ungläubige hat geschrieben: Nur verkennst Du vollständig, daß ein Äther ohne Feld nicht funktionieren kann, weil dann alles "dicht" sein müßte.
Hier geht das wieder los mit den Begriffen, d.h. man muss erstmal versuchen eine gemeinsame Sprache zu finden. Als Feld wird in der Physik allgemein eine "Zuordnung von Größen zu den Punkten eines Raumes" verstanden. Bekannt sind Druckfelder, wie sie bei Wetterkarten gebräuchlich sind, d.h. der Zahlenwert der physikalischen Größe Druck wird jedem Punkt, d.h. jedem Ort zugeordnet. Allerdings wäre eine solche Wetterkarte für den menschlichen Verstand viel zu abstrakt, wenn man deren Hintergrund - die Luft und ihre Zustände - nicht kennen würde. Insbesondere stellt ein solches Feld einfach nur eine mathematische Abbildung dar und nicht das zugrundeliegende Phänomen an sich. Der menschliche Verstand will allerdings begreifen und muss begreifen und verstehen, um mit einer Sache umgehen zu können. Insofern ist es wichtig, ein Phänomen als Modell auch anschaulich zu beschreiben, um dadurch die Grundlage für Abstraktionen zu schaffen.
ungläubige hat geschrieben: Ein Äther mit Feld erledigt aber die Äthervorstellung von ganz alleine. Das Feld, welches der Äther wegerklären möchte, taucht nun nur etwas verkleinert auf.
Ich wüsste nicht, wieso ein Äther das Feld wegerklären möchte. Das Feld wäre so wie der Kassenbon im Supermarkt, es werden bestimmten alphanumerischen Zeichenketten bestimmte Preise zu geordnet. Der Äther entspräche dann der Ware, d.h. es kommen Teil(chen)e ins Blickfeld, von denen dann wiederum mathematische Abstraktionen vorgenommen können. Insofern verfolgen die Äthertheoretiker das Ziel, das physikalische Betrachtungsobjekt "Übertragung von EM-Wellen" durch Anschauung und Verständlichkeit begreifbar zu machen und so für die Allgemeinheit und für weitergehende Forschung zu öffnen. Allerdings stellt der Begriff des elektrischen Feldes und/oder der Ausbreitung von EM-Wellen etwas anderes dar als der Begriff eines Äthers als Beschreibung des Phänomens. Wer also sagt, dass ein Äther nicht benötigt wird, bleibt auf einer abstrakten Ebene stehen, auf der dann beliebiger mathematischer Wildwuchs mit beliebigen physikalischen Folgerungen entstehen kann.
mfg
