von Sciencewoken » Fr 25. Okt 2019, 00:47
Etwas Geschichte Teil 2:
Was aber passiert, wenn man vergisst, zeigt der weitere Verlauf der Geschichte, beginnend bei Frank Libby, der 1946 die Atomuhr (Cäsium) erfand, welche derart präzise und stabil lief, dass man 21 Jahre später, die SI-Sekunde darüber definierte und diese Definition ist bis zur Stunde gültig. Nur leider hätte damit spätestens 1971 Schluß sein müssen, als Hafele und Keating auf den Plan traten und nichts weiter bewiesen, als dass selbst Atomuhren anfällig für Bewegung und Gravitation sind - erwartet wurde vemutlich zunächst das Gegenteil. Aber noch bevor sie etwas sagen konnten, standen Relativisten auf dem Plan und trompeteten, dass dies sowohl die allgemeine als auch die spezielle Relativitätstheorie bewies und das obwohl keine wechselseitige Zeitdilatation vorlag. Normalerweise hätte jeder Physiker, der noch nicht von den Relativitätstheorien geblendet war, aufbegehren müssen, dass in den Flugzeuguhren tatsächlich eine Zeit dilatiert und zwar die Periodendauer, die bei der Definition der Sekunde verwendet wurde. Das auch nicht wechselseitig, sondern ganz normal für nur eine einzige Uhr gültig, die sich gegenüber der Erde bewegt. Es wäre vermutlich aufgefallen, wenn man das, was man bereits für Strecken vergessen hat, was für Zeiten natürlich ebenso gilt, nicht vergessen hätte. Eine Uhr zählt nur Takte und die Periodendauern zwischen den Takten kann sie weder anzeigen noch beeinflussen. Relativisten begründeten die fehlende Wechselseitigkeit der SRT über ein Phänomen der ART, nämlich Beschleunigung, also die Tatsache, dass sich die Uhren in Kreisabschnitten gegenüber einer gedachten Uhr im Erdmittelpunkt bewegten und Kreisbeschleunigungen unterlagen. Hört sich Alles ganz prima an, aber wenn man das Simpelste, Normalste, Einleuchtendste und Realistischste vergisst, klingen sogar Einhörner plausibel.