ungläubige hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:
Insofern immer wieder das plädoyer für die Annahme einer Existenz von elastisch verbundenen Ätherteilchen - schön anschaulich und erklärt alles.
ich denke, unter Kraftfeld war ein beschleunigendes Feld gemeint, also ein Potentialfeld wie z.B. bei der Gravitation.
Mir geht es immer um Verständlichkeit und dazu gehört der Verzicht auf einen Pluralismus von Begriffen, wenn es von der Sache her nicht geboten ist. Der Begriff Kraftfeld ist ziemlich klar und auch gut in den Sprachgebrauch eingeführt. Ein Kraftfeld ist eine Abbildung von Punkten des Raumes auf Kräfte, die als Kraftvektoren z.B. entsprechend dem Magnetfeld eines Stabmagneten angeordnet werden können. Wenn Begriffe benutzt werden, dann richte ich mich - wenn möglich - nach deren Häufigkeit im Sprachgebrauch, da wird man für Kraftfeld 150000 Erwähnungen per Suchmaschine finden und für Potentialfeld 8600, d.h. mit dem Begriff Kraftfeld wird mehr Verständnis erzeugt als mit dem anderen. Insbesondere ist Kraft in der Physik anschaulicher als der Begriff Potential. Wobei ich die Verwendung des Begriffes Kraftfeld oder gar Potentialfeld im Zusammenhang mit der Wirkung zwischen Ätherteilchen moniert hatte, d.h. man kann nur mit großen Verlusten an Verständlichkeit formulieren, dass beim Stoßen von Billiardkugeln die eine von der anderen durch ein Kraftfeld oder gar Potentialfeld angestoßen wird.
ungläubige hat geschrieben:
Deine schön elastischen Ätherteilchen gibt es aber nicht ohne solch ein Potentialfeld.
"Meine" Ätherteilchen gibt es schon ohne ein solches Potentialfeld, weil sie gut verständlich sein sollen, d.h. es genügt einfach die Bezeichnung, dass es eine elastische Verbindung zwischen ihnen gibt, wie zwischen Luftmolekülen. Die Ausformulierung wie diese Elastizität nun zustande kommt, würde ich als eine Überforderung dieses Modells ansehen, d.h. es wäre eine eigenständige Forschungsarbeit zu klären, woraus sich die Elastizität ergäbe, denn die schön polarisierten Elektronen und Atomkerne ständen dann nicht zur Verfügung.
ungläubige hat geschrieben:
Elastizität setzt nämlich ein derartiges Feld bereits voraus!
Selbst wenn Du also einen so schönen anschaulichen elastischen Äther postulieren möchtest, kommst Du nicht um das Feld herum. Und dann kann man lieber gleich auf dieses kleine unerklärliche Äther-Mikrofeldchen mit Ätherteilchen verzichten und ein ordentlich wirksames Feld ohne externe Äthermassenbeteilig annehmen.
Ich bitte darum, dass die Attribute
Verständlichkeit und
Anschaulichkeit bei diesem Modell eines Übertragungsmediums für EM-Wellen nicht unter den Tisch fallen. Im Alltag wird man durchaus sagen "kaufe mir ein Teilchen" man wird allerdings seltener die Begriffe Kraftfeld und Potentialfeld benutzen, denn diese Begriffe sind abstrakt und gehören zur angewandten Mathematik. Dies wird dann wieder genau dasselbe, was Albert Einstein bezüglich seiner RT immer vorgeworfen wurde, dass sie ausschließlich ein mathematischer Formalismus ohne Substanz sei.
ungläubige hat geschrieben:
Dies insbesonders deshalb, weil noch keine Existenz eines derartigen Äthers nachgewiesen ist. Und ein kristalliner Äther ohne Feldchen und ohne Raum dazwischen ist undenkbar.
Dort, wo vor Jahrzehnten noch der absolut leere Weltraum war, ist heutzutage nun doch plötzlich Materie, so dass man die Dichte des Raumes zwischen Erde und Mond durchaus in µg/m³ angeben kann. Dann geht das weiter, wo Materie ist, da wird es bei fortdauernder Beschleunigung irgendwann einen ziemlichen Fahrtwind geben. Allerdings muss eine theoretische Richtung auch erstmal verfolgt werden (können) bevor irgendwelche "Beweise" präsentiert werden können. Somit werden im Bereich des Übertragungsmediums für EM-Wellen unterschiedliche Wege theoretisch durchdacht und dies wird in einigen Jahrzehnten dann eventuell zu greifbare Resultate haben.
mfg