hmpf hat geschrieben:Wenn nur einzelne Photonen durch ein Michelson-Interferometer oder einen Doppelspalt fliegen,
wie können die dann mit sich selbst interferieren ohne sich zu teilen?
Wie sie das machen weiß niemand. Sie fliegen jedenfalls nicht wie Billiardkugeln durch ein Michelson-Interferometer oder einen Doppelspalt und können sich auch nicht teilen. Noch nie wurde irgendwo ein "halbes Photon" oder "halbes Elektron" gefunden. Es sind nun mal Elementarteilchen, die gibt's nur ganz oder gar nicht. Begreif' das einfach.
hmpf hat geschrieben:Also haben die Photonen beim Kontakt mit dem Interferometer oder Doppelspalt ihre Welleneigenschaft gezeigt.
Das nennt man Welle-Teilchen-Dualismus.
Auf die Welleneigenschaft am Doppelspalt muss man logisch schließen, weil sich eindeutig Interferenzerscheinungen bei der Detektion zeigen. Das ist unbestritten. Trotzdem können sich die Elementarteilchen nicht teilen. Nochmal: Noch nie wurde irgendwo am Doppelspalt oder sonstwo ein "halbes Photon" oder "halbes Elektron" gefunden.
Wenn überhaupt, dann müssten es unendlich viele Teile sein, alle auf verschiedenen Pfaden unterwegs, die dann interferieren. So wird es auch gerechnet mit dem Pfadintegralformalismus der QED. Aber das sind keine realen Teile auf realen Pfaden. Es sind nur
mögliche Pfade für's
ganze Teilchen, Wahrscheinlichkeiten eben, die da interferieren. Realiter nimmt das Photon keinen dieser möglichen Wege.
Mit einem Mach-Zehnder-Interferometer kann man auch beweisen, dass sich das einzelne Photon
nicht aufteilt. Dazu schiebt man einfach ein Hindernis in einen der beiden Wege nach dem ersten Strahlteiler, und zwar zeitlich
nachdem das vermeintlich "halbe Photon" den Strahlteiler passiert haben muss, kurz bevor es den zweiten Teiler erreichen sollte, der die beiden möglichen Wege wieder zusammenführt. Rate mal, was dann passiert. Das Interferenzmuster verschwindet, als wäre das Hindernis von Anfang an im Weg gewesen, der zweite Weg also gar nicht möglich gewesen.
hmpf hat geschrieben:Ich habe mir Ihr Kindergartenvideo nur teilweise angeschaut. Die Autoren haben die Interferenz von einzelnen
Photonen überhaupt nicht erwähnt.
Die drehenden Pfeile des Pfeilintegralformalismus repräsentieren komplexe Zahlen (bzw. Vektoren) in der Gaußschen Zahlenebene, und die gezeigte Aneinanderreihung zweier Pfeile ist genau die Interferenz.
Wie das am Doppelspalt aussieht
wird hier erklärt, mitsamt Erwähnung der Interferenz. Zufrieden? Natürlich nicht. Hier beende ich mal deinen Grundkurs in QED. Offenbar sind dir ja schon diese "Kindergartenvideos" zu hoch.