Ernst hat geschrieben:Licht braucht kein Medium, weil es sich wie Korpuskeln ausbreitet.
Die Annahme eines Äthers ist genauso unbegründet wie die Annahme von Marsbewohnern. Beide konnte noch niemals jemand sehen oder nachweisen. Reines Wunschdenken.
Eines ist sicher: Einen Äther als Träger des Lichtes gibt es nicht.
Die Situation von Erkenntnis, Phänomen und dessen Beschreibung und Handhabung bleibt doch für den Physiker immer ähnlich: Es gibt einen physikalischen Sachverhalt - hier das Licht - und es sind dazu etliche Eigenschaften festgestellt worden. Um weitere Forschungsergebnisse zu erzielen oder um das Thema Licht auch nur halbwegs befriedigend unterrichten zu können, wird u.a. eine bewährte physikalische Methode angewendet - man bildet eine Modellvorstellung. Ein solches Modell stellt keine 1:1 Übertragung des Forschungsgegenstandes Licht in das erkennende Bewußtsein dar.
Dann wird es einige Fachleute geben, die der Auffassung sind, dass sie weder Modellvorstellung noch Äther bräuchten, ihr gutes Recht - nur es gibt viele andere Wissenschaftler seit Jahrhunderten, die der Auffassung sind, dass das Äthermodell Erklärungskraft hat.
Die hohe Erklärungskraft des Äthermodells sei nur einmal bezüglich der konstanten Lichtgeschwindigkeit c demonstriert. Man geht wie beim Schall von der Auslenkung einer Membran aus, was hier ein schwingendes Elektron sein soll. Bei einer Auslenkung in einem - angenommenen - Medium von elastisch verbundenen Ätherteilchen müssen die vor der Auslenkvorrichtung befindlichen Teilchen erstmal weg bewegt werden - somit wird sich ein Druckimpuls durch das Medium Äther ausbreiten bis ein Freiraum gefunden ist, wohin diese Teilchen fließen können. Wenn sich so die ersten Teilchen in größerer Entfernung bewegt haben, bewegt sich eine Entlastung zur auslenkenden Apparatur, so dass diese wieder etwas weiter kann. Dieses Pendeln könnte als Wellenzug oder Photon bezeichnet werden und die Geschwindigkeit, mit der ein solcher Druckimpuls sich bewegt, wäre die Lichtgeschwindigkeit c.
Wer etwas gegen solche Erklärungen hat, der möge sich auch einmal darin versuchen die konstanten Geschwindigkeiten von Schall und Licht zu erklären.