sanchez hat geschrieben:@Kurt
Eine Uhr misst nichts, sie taktet und zählt die von ihr erzeugten Takte.
Sie taktet Geschwindigkeitsabhängig.
Ach Geschwindigkeitsabhängig? Ich kann also in meinem rasenden Falken anhand einer Uhr ablesen, wie schnell ich durchs All sause?
Wenn die technische Verwirklichung mal vorhanden ist, dann ja.
Die dabei ermittelte Geschwindigkeit ist aber immer Ortsabhängig.
sanchez hat geschrieben:Je schneller sie bewegt ist desto langsamer taktet sie.
Und da liegt der Hund begraben: Die langsamer gehende Uhr ist immer die bewegte und die Referenzuhr mit der diese Uhr verglichen wird, ist die Uhr vom Beobachter.
Da wurde ein toter Hund als lebendig verkauft.
Du brauchst keine Referenzuhr um deine Geschwindigkeit im Zug oder Raumschiff zu messen, eine Uhr reicht aus.
sanchez hat geschrieben:Und ja Beobachter kann jeder sein, er sieht halt alle anderen bewegten Uhren langsamer gehen.
Nach welchen Verfahren "sieht" er das?
sanchez hat geschrieben:Der Beobachter ist derjenige von dem Aus alles beschrieben wird.
Ein Beobachter wird festgelegt.
Und, ohne das klar ist unter welchen Umständen er "sieht" kann keine Allgemeinaussage erstellt werden.
sanchez hat geschrieben:Man muss sich halt für einen Beobachtungspunkt/Beobachter entscheiden.
Genau, und es muss klar sein unter welchen Umständen er "beobachtet".
sanchez hat geschrieben:Insofern kann sich der Beobachter immer als der ruhende definieren und alles
relativ zu ihm Bewegtes beschreiben.
Selbstverständlich kann er das, haben wir ja mit dem Beobachter auf der Plattform auch gemacht.
sanchez hat geschrieben:Auf der Strecke zwischen den beiden Messstellen ist sie dann unterschiedlich schnell unterwegs wenn sie auf der Plattform bewegt ist und die Plattform selber auch.
Sagt welcher Beobachter?
Das können beide sagen, der Alpha und der der auf der Plattform mitfährt, sogar wir auch.
sanchez hat geschrieben:Stelle dir halt selber die Frage:
„Wovon ist die Taktung einer Uhr abhängig?"
Von der Relativgeschwindigkeit? Und die setzt sich zusammen aus Strecke/Zeit.
Heißt aber auch bei Relativgeschwindigkeit, einer ist bewegt und der andere ruht.
Oder auch v(relativ) = |v1-v2|
Es gibt dann eine Symmetrie in der Beobachtung. Das was ich beim anderen sehe (Zeitdilatation und Längenkontraktion) sieht der andere genauso bei mir.
Eine kleine Denkaufgabe für dich:
Du und dein Kumpel, ihr ruht am Bahnhof_A, stellt eure Uhren gleich.
Nun schickst du deinen Kumpel mit dem Zug zum Bahnhof_B
Du schaust ihm hinterher und liest dabei seine Uhr ab.
Was siehst du?
- das seine Uhr so taktet wie deine
- das seine Uhr langsamer taktet wie deine
- dass seine Uhr schneller taktet wie deine
Nun, nachdem er am Bahnhof_B angekommen ist, fährt er wieder zurück.
Du schaust ihm entgegen und liest dabei seine Uhr ab.
Was siehst du?
- das seine Uhr so taktet wie deine
- das seine Uhr langsamer taktet wie deine
- dass seine Uhr schneller taktet wie deine
Wenn er zurück ist vergleicht ihr eure Uhren.
ihr stellt fest:
Beide Uhren takten gleich schnell, seine geht aber nach.
Kurt
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