Lagrange hat geschrieben:Wer hat hier Recht? Mayer oder Nicht von Bedeutung?
Das ist eine Frage der Akzeptanz - hier geht es nicht ums Recht haben.
Mir wird zwar nicht ganz klar, was Mayer meint, wenn er schreibt:
Mayer hat geschrieben:Wenn 2. als richtig vorausgesetzt ist, dann kann Bewegung nur absolut sein.
Denn erstens wird 2. nicht vorausgesetzt, sondern gemessen und zweitens wären deswegen gemessene Geschwindigkeiten weitaus relativer als die dazugehörigen Bewegungen - Für eine einzige Relativbewegung zwischen zwei Objekten A und B würden unter Umständen auf beiden Objekten unabhängig voneinander unterschiedliche Geschwindigkeiten gemessen.
Unter Umständen deswegen, weil sich eine Relativbewegung vR auf folgende Arten zusammensetzen kann:
1. vA=0; vB=vR
2. vB=0; vA=vR
3. vA=vB=vR/2
4. 0<=vA<=vR; vB=vR-vA
wobei vA und vB Die Geschwindigkeiten der Objekte gegenüber einem übergeordneten Bezugssystem sind und als oberstes wählbares Bezugssystem kommt letzendlich nur das Universum in Frage.
Die Uhren auf den Objekten A und B gehen um den Faktor γ(vA) bzw. γ(vB) langsamer und nur zwei mal besteht die Chance (1. und 2.), dass γ(vR)=γ(vA) bzw. γ(vR)=γ(vB) ist und nur einmal (3.), dass γ(vA)=γ(vB) ist.
Fazit: Die Relativbewegung zwischen A und B bleibt physikalisch wechselseitig die selbe, nur leider werden für diese wegen dem möglichen Gangunterschied der Uhren auf A und B unterschiedliche Geschwindigkeiten gemessen.
Fazit2: Für Geschwindigkeitsmessungen aller Art ist es zunächst erst mal erforderlich, z.B. per Urmeter eine feste Strecke zu definieren und als nächstes eine relativ genaue Zeiteinheit. Beides geschah so lange bevor man überhaupt auch nur annähernd auf die Idee kam, die Lichtgeschwindigkeit zu messen. Heute definiert man Strecken über diese gemessene - inzwischen als konstant festgelegte - Lichtgeschwindigkeit und vermeintlich hoch präziser Atomzeit, welche jedoch leider alles Andere als hoch präzise ist, wie man experimentell feststellen konnte.