Also ich seh nicht wo da der "Unsinn" liegen soll.
Es sagt ja niemand, dass sich die Erde nun plötzlich langsamer drehen soll (oder für jeden beliebig bewegten Beobachter unterschiedlich schnell).
Die SRT sagt nur, dass beim bewegtem Beobachter nach seiner Uhr die Erde eben nicht mehr alle 24 h eine Umdrehung macht.
Wenn seine Uhr langsamer geht, dreht sich logischerweise die Erde von ihm aus beurteilt schneller.
Solange niemand wirklich nachweisen kann, dass die Invarianz von c nicht stimmt, müssen neben dieser völlig unintuitiven und jeder "normalen" Erfahrung widersprechenden Tatsache eben auch die völlig unintuitiven und jeder "normalen" Erfahrung widersprechenden Folgerungen für Zeit und Raum "geschluckt" werden.
Ich bin auch nicht glücklich darüber, dass "Zeit" nichts absolutes ist - aber da ich gar nicht weiß was "Zeit" genau ist, maße ich mir nicht an, nur eine absolute Zeit zuzulassen oder zu verlangen.
Außerdem gibt's jede Menge dicker Bücher über "Zeit" darüber (und einige hab ich auch gelesen), die aber beim Phänomen "Zeit" auch nicht "das Wesen von Zeit" erklären können.
Für mich ist "Zeit" nur ein anderer Ausdruck für "Veränderungen".
Wenn absolut nix passiert und sich absolut nichts ändert vergeht auch keine Zeit - und aus dieser Sichtweise find ich die Aussagen der SRT ganz passend. Je schneller ich mich bewege, desto langsamer geht mein Uhr und desto schneller passiert alles außerhalb meines IS. Wenn ich mich knapp unter Lichtgeschwindigkeit bewegen würde, könnte ich in einer Sekunde (bei mir) Jahrtausende des Universums beobachten und vergehen sehen.
Das ist natürlich reine "Küchenphilosophie", aber ich finds irgendwie passend. Je schneller ich mich bewege - was ja irgendwie auch mehr an "Veränderung" bedeutet, desto langsamer vergeht meine Zeit und es ändert sich rund um mein IS auch desto mehr pro meiner Zeiteinheit.
Für mich passt das zusammen.
