nocheinPoet hat geschrieben:Gerhard Kemme hat geschrieben:Die Mathematik ist eine menschliche Sprache und damit ausschließlich von den Absichten und Fähigkeiten der Spezies Mensch abhängig.
Nein, mit der Sprache bist Du wohl Jocelyne auf dem Leim gegangen.

Inwiefern? Was ist hierzu Meinung von Frau Lopez und wie kommst du darauf, dass ich gedankenlos etwas von anderen Leuten übernehme würde und nicht zu der eigenen Überzeugung gelangt bin, dass Mathematik nicht in der Natur angelegt ist, sondern ein spezifisch menschliches geistiges Produkt ist, wobei der Mensch mit seinem Denkkasten sicherlich auch ein kleines Stückchen Natur ist. So bin ich jetzt etwas vorgewarnt, ob du einfach nur Behauptungen aufstellst, ohne sie dann in der Begründung durchzuziehen.
nocheinPoet hat geschrieben:Die Symbole sind von uns, nicht mehr.
Das heißt, du hast da irgendeine Überzeugung, dass die mathmatischen Theorien, z.B. Zahlentheorie, Gruppentheorie und die mathematischen Hauptthemen wie Geometrie, Analysis oder Lineare Algebra nicht von Menschen sind?? Da bist du aber einem ziemlichen Irrtum aufgesessen - soll die Mathematische-Wissenschaft wie die Heilige Schrift durch göttliche Inspiration entstanden sein oder wie oder was? Die gesamte Mathematik ist selbstverständlich von A, wie Aussagenlogik, bis Z, wie Zahlentheorie, von Menschen erdacht, entwickelt, weiter entwickelt und bewiesen worden und somit ein ausschließliches Produkt der Spezies Mensch.
nocheinPoet hat geschrieben:Du kannst sicher sein, das eine Primzahl nichts mit uns Menschen zu tun hat, oder das Verhältnis Kreisumfang zu Kreisdurchmesser. Wie es Verhältnisse in der Natur gibt, wie das Verhältnis der Protonen- zur Elektronenmasse, gibt es eben auch Verhältnisse in der Mathematik. Wobei letztere noch dauerhafter sein könnten. Wenn also schon „Sprache“ dann ist Mathematik die universelle Sprache des Universums.
Die Begründung "du kannst sicher sein ..." ist absolut nicht anerkannt, sonst geht das los mit "du kannst sicher sein, dass im Himmel Jahrmarkt ist". Selbstverständlich ist das Konzept der Primzahlen von den Menschen erdacht und im Rahmen der Zahlentheorie weiter entwickelt worden. Dass die Menschen auch irgendwie zur Natur gehören, hatte ich bereits gesagt - aber ansonsten ist mir kein Wesen und nichts bekannt, welches mit Primzahlen rechnet. Man könnte jetzt eventuell noch fragen, ob es - wie die Kornkreise - irgendwo noch rätselhafte Primzahlfunde gegeben hätte, dass z.B. irgendwelche Felsbrocken oder Bergketten das Konzept der Primzahlen widerspiegeln würden. Also bitte Roß und Reiter nennen, wie die Primzahlen unabhängig vom Menschen in der Natur oder sonstwo angelegt sind.
Die den Erscheinungen zugrundeliegende Struktur ist nicht durch materielle Objekte [...] gegeben, sondern durch die Form, die die materiellen Objekte bestimmt. Die Ideen sind fundamentaler als die Objekte. Und da die kleinsten Teile der Materie Objekte sein sollen, an denen die Einfachheit der Welt erkennbar wird [...], können die Ideen mathematisch beschrieben werden [...].
Die Wichtigkeit dieses Schrittes im philosophischen Denken lässt sich kaum hoch genug einschätzen. Er kann als der entscheidende Beginn der mathematischen Naturwissenschaft angesehen und damit auch für die späteren technischen Veränderungen verantwortlich
gemacht werden, die das ganze Bild der Welt verändert haben.
Quelle: Das Naturgesetz und die Struktur der Materie. 1964, in: Schritte über Grenzen
Auch dieses Zitat stützt deine Behauptungen nicht, da es auch wiederum nur Behauptungen sind. Insbesondere täuscht der Verfasser vor, dass er wüsste, wie sich die existierende Welt aufbaut. Allerdings vergißt er dann zu sagen, wer die Ideen hat oder welche materieerschaffende Instanz mit einer solchen Ideenstruktur arbeitet. Das klingt alles ziemlich ideologisch und zielt ausschließlich auf das menschliche Bewusstsein - nach dem Motto, was der indoktrinierte Mensch für wahr hält, das ist wahr. Insofern klingt alles, was du erzählst, nur nach Phantasterei und ist nirgendwo durch Fakten abgesichert. Mathematik betreibt das menschliche Individuum selber, wenn sein Interesse geweckt ist und er die Nützlichkeit solcher Rechnereien einsieht.