Wenn Einstein mit seinen Transformationsformeln zeigt, dass ein kugelförmig ausgedehnter Körper im gestrichenen System als Rotationsellipsoid erscheint, kann er nicht mit denselben Gleichungen beweisen, dass sich eine kugelförmige Lichtausbreitung plötzlich nicht in eine ellipsoide Ausbreitung im gestrichenen System verwandelt, sondern kugelförmig bliebe, um die Vereinbarkeit des RP mit dem Postulat zu bestätigen.
Auch ein sich aufblähender Ballon würde sich nach Einsteins Darstellung in ein sich aufblähendes Ellipsoid verwandeln.
Die Lorentztransformation, in der eine Längenkontraktion der x-Koordinate ohne Änderung der anderen Raumkoordinaten und eine Zeitdilatation enthalten sind, wobei die ZD das Bezugssystem unabhängig von der Richtung betrifft, kann von vornherein nicht in gleicher Weise wie die Galileitransformation sphärische Körper unverändert transformieren. Man beachte, dass sich LK und ZD zwar in der x-Richtung ausgleichen (wird der Raum kleiner wird auch die Zeit kleiner), dies aber in den y und z Richtungen nicht der Fall ist.
Die Folgen kann man sich hier http://homepage.univie.ac.at/franz.embacher/Rel/Effekte/ ansehen. Man beachte, dass nur in der Galilei-Variante die Kugelwelle erhalten bliebe, in allen anderen Varianten des Applets - auch in der Einsteinschen - ist die Kugelwelle im bewegten System zerstört - und zwar just zum Zweck zerstört, c in alle Richtungen konstant zu erhalten. Das ungleichzeitige Eintreffen der Photonen an den Reflexionswänden zeigt die RdG, auch ZD und LK lassen sich schön aus dem Applet erkennen - nur eines nicht: der von Einstein behauptete Beweis, dass die Kugelwelle im bewegten System auch eine Kugelwelle sei, wird eindeutig widerlegt.
Für die Richtigkeit des Bryant-Arguments und die Ausführungen von Herrn Faber gibt es überdies ein Indiz. Nämlich das Schweigen der Fachleute zu diesem Thema in diesem Forum und in anderen. Außer polemischen Stänkereien mit vagen Hinweisen auf die RdG habe ich nichts gefunden, was die Argumente Bryants bzw. Fabers widerlegen würde. Dabei sind die Fachleute doch sonst schnell mit Gegenargumenten samt schönen Rechnungen zur Hand. Eine kompetente Äußerung zu diesem Einstein-Lapsus aus der Reihe der Relativisten hätte ich mir hier aber sehr gewünscht, und zwar deshalb, weil diese Widerlegung der SRT (und es scheint tatsächlich eine zu sein!) so einfach ist, dass es sogar dem Kritiker schwer fällt, daran zu glauben. Aber da kommt nichts.
Grüße
Harald Maurer
