nicht glaubt, bleibt nur die Möglichkeit mit einem langen Kabel (paar 100tausend Km) ein auf der Erde befindliches Amperemeter in den Stromkreis im Raumschiff dazwischenzuschalten.

Und auch wenn diese Diskussion da noch nicht abgeschlossen wurde - meiner Meinung nach wird dann garantiert passieren, dass das Amperemeter im Raumschiff 2 s lang 1A anzeigt, während das Ampermeter auf der Erde 4 s lang 0,5 A anzeigen wird (Relativgeschwindigkeit wie Du vorgegeben hast 0,866 c).
Das verlangt die SRT und ich seh absolut keinen Grund warum es nicht so sein wird.

Dass in bewegten Systemen niedrigere Temperaturen auftreten würden, halte ich für nicht zutreffend.
Ich weiß nicht, was Einstein da genau dazu gemeint hat, wie das Szenario aussieht, aber da irrt sich der gute Einstein meiner Meinung nach.
Innerhalb eines Systems ist es unmögich irgendeinen Bewegungszustand zu erkennen, weil sich auch bei Bewegung nichts an irgendwelchen physikalischen Gegebenheiten ändern darf.
Wenn Einstein das so gesagt (und gemeint) hat, müsste es ja auch möglich sein über Temperaturänderungen einen absoluten Bewegungszustand zu erkennen.

Da versteh ich auch Yukterez nicht (oder falsch), wenn er zum Problem von Temperaturänderungen abhängig vom Bewegungszustand schreibt:

Harald Maurer hat geschrieben:Das Thema wurde lange Zeit kontrovers diskutiert, bis in jüngster Zeit der Nachweis gelang, dass Temperaturen nicht vom Bewegungszustand des BS abhängen.


Yukterez: Das halte ich für unmöglich, da damit die RT widerlegt wäre, was sie nicht ist.


Ich halte das Zitat von Harald für absolut logisch und weiß nicht was Yukterez dagegen hat.
Wenn ich neben einem würfelförmigen 1 m langen Ofen mit 1000 °C stehe, dann bleibt das für mich immer ein würfelförmiger 1 m langer Ofen mit 1000 °C - egal wie schnell ich damit durchs Weltall fliege. Also ich hätte daran keinen Zweifel und halte es sogar für zwingend nötig, dass im IS gemessene Temperaturen nicht vom Bewegungszustand abhängen.

Dass dieser Ofen aus einem andern IS BS nicht 1 m lang ist, ist auch klar - wie daher die Temperatur aus einem anderen BS beurteilt wird, kann ich selber noch nicht sagen, weil ich mich mit der Materie noch nicht beschäftigt habe.
Da Yukterez eigentlich immer recht hat, wird es wohl richtig sein, dass durch kürzere Länge = kürzeres Volumen die Temperatur gleich beurteilt wird und die meßbare / erkennbare Gesamtenergie wegen der ZD gleich bleibt.
Das klingt jedenfalls vollkommen logisch was er da aussagt - wüsste nicht was da dagegen sprechen könnte.

Insofern versteh ich Yukterez's Einspruch gegen Harald's Zitat nicht? Ich les seine Aussage so, dass auch er der Meinung ist, dass Temperaturen nicht vom Bewegungszustand abhängen.
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Re: Hier geht es um die Entladung von Batterien

Beitragvon fallili » Mo 3. Nov 2014, 11:22

Highway hat geschrieben:[
............
3.) Die Messung der elektrischen Arbeit mittels digitaler Messgeräte in den verschiedenen Systemen, und die Beobachtbarkeit in den unterschiedlichen Systemen. Spätestens das ist der Todesstoß für den ganzen Quatsch. Mann muss noch nicht einmal eine direkte Beobachtung durchführen. Es reicht sich vom Beobachter des anderen Systems den Wert geben zu lassen welcher er abgelesen hat. Das ist nämlich der gleiche Wert wie man diesen mit einem Fernglas beobachten könnte. Digitalanzeigen sind ja nicht schizophren!



Ich hab es ja schon gesagt - das absolut gleiche wie beim Zwillingsparadoxon und daher völlig gleich zu behandeln.
Du kannst Dir auch von dem bewegten Zwillimng einfach seine Zeit (und damit sein Alter) per Funk durchgeben lassen. Und dann wirst Du feststellen, das bei 0,886 c der Zwilling zwar schon nach Deiner Zeit 4 Jahre Jahre weg ist, er aber einen Wert von 2 Jahren durchfunkt. Und das ist es auch was Du mit einem "Fernglas" auf seiner Uhr siehst.
Dass die Lichtlaufzeiten berücksichtigt werden müssen ist klar - aber genau das ist das Ergebnis - Du glaubts und misst in Deinem IS, dass er 4 Jahre älter geworden sein muss - er kann beweisen dass er nur 2 Jahre älter geworden ist.

Da kannst Du Dich drehen und wenden wie Du willst, das sagt die SRT und da ist kein wie immer gearteter logischer Fehler drin weil es auch so ist.
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Re: Lebensdauer von Photonen

Beitragvon Yukterez » Mo 3. Nov 2014, 11:35

fallili hat geschrieben:Wenn Einstein das so gesagt (und gemeint) hat, müsste es ja auch möglich sein über Temperaturänderungen einen absoluten Bewegungszustand zu erkennen.

Nein das könnte man deswegen nicht, was Einstein meinte war dass ein unbewegter Beobachter am bewegten Ofen eine niedrigere Temperatur messen würde, genau so wie er an einer bewegten Lampe auch eine niedrigere Frequenz messen müsste. Jemand der neben dem Ofen sitzt und sich mit diesem mitbewegt könnte in keinem der möglichen Szenarien eine andere Temperatur messen!

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Re: Lebensdauer von Photonen

Beitragvon fallili » Mo 3. Nov 2014, 13:08

Yukterez hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Wenn Einstein das so gesagt (und gemeint) hat, müsste es ja auch möglich sein über Temperaturänderungen einen absoluten Bewegungszustand zu erkennen.

Nein das könnte man deswegen nicht, was Einstein meinte war dass ein unbewegter Beobachter am bewegten Ofen eine niedrigere Temperatur messen würde, genau so wie er an einer bewegten Lampe auch eine niedrigere Frequenz messen müsste. Jemand der neben dem Ofen sitzt und sich mit diesem mitbewegt könnte in keinem der möglichen Szenarien eine andere Temperatur messen!

Bild, Bild


OK, so macht das Sinn. Hab mich schon gewundert warum Einstein das anders meinen / sagen könnte.

Dass ein unbewegter / bewegter Beobachter am bewegten / unbewegten Ofen eine andere Temperatur sehen würde, ist tatsächlich nicht so von vornherein ohne weiteres Nachdenken auszuschließen.
Ich halte da aber Yukterez Erklärung, dass die selbe Temperatur in einem veringertem Volumen dann eben längere Zeit gemessen wird - und dass damit der Energieerhaltungsatz gültig bleibt - für sehr einleuchtend.
Außerdem gilt die relativistische Dopplerverschiebung ja für jede Strahlung.
Wenn ich Licht von einer schnell bewegten Quelle erhalte, kann ich damit ja klar aussagen, welche Frequenz in der bewegten Quelle ausgesandt wurde. Und daher muss das ja auch gelten, wenn ich Wärmestrahlung aus einer bewegten Quelle erhalte. Da kann ich ja auch auf die Frequenz (und damit Energie/Temperatur) in der bewegten Quelle schließen.

Mich macht nur nervös, dass ich das so "klar" finde - wenn da jahrelang in der Wissenschaft darüber "gestritten" wurde, liegt der Verdacht nahe, das ich da etwas übersehe.
Zuletzt geändert von fallili am Mo 3. Nov 2014, 13:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lebensdauer von Photonen

Beitragvon Yukterez » Mo 3. Nov 2014, 15:25

fallili hat geschrieben:Mich macht nur nervös, dass ich das so "klar" finde - wenn da jahrelang in der Wissenschaft darüber "gestritten" wurde, liegt der Verdacht nahe, das ich da etwas übersehe.

Nein, die Sache ist tatsächlich deppeneinfach (siehe Rotverschiebung der Wärmestrahlung, wo alleine schon der Anteil der vom Newton-Doppler kommt zu einer Frequenzverschiebung führt, und die Zeitdilatation erst recht). Der jahrelange Streit in der Wissenschaft drehte sich in dem Fall wohl eher darum, wie ein "geeigneter Thermometer", wie sie das in dem Link nennen, zu definieren ist.

Das eher für ein philosophisches Problem haltend,

Bild

PS:

Highway hat geschrieben:Von Zeitlupe zu sprechen, weil ja eindeutig mehr Ladungsträger in einer kürzeren Zeit transportiert werden. Das ist Zeitraffer. Also falsches Vorzeichen!

1) werden weniger Pakete pro Sekunde verschickt, also ist es eine Zeitlupe.
2) hat 3/5 nicht das umgekehrte Vorzeichen wie 5/3, du xxx Bild

http://de.wikipedia.org/wiki/Vorzeichen vs http://de.wikipedia.org/wiki/Kehrwert
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