Dass ich einsteinsche Gleichzeitigkeitsdefinition benutze hat einen praktischen Sinn: irgendwie muss ich zeigen, wie ich mir die Gleichzeitigkeit vorstelle. Gegen Einsteins Definition ist im ursprünglichen Sinn (keine Bewegung) auch aus meiner Sicht nichts einzuwenden. Deshalb benutze ich sie. Sonst würde ich den berechtigten Fragen ausgesetzt, wie ich überhaupt auf die Gleichzeitigkeit komme...
Etwas anderes ist aber viel wichtiger: oben zeige ich, dass zusammen mit einer Gleichzeitigkeit der Signalereignisse andere, nichts mit der Anordnung zu tun habende Ereignisse als gleichzeitig zu betrachten sind.
Darüber der ganze Aufwand, und deshalb ist der Gedanke von absoluten Gleichzeitigkeit der Ereignisse keineswegs vom Tisch. RdG wird im obigen Text gar nicht thematisiert.
Folgendes steht fest (anschaulich dargelegt): um die Entfernung von 2,5 ⋅ 10^6 Lichtjahren zu bewältigen, benötigt sowohl das Licht, welches von der Andromeda-Galaxie, als auch das Licht, welches von unserem Sonnensystem emittiert wird, ca. 2,5 Millionen Jahre. Ich kann daher davon ausgehen, dass der andromedanische Beobachter in diesem Augenblick das Bild der Milchstrasse betrachtet, wie sie vor 2,5 Millionen Jahren gewesen ist, so wie der irdische Beobachter heute das Bild der Andromeda sieht, wie diese vor 2,5 Millionen Jahren gewesen ist. Es ist davon auszugehen, dass sowohl das Licht, welches beide Quellen aktuell emittieren und welches die jeweils andere Galaxie in 2,5 Millionen Jahren erreichen wird, als auch das gegenseitige Licht, das heute hier und dort empfangen wird, gleichzeitig emittiert wurde, und gleichzeitig empfangen wird.
