Hatte mir deine Wiki-Website zu deiner MQED-Theorie auch einmal angesehen und will gerne meine unmaßgeblichen Gedanken dazu mitteilen.
Zuerst einmal stelle ich mir als Leser, Interpret und eventueller Kritiker die Frage, mit welcher Fragestellung ich an die vorgestellte Theorie heran gehen will. Grundkriterium wäre die Frage, wie jemand, der eine neue Theorie in Umlauf bringt, sich von dem Vorwurf der Beliebigkeit befreit. Denn "Theorien" mit gut klingenden Vokabeln notieren, kann fast jeder mit etwas Schulbildung. Die "Beliebigkeit" wird dadurch aufgehoben, dass an intersubjektives Verständnis appelliert wird, d.h. es muss irgendwo der Wille erkennbar sein, andere Fachleute zu überzeugen. So mit der ersten Frage an deinen Theorie-Text gewappnet, gewinne ich den Eindruck, dass du begrifflich an keine Erfahrungen anknüpfst und eine Neudefinition an die andere reihst und dann von einer nicht weiter begründeten Annahme zur nächsten schreitest. Einen Anspruch, andere physikalische Fachleute zu überzeugen, kann ich kaum erkennen.
1. Beispiel:
Annahme eines unendlichen, vollkommen einheitlichen Seienden, das verformt werden kann
Für Überzeugungsarbeit reicht es nicht aus etwas "anzunehmen", denn das ist beliebig und ich will alle damit verschonen, beliebige Grundannahmen für Theorien aufzulisten. Im Einzelnen geriete bereits die Annahme von Unendlichkeit unter Glaubwürdigkeitsdruck, denn der Einblick der erkennenden menschlichen Spezies ist optisch und vom Empfang der Radioteleskope her begrenzt und wenn darüber hinaus bedacht wird, dass Gravitation Wirkung auf den Verlauf von Lichtstrahlen hat, dann kann bereits die Beobachtung fernster Galaxien Trugschlüsse enthalten. Willst du dich tatsächlich hinstellen und behaupten, dass das Universum in der uns bekannten Form eine Ausdehnung von mehr als einer Trilliarde Lichtjahre, d.h. 10^21 Lichtjahre, oder 9,454254955*10^36 m hätte. Woher nimmst du die Fähigkeit über solche nicht mehr für Menschen sichtbare Entfernungen, Aussagen zu machen?
2. Beispiel:
1. Der Allstoff. Aus ihm besteht alles in der Welt, einschliesslich des vermeintlich leeren Weltraums.
Du nimmst eine funktionelle Grundsubstanz an, die grundlegend für ein Vakuum als auch für Materie sei. Nur - dies weißt du nicht und wirst dann mit Fragen konfrontiert, ob du das Universum als irgendeinen Zahlenraum ansiehst, wo die Bedingungen und Beziehungen ständig gerechnet und gespeichert werden. Oder ob du einen Raum mit kleinen Maschinen annimmst, die Klumpen bilden und somit Materie schaffen. Andere gehen von affinen Gummiräumen aus, die Verknotungen enthalten. Dies sind alles durchaus ernstzunehmende Ansätze, die nur darauf hinweisen sollen, in welcher Umgebung du dich bei einer solchen kosmologischen Annahme eines Allstoffes bewegst.
Dies waren nur Antworten auf die erste von vielen möglichen Fragestellungen an deinen Theorie-Text, d.h. es wirkt alles etwas unbegründet und beliebig, ohne dass eine Bemühung sichtbar ist, physikalische Fachleute zu überzeugen. Aber die Theorie steht am Anfang und du hättest bei Ernsthaftigkeit noch reichlich Zeit, nachzubessern und auch die eventuelle Kritik bei Live-Auftritten mit in die Theorie einzubeziehen.
mfg