Zum Experiment.
Es ist ein Nachbau des von M+G verwendeten Interferometers.
Seite 141, Fig 1, den Link kennst du ja.
Die vier Halbspiegel (A,B,C,D) und die zwei Spiegel (F,E) sind montiert, die Röhren luftleer, der Laser eingeschaltet.
Das alles steht auf einem Tisch im Labor ohne Fenster und ohne Bleistifte.
Der Arme der die Aufgabe erhalten hat weiss ja nicht was er einstellen soll, soll er den Strich so stellen dass er eine Differenz ablesen kann oder nicht, eine Differenz zu was, klar zum angenommenen Nullpunkt.
Diesen hat er aber nicht, denn wie will er den denn wissen?
Also schnell einen weiteren Strich als Nullpunkt eingebaut.
Denn laut Theorie tritt die Strichverschiebung ja bei kleinem Weglängen nicht in Erscheinung, bzw. nur vernachlässigbar gering.
Was als liegt näher als diesen Umstand zu verwirklichen?
Heisst die Halbspiegel A,B, C, D, so eingestellt dass sich der nun zeigende -kleine Lichtweg- Strich an der richtigen Stelle, der Nullpunktstelle, befindet.
Irgendwo muss man ja den Nullpunkt fixieren/festlegen, also der Strich des kleinen Lichtweges dahin gestellt.
Beim Einrichten der vier Halb-Spiegel ist natürlich der -grosse Lichtweg- Streifen nicht mehr da, denn der Weg läuft ja auch durch die Spiegel des -kleinen Lichtweges-.
Diese sind aber nun für den -kleinen Lichtweg- eingestellt.
Um den grossen Lichtweg nun einzurichten bleiben nur die beiden Spiegel E und F übrig.
Sie müssen so justiert werden dass die beiden Lichtwege ihr Ziel erreichen.
Dieses geht aber durch die vier H-Spiegel des kleinen Lichtweges.
Bestimmt eine fusselige Arbeit, denn die -kleinen- Wegspiegel, und das sind nunmal die vier, dürfen ja nicht mehr angefasst werden.
Nun! wo ist das Ziel des grossen Lichtweges?
Ist es das gleiche wie das des kleinen, oder das der erwarteten Verschiebung/Abstandes?
Er weiss ja nicht ob sich die Bude dreht oder nicht, weiss also nicht ob er darauf oder daneben einzustellen hat.
Er könnte sich jetzt sagen dass ja die beiden Lichtwege des grossen Kreises absolut identisch sind, somit der Strich automatisch stimmt.
Nur wird ihm das niemand abnehmen denn allein die Frage wie er denn wissen will das das so ist wird ihn in Verlegenheit bringen.
Und auch der Einwand dass er ja dann den -kleinen Weg- nicht brauchte auch.
Auch der Einwand dass er den -kleinen Lichtweg- ja irgendwo hingestellt hat, dieser auch nicht von selber an seine Position gesprungen ist kommt noch hinzu.
Wie wird er sich entscheiden?
Stellt er den -grossen- Strich auf die erwartete Position bei Drehung, also die wenn sich die Bude dreht, oder stellt er ihn dahin wo er ist wenn sich die Bude nicht dreht.
Egal wie er sich entscheidet, er weiss nur dass es keine Rolle spielt ob er mitdreht oder nicht wenn er den kleinen Kreis hinjustiert.
Den hat er dahin gestellt wo er es für richtig hält, denn von selber stellt sich dieser bestimmt nicht ein.
Heisst! Ohne Abgleich der vier Spiegel kriegt er keine Linie!!
Und wie ist es mit den -grossen- Kreis?
Stellt sich dieser von selber hin?
Nein da kann er nur raten ob sich die Bude dreht oder nicht.
Wie wars denn bei M+G, die wussten dass sich die Erde dreht, sie wussten auch wieweit die Striche auseinanderzuliegen haben.
Sie hatten einen Messwert erwarte, den haben sie ja letztendlich auch anscheinend/angeblich gemessen.
Hier der Link zum Aufbau:
http://articles.adsabs.harvard.edu/cgi-bin/nph-iarticle_query?1925ApJ....61..140M&data_type=PDF_HIGH&whole_paper=YES&type=PRINTER&filetype=.pdfNur, wie wussten sie wo der grosse Lichtweg wirklich zu liegen kommt wenn die Erde sich nicht dreht?
Naja, das konnten sie nicht wissen.
Also was haben sie gemessen?
Nicht etwa das was sie erwartet hatten?
Kurt