Lübecker hat geschrieben:Die SI-Sekunde ist eine anständig festgelegte Maßeinheit und mit der wird auch in der Wissenschaft gearbeitet, wurde ja auch mehrfach belegt, und keiner hier konnte etwas anderes nachweisen. Es ist keine persönliche Einheit, damit wird in der Wissenschaft gearbeitet. Und es wurde auch mehrfach gezeigt, dass die SI-Einheit Herz [Herz] eben als Kehrwert der SI-Sekunde definiert ist, somit ist es eine Tatsache, dass die Frequenz am Sender mit der dort vor Ort gültigen SI-Sekunde gemessen wird und nicht mit einer willkürlichen.
Der letzte Satz ist falsch. Ein Wissenschaftler wird mit jener Sekunde messen, die in seinem
Bezugssystem gilt! Das Bezugssystem eines Beobachters am Erdboden ist unbegrenzt und reicht bis zum Satelliten und darüber hinaus. Es gilt also jene SI-Sekunde, wie sie am Erdboden realisiert wird. Läuft eine Uhr im Satelliten schneller, dann läuft sie im Bezugssystem des Beobachters am Erdboden falsch und muss korrigiert werden, wie es auch gemacht wird. Daher ist die Frequenz gemessen mit der im Bezugssystem des GPS gültigen SI-Sekunde oben wie unten dieselbe. Kein Beobachter wird sich in den Satelliten begeben, um dort die Frequenz zu messen. Überall im GPS, oben wie unten, gilt die SI-Sekunde, die sich auf die Sekunde alter Definitionen, also auf die Erdrotation bezieht, und die neue Definition hat nur den Zweck, genauer zu sein! Überall im gesamten GPS wird mit der SI-Sekunde gerechnet und gemessen und diese verbreitet, wie sie auf dem Erdboden gilt. Und es gibt keine andere. Deshalb werden schneller laufende Uhren oder schneller schwingende Oszillatoren in Sendern als Fehlerquelle behandelt und auf die gültige SI-Sekunde abgestimmt. Jede Frequenz ist so gültig, wie sie im Bezugssystem des Beobachters gemessen wird. Denn nur so kann eine Veränderung einer Frequenz festgestellt werden.
Die Definition der SI-Sekunde bezieht sich auf ein bestimmtes Verhalten von Atomen. Dieses Verhalten muss mit diversen Methoden gemessen werden. Läuft eine Atomuhr gravitationsbedingt anders, heißt das noch lange nicht, dass sich das Verhalten der Atome geändert hat, sondern könnte auch auf einen Einfluss der Gravitation auf die Messung selbst zurückgeführt werden. Da sind ja noch andere elektronische Bauteile im Spiel, die den Gang der Uhr bestimmen durch Messung des Atomverhaltens. Ist das so, dann liegt einfach eine falsch gehende Uhr vor aufgrund veränderter Messung eines unveränderten Atomverhaltens. Und von einer anders verlaufenden Zeit kann keine Rede sein. Denn die für uns gültige Zeit bezieht sich nach wie vor auf die Erdrotation - und auf nichts anderes. Mit der SI-Sekunde eben genauer, weil diese Rotation selbst nicht regelmäßig ist. Und da können Uhren beliebig laufen, die Erdrotation verändert sich aber dadurch nicht und definiert damit unsere Zeit soweit man diese Rotation wahrnehmen kann! Zeit ist nicht das, was Uhren zeigen, sondern das, was die Erdrotation zeigt. Alle Versuche, die Sekunde genau zu definieren sind Versuche, diese Sekunde möglichst genau an jene Zeit anzugleichen, wie sie den Intervallen entspricht, mit welchen wir die Erdrotation unterteilen. Spielen Uhren diese Intervalle nicht mit, sind sie unbrauchbar!
Alle Anwendungen und Messungen zeigen, dass Frequenzen sich nicht auf dem Weg zwischen unterschiedlichen Höhen verändern, sondern höhenabhängig generiert werden. Das ist nicht die gravitative Rot-od.Blauverschiebung, wie sie von der ART aufgrund Energiegewinns oder Energieverlusts auf dem Weg durch das Gravitationsfeld postuliert wird!
Grüße
Harald Maurer