gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Ernst » So 18. Nov 2012, 16:04

Trigemina hat geschrieben:Ausserdem widerspricht die Aussage
Nun sendet diese Uhr, welche im IS Erdboden mit 10,23 MHz tickt

Deinem Statement 1.
Im IS Erde wird die Uhr auf 10,229999995453 MHz justiert. Statement 1


Im Kontext ist mit der ersten Aussage das IS Erdboden als Bezugssystem gesetzt, in welchem sich die Uhr im Orbit bewegt. :!:

Du verkennst dramatisch, daß die Frequenz einer Uhr bezugssystemabhängig ist. :!:

Im Bezugssystem Erdoberfläche tickt die Uhr am Boden ruhend mit 10,229999995453 MHz.
Im Bezugssystem Erdoberfläche tickt die selbe Uhr im Orbit fliegend mit 10,23 MHz.

Wie soll eine Uhr im Orbit auf der Erdoberfläche wahrgenommen werden, wenn sie keine Funksignale herunter sendet?

Man vergleicht z.B. den Gang der Uhr im Orbit, nachdem sie auf die Erde zurückgebracht wurde, mit einer gleichen Uhr auf der Erde. Wie das etwa Hafele-Keating taten.

Und diese gravitative Blauverschiebung (SRT-Effekte aussen vor gehalten) wird hinreichend genau auch mit der klassischen Physik beschrieben.

In der Klassik existiert keine ZD. Alle Uhren an allen Orten zeigen stets die gleiche absolute Zeit.
Gravitative Rot/Blauverschiebung in der Klassik bedeutet daher keine Veränderung der Frequenz, sondern bei konstanter Frequenz eine Veränderung der Wellenlänge infolge Veränderung der Lichtgeschwindigkeit.

Eine Veränderung der Frequenz (also eine Rot/Blauverschiebung im Sinne einer Frequenzänderung) ist in der Klassik unmöglich, weil damit das Kontinuitätsprinzip verletzt wäre.
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Zuletzt geändert von Ernst am So 18. Nov 2012, 20:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Ernst » So 18. Nov 2012, 16:13

Highway hat geschrieben:Das ist die spannende Frage. H&K haben so gesehen ja auch IS-Hopping betrieben. Wenn die Uhr also überall mit der gleichen Frequenz tickt, wie kommt dann der angeblich gemessene Unterschied zustande?

H&K haben vorgeblich das gemessen, was die RT vorhersagt; die Uhren laufen im Flugzeug tatsächlich unterschiedlich schnell gegenüber einer stationären Erduhr.

Daß hier von einigen behauptet wird, die Uhren laufen gemäß RT (im gleichen Bezugssystem) oben und unten gleichschnell, widerspricht der RT.

Angewandt auf das GPS, fehlt dort die Blauverschiebung.

Würden im BS Erde zudem bewegte Uhren genauso schnell laufen, wie unbewegte, was ja jetzt hier behauptet wird, dann wäre auch das ZP perdu.
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon absolut » So 18. Nov 2012, 16:41

Kurt hat geschrieben:Wenn es jedes Kind weiss dann solltest du es auch wissen/erklären können.
Oder ist das zuviel verlangt?
Also was ist, wie kann eine einmal erfolgte Erstellung von Ereignissen in ihrem zeitlichem Zusammenhang verändert werden?
Wie soll das möglichsein.
Oder sind es bei dir auch Engel die das Wunder vollbringen.
Also, kannst du was sagen oder nicht?

Ich bin doch nicht dein Diener ...
Wie gesagt, die Sache ist längst allgemein bekannt und mehrmals exzellent experimetell bestätigt worden.
Du kannst doch selber googeln und dich informieren.
Auch hier im Forum gibt's zig Leute, die dir widersprechen.
Das Problem ist nur, dass du die Wirklichkeit nicht wahrhaben willst!
:roll:
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Kurt » So 18. Nov 2012, 16:51

absolut hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Wenn es jedes Kind weiss dann solltest du es auch wissen/erklären können.
Oder ist das zuviel verlangt?
Also was ist, wie kann eine einmal erfolgte Erstellung von Ereignissen in ihrem zeitlichem Zusammenhang verändert werden?
Wie soll das möglichsein.
Oder sind es bei dir auch Engel die das Wunder vollbringen.
Also, kannst du was sagen oder nicht?

Ich bin doch nicht dein Diener ...
Wie gesagt, die Sache ist längst allgemein bekannt und mehrmals exzellent experimetell bestätigt worden.
Du kannst doch selber googeln und dich informieren.
Auch hier im Forum gibt's zig Leute, die dir widersprechen.
Das Problem ist nur, dass du die Wirklichkeit nicht wahrhaben willst!
:roll:


Noch einer der meint dass Bücherwissen, besser gesagt "Theorieanhängerbehauptungen" ausreicht um etwas zu -wissen-.

Selber darlegen, das wärs, aber dazu muss man erstens: dazu bereit sein, zweitens dazu in der Lage.
Ich sehe keins der beiden bei dir als gegeben vorliegen.

Anregungen dazu sind genug vorhanden, musst sie nur aufgreifen.
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Kurt » So 18. Nov 2012, 17:06

Lübecker hat geschrieben:Sende ich aus der ISS ein Signal mit 10,229999995453MHz und es wird auf der Erde mit 10,23MHz empfangen und gemessen, dann hat die Frequenz sich doch geändert, oder?



Sende ich aus der ISS ein Signal mit 10,229999995453MHz

Worauf beruht die Aussage zur Frequenz, womit, unter welchen Bedingungen, wurde diese gemessen!
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wird auf der Erde mit 10,23MHz empfangen und gemessen

Worauf beruht die Aussage zur Frequenz, womit, unter welchen Bedingungen, wurde diese gemessen!
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Kurt » So 18. Nov 2012, 17:13

absolut hat geschrieben:Kurt, für dich werde ich kein Fingerchen mehr krümmen ...
...
:evil:


Das du keinen Stich machst, also nichts von dir kommt, ausser Sprüchen und sonstigem Nichtssagen, das hast du ja ausreichend gezeigt.
Und fürs Fähnchenhochhalten kriegt man nicht immer eine Belobigung.
.
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Harald Maurer » So 18. Nov 2012, 18:21

e
Lübecker hat geschrieben:Sende ich aus der ISS ein Signal mit 10,229999995453 MHz und es wird auf der Erde mit 10,23MHz empfangen und gemessen, dann hat die Frequenz sich doch geändert, oder?

Die Frequenz eines Signals aus der ISS würde auf der Erde nicht erhöht, sondern vermindert empfangen werden, weil in der geringen Flughöhe von etwa 330 - 400 km der Zeitdilatations-Effekt der SRT jenen der ART überwiegt. In einer Flughöhe von ca. 3180 km würden sich die ZD-Effekte der ART und der SRT gerade aufheben.
Die GPS-Satelliten fliegen etwa 20560 km hoch. Da die Uhren in ihnen konkret schneller laufen, werden die Signalfrequenzen (die aus der Grundfrequenz 10,23 MHz abgeleitet werden) schon oben nominal gesendet und auf der Erde unverändert empfangen.

Grüße
Harald Maurer
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Trigemina » So 18. Nov 2012, 21:21

Ernst hat geschrieben:Du verkennst dramatisch, daß die Frequenz einer Uhr bezugssystemabhängig ist.

Im Bezugssystem Erdoberfläche tickt die Uhr am Boden ruhend mit 10,229999995453 MHz.
Im Bezugssystem Erdoberfläche tickt die selbe Uhr im Orbit fliegend mit 10,23 MHz.


Ich verkenne nichts, da ich an den 3 Statements nichts auszusetzen habe (ausser dass 2 und 3 identisch sind).

Ernst hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Wie soll eine Uhr im Orbit auf der Erdoberfläche wahrgenommen werden, wenn sie keine Funksignale herunter sendet?


Man vergleicht z.B. den Gang der Uhr im Orbit, nachdem sie auf die Erde zurückgebracht wurde, mit einer gleichen Uhr auf der Erde. Wie das etwa Hafele-Keating taten.


OK, könnte man so machen, was aber die Kritiker kaum hinnehmen würden, was sie bei H&K auch niemals taten. Ausserdem betrachten wir eine Orbit-Uhr im GPS-System mit ihren Funksignalen ohne sie herunterzuholen.

In der Klassik existiert keine ZD. Alle Uhren an allen Orten zeigen stets die gleiche absolute Zeit.


Zustimmung zum ersten Satz. Zum zweiten Satz ist zu sagen, dass Kraftfelder auch in der klassischen Mechanik den Zeitfluss verändern.

Gravitative Rot/Blauverschiebung in der Klassik bedeutet daher keine Veränderung der Frequenz, sondern bei konstanter Frequenz eine Veränderung der Wellenlänge infolge Veränderung der Lichtgeschwindigkeit.


Es bedeutet eine Geschwindigkeitsänderung in der Klassik. Ob man dies als Frequenzerhöhung (c=ƛ*Ʋ) oder Wellenlängenverminderung interpretiert, ändert nichts an der kürzeren Zeitdauer T‘ zwischen 2 aufeinanderfolgenden Wellenbergen im Bezugssystem der Erde, während im Ruhesystem des abgestrahlten Funksignals im Orbit die Zeitdauer zweier aufeinanderfolgender Wellenberge T beträgt, also langsamer tickt.

Eine Veränderung der Frequenz (also eine Rot/Blauverschiebung im Sinne einer Frequenzänderung) ist in der Klassik unmöglich, weil damit das Kontinuitätsprinzip verletzt wäre.


Meinst du das mit Kontinuitätsprinzip?

In der Natur kommen nebst kontinuierlicher Prozesse auch diskrete vor. Die Passage von Funksignalen im Kräftepotential setzt keine diskreten Sprünge voraus und kann durchaus mit dem Kontinuitätsprinzip vereinbart werden – zumindest meiner bescheidenen Meinung nach.
An der veränderten Zeitdauer ändert sich dabei nichts!

Gruss
Trigemina
 
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Ernst » So 18. Nov 2012, 21:56

Trigemina hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Man vergleicht z.B. den Gang der Uhr im Orbit, nachdem sie auf die Erde zurückgebracht wurde, mit einer gleichen Uhr auf der Erde. Wie das etwa Hafele-Keating taten.

OK, könnte man so machen, was aber die Kritiker kaum hinnehmen würden, was sie bei H&K auch niemals taten. Ausserdem betrachten wir eine Orbit-Uhr im GPS-System mit ihren Funksignalen ohne sie herunterzuholen.

Das spielt ja keine Rolle. Das zeigt aber, daß deine Aussage falsch ist, daß ala RT die Uhr im Orbit genauso tickt wie am Boden.

Zum zweiten Satz ist zu sagen, dass Kraftfelder auch in der klassischen Mechanik den Zeitfluss verändern.

Auf keine Fall. In der Klassik gibt es nur eine absolute Zeit, die an allen Orten gleich ist.

Es bedeutet eine Geschwindigkeitsänderung in der Klassik. Ob man dies als Frequenzerhöhung (c=ƛ*Ʋ) oder Wellenlängenverminderung interpretiert, ändert nichts an der kürzeren Zeitdauer T‘ zwischen 2 aufeinanderfolgenden Wellenbergen im Bezugssystem der Erde, während im Ruhesystem des abgestrahlten Funksignals im Orbit die Zeitdauer zweier aufeinanderfolgender Wellenberge T beträgt, also langsamer tickt.

Nein, die Zeitdauer zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wellenbergen, d.h. die Frequenz, ist in der Klassik stets konstant. Mit der Geschwindigkeit variiert nur die Wellenlänge.

Meinst du das mit Kontinuitätsprinzip?
In der Natur kommen nebst kontinuierlicher Prozesse auch diskrete vor. Die Passage von Funksignalen im Kräftepotential setzt keine diskreten Sprünge voraus und kann durchaus mit dem Kontinuitätsprinzip vereinbart werden – zumindest meiner bescheidenen Meinung nach.
An der veränderten Zeitdauer ändert sich dabei nichts!

Wir reden über kontinuierliche Vorgänge. Das Kontinuitätsprinzip besagt salopp, daß hinten in der Zeiteinheit das rauskommen muß, was vorne in der Zeiteinheit reingesteckt wurde.
Ansonsten kommt es entweder zum Stau oder es werden unterwegs wunderbarerweise neue Einheiten geboren.
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Re: gravitatorische Rotverschiebung ja/nein

Beitragvon Ernst » So 18. Nov 2012, 22:30

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...Nein, die Zeitdauer zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wellenbergen, d.h. die Frequenz, ist in der Klassik stets konstant. Mit der Geschwindigkeit variiert nur die Wellenlänge...


Als es um Phasengeschwindigkeiten ging warst du noch nicht überzeugt, und jetzt argumentierst du selbst damit. Da fühle ich mich doch im Nachgang noch bestätigt. ;-)

Da irrst du. In der langen Diskussion zu MM habe ich immer wieder anhand des Kontinuitätsprinzips auf die Konstanz der Frequenz an jeder Stelle des MMIs hingewiesen. Natürlich stets im Bezugssystem des MMIs.
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