Highway hat geschrieben:
Das bestreite ich ja überhaupt nicht. Ansonsten wäre v nicht const. Wenn du aber ein beliebiges v als konstant annehmen möchtest, dann sind x und t nicht mehr frei wählbar. Deshalb kommt mir, danke Chief und Ernst, die Verallgemeinerung etwas merkwürdig vor wenn man anschließend versucht dies in einen physikalischen Vorgang zu "transformieren". Was mir dort fehlt ist der Bezug. Der scheint mir aber nicht mehr gegeben.
Man kann die Menge der LT bilden und dort wäre die Unterscheidung der einen LT von der anderen die Geschwindigkeit
v. Dabei sind bei jedem
v die Variablen x und t frei wählbar, da das bewegte Koordinatensystem auch für negative Zahlen links vom Ursprung definiert ist, d.h. wenn du einen hohen Wert für t und v eingibst und einen kleinen Wert für x, dann wäre der Ursprung des bewegten Koordinatensystem schon längst über den Ort hinaus, wo sich das "Objekt" an der Stelle x befindet - dann kriegt man für x' eine negative Zahl.
Highway hat geschrieben:
Das macht eher den Eindruck als wäre das eine "Wünsch dir was" Veranstaltung. Man nimmt ein beliebiges x, dazu ein beliebiges t und pfeift auf die Forderung das zu einem gegebenen v, was konstant sein soll, x und t abhängige Variablen sind.
x und
t sind aber zu
v unabhängig.
Highway hat geschrieben:
Da hast du recht. Dann frage ich mich aber nun wieder, wenn Einstein von einem Spezialfall verallgemeinert hat, dann frage ich mich, wieso man nicht von der Verallgemeinerung wieder auf den Spezialfall zurück rechnen sollte? Oder anders ausgedrückt: War die Verallgemeinerung Einsteins überhaupt zulässig in dem Sinne, da ja ein physiklaischer Vorgang beschrieben und vernünftige Werte geliefert werden sollen?
Wie gesagt, unterscheiden sich die Vorgänge Herleitung einer Formel und Anwendung der Formel. Wie es bereits von Ernst ausgedrückt wurde, handelt es sich bei der Transformation um eine Funktion von drei Variablen. Jetzt kannst du natürlich noch eine weitere Verkettung hinzu fügen und eine Variable noch wieder von etwas anderes abhängig machen - der Einwand bezog sich nur darauf, dass dies der übliche und einzige Weg wäre.
Es gibt nach meiner Kenntnis unterschiedliche Verfahrensweisen der Herleitung der LT, wenn man eine andere Herleitung im Sinne hat, dann müsste die auch einmal im Zusammenhang dargestellt werden. Nur der Umgang mit der LT ist dann ganz lapidar: Einsetzen und transformieren. Allerdings kann man dann die kennzeichnenden Eigenschaften der LT einmal bequem nachrechnen, z.B. Zeitdilatation
http://www.beeplog.de/147012_528788.htm, Geschwindigkeit Lichtstrahl:
http://www.beeplog.de/147012_521159.htm in Ruhe- und Bewegtsystem, Längenkontraktion.
Highway hat geschrieben:
Da aber zur Ableitung der Lorentz-Transformation die Definition x=ct verwendet wurde, dann verstehe ich nicht, wieso ich diese nicht verwenden darf. Man könnte auch die Vermutung haben, das nur bei Verwendung der Definition ein Bezug zum physikalischen Vorgang gegeben ist, der aber bei x-beliebiger Kombination von x und t verloren geht.
Meiner Ansicht darf x=c*t verwendet werden, d.h. du gibst dir einen Wert für t und multiplizierst ihn mit dem Wert der Lichtgeschwindigkeit und erhältst so x. Du kannst auch die Bewegung eines Lichtstrahls anhand von zwei Ereignissen im Ruhesystem festlegen und dann diese Punkte ins Bewegtsystem transformieren und erhältst dann z.B., wenn du den Differenzenquotient c'=(x'_2-x'_1)/(t'_2-t'_1) bildest einen Wert der mit c, also c=c', übereinstimmt. Der Nährwert solcher Transformationen ist aber der Nährwert auch anderer Transformationen und mathematischer Formeln und Strukturen, dass sie zur Verfügung stehen und jeder nach seiner Aufgabenstellung sie anwendet, was nicht bei der Herleitung festgelegt wird.
mfg