Jan hat geschrieben:Die "großen Fragen" lassen sich nur dann beantworten, wenn man eine konsistente Ordnung findet, in der Philosophie, Religion, Wissenschaft, menschlicher Geist und Bewußtsein, Vorstellung von Raum und Zeit, Beschreibungsmethoden und Theorien für die Vorgänge im Universum und die Physik, nach der die Natur funktioniert, ihren Platz haben und widerspruchsfrei nebeneinander stehen
Ja da kann ich zustimmen. Es kann nur eine Metaphysische Antwort geben. Nun muss man aber Metaphysik klar von Physik unterscheiden, ich würde ja auch Allchemie dazu sagen, aber dann müsste man es genau so von der Chemie unterscheiden. Metaphysik sucht ja grade nach den Meta-Ebenen auf denen Begebenheiten miteinander wirken können.
Ich komme in meinem Konzept dann auch dahin, dass es in der Metaphysik mehr Sinn macht solche Schemata aufzustellen, als mathematische Formeln. Mich würden dann vor allem die Pfeile interessieren und Verbindungen interessieren. Als Metaphysiker erlaube ich mir zB. zwischen Naturwissenschaft und Religion eine Metaebene einzuziehen und darüber ihre Beziehungen und Beeinflussungen untereinander zu untersuchen - ob sie das wollen oder nicht und ob das nach ihrer Meinung nach zulässig ist, ist mir auch egal. Das wäre dann metaphysische Detailarbeit, so dass das Schema immer detailreicher wird. Da finden dann auch Unbekannte ihren Platz.
Was ich in deinem Schema richtig gut finde und was für mich auch die wesentlichen Anforderungen eines metaphysischen Gesamtkonzeptes erfüllt: Am Ende sitzt der Leser da und liest: Und darum sitzt Du da und liest das!
Wenn Fragen offen bleiben, liegen sie irgendwo dazwischen und es fehlen nur noch Details.
Und was mir gleich aufgefallen ist, Du nutzt viel Mathematik, hast ihr aber in deinem Schema keinen besonderen Platz eingeräumt. Bei mir ist die Mathematik eine immanente, universelle Logik - die sich allein durch die Existenz des Seins begründet. Und dann suche ich nach anderen immanenten Prinzipien, wie Ursache Wirkung, das gibt es ja auch in den Religionen und der Spiritualität als Karma oder Schicksal und auch in der Gesellschaft im Strafgesetzbuch. Mathematik muss da bei mir eine Sonderstellung haben, die ist weder Ursache noch Wirkung, die ist einfach da - die müsste in deinem Schema gleich neben Natur=Universum I-> Mathematik, als direkte Folge und immanente Metaebene - die ist zwar nur durch denkende Wesen erfassbar, es muss aber keine Wesen geben, damit Mathematik funktioniert, da ist keine Idee das ist einfach Logik und die ist einfach so drin.