Hallo Highway,
irgendwie, irgendwo hast Du eine Denkblockade. Ist nicht bös gemeint – jeder hat mal so was irgendwann. Ich würde vorschlagen, dass Du die Einsteinsableitung, wo ein Lichtstrahl auf den Stab läuft, von der LT zu trennen. Ich habe eine Zeichnung extra für Dich angefertigt. Dort ist eigentlich alles wissenswertes angegeben. R (Rakete) ist eigentlich die Position der Ursprungskoordinaten von K´ zum Zeitpunkt des Ereignisses. In rot, was K sieht,
in blau was K´ nach Meinung von K sehen müsste, sodass LG in beiden IS invariant gemessen sein sollte.

Ich könnte das Ereignis auf eine Linie stellen, dann müssen aber die Nullen verschoben werden. Genauso könnte ich die R-Punkte auf eine Linie stellen, dann .....
Sonst, andere vermutete Fehlerquellen bei Dir:
Zitat:
„Wieso gehst du eigentlich über (x'*γ +vt = x bei t=0 für beliebige v) einfach hinweg?“
Weil diese Formel einfach falsch ist!!! Richtig ist x = (x´+v*t´)*y und bei t = 0 ist t´ nicht = 0.
Weil x´*y nicht = x2 ist – s. Zeichnung. Richtig wäre auch x = x´/y + vt
Zitat:
„Wieso beantwortest du mir denn nicht wieso y offenbar zum Zeitpunkt der Synchronisation, also wenn O und O' in beiden Koordinatensystemen Null sind, also deckungsgleich liegen (also vt = 0), wieso sagst du mir nicht warum die Lorenztransformation versagt?“
Langsam, ist ja kein Wunder, dass Du etwas durcheinander bringst, wenn Du dich an bestimmte Aussagen von 100% der Relativisten hältst.
Punkt 0 ist der Zeitpunkt, wo die Uhren gleich auf 0 gestellt werden, Synchronisation zu sagen, wäre falsch am Platz. In dem Moment
sehen beide IS tatsächlich vor Ort auf ihre Uhren = 0. Das nennt man Eigenzeiten. Die Relativisten verstehen das aber nicht und meinen t´ aus der LT sei die Eigenzeit. t´ ist aber die Zeit, die die bewegten Beobachter
nach Meinung der unbewegten SEHEN MÜSSTEN. Oder, wenn beide Koordinatenursprünge am gleichen Ort sind und ihre Uhren auf Null stellen,
ist t´ NICHT = 0. Du hast mir in diesem Punkt recht gegeben, meinst aber weiterhin, dass wenn t = 0 ist, muss auch t´= 0 sein und setzt in der Formel statt v*t´ v*t ein. Und das geht nicht.
Zitat:
„Oder willst du bestreiten, dass dort ein mathematischer Fehler vorliegt?“
Es ist also kein Fehler in der LT, sondern in den „Interpretationen“ der Relativisten und mancher Kritiker. Ich weiß, es ist nicht so leicht, obwohl einfach, die Formeln mit den Aussagen bei dieser Durcheinander zu verbinden – es dauert, bis man versteht, was davon falsch ist. Da die Relativisten immer noch nicht dahinter gekommen sind, glauben sie felsenfest an ein reales Zwillingsparadoxon.
Zitat:
„Einstein vertrat aber aus bekannten Gründen die Auffassung, das dies unzulässig sei und setzte b einfach zu Null.“
Ich weiß ehrlich nicht, was er zu Null gesetzt haben soll. Die Ableitung Einsteins von 1905 ist richtig unter der Prämisse, dass beide IS LG=c messen sollen, bzw. das behaupten.
Zitat:
„Dabei begeht er wieder den gedanklichen Fehler, das c = v sei!“
Nein, das tut er nicht. Mit v bewegt sich der Stab, mit c werden die Uhren auf dem Stab „synchronisiert“. c hat mit v nichts zu tun.
Den Rest, glaube ich, wirst Du dir jetzt selbst erklären. Wenn etwas noch unklar, dann bitte gezielt fragen.
Gruß
Ljudmil