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Highway, Du kannst Mikesch mal folgendes ausrichten:
Mikesch hat geschrieben:PS: Fragen Sie Pernes doch einmal, was passiert eigentlich, wenn nur eine Masse rotiert? Wo bleiben da die Kräfte?
Mikesch hat geschrieben:Also, ich kann auch eine Masse kreiseln lassen und habe alle notwendigen Informationen zur Berechnung von allen möglichen. Bei Pernes müssen es immer zwei Massen sein. Was passiert nun, wenn das Seil in der Mitte abgeschnitten und eine Masse mit dem Restseil in der Achsenmitte befestigt wird. Ohne zweite Masse. Antwort bitte!
Mike
Der Nachweis, daß die Zentrifugalkraft der einen Masse über das Seil als Zentripetalkraft an der anderen Masse angreift, läßt sich natürlich nur anhand zweier um den gemeinsamen Schwerpunkt umlaufenden Massen deutlich und verständlich darstellen.
Wenn nur eine Masse m um eine mit der Erde fest verbundene Achse umläuft, so ist die Erde die zweite Masse M. Wegen der großen Masse der Erde wird dann R und V praktisch Null, und der physikalische Zusammenhang, daß die Zentrifugalkraft der einen Masse m über das Seil als Zentripetalkraft an der anderen Masse M angreift, natürlich völlig unsichtbar, zumindest für einäugige Relativisten.
Deshalb möchte Mikesch auf diesen Spezialfall ausweichen.
Die Antwort ist also:
Bei
jedem Umlauf einer Masse m ist physikalisch eine zweite Masse M vorhanden, und es gilt
immer der Satz, daß die Zentrifugalkraft der einen Masse über das Seil als Zentripetalkraft an der anderen Masse angreift.
In dem von Mikesch angesprochenen Fall greift also die Zentrifugalkraft der Masse m über das Seil und die mit der Erde festverbundene Drehachse als Zentripetalkraft an der Erdmasse M an. Und die Zentrifugalkraft der Erdmasse M in diesem Rotationssystem von m und M greift über die Drehachse und das Seil als Zentripetalkraft an der Masse m an.
Und falls Mikesch immer noch auf "ohne zweite Masse" besteht: Dann müßte man bloß die Drehachse unverankert lassen, und statt der Masse m um die Drehachse, würde die (masselose) Drehachse um die Masse m umlaufen. Könnte gefährlich werden.
Mit freundlichen Grüßen
Lothar Pernes