Nicht von Bedeutung hat geschrieben:
. Ich würde ja fast behaupten, dass niemand wirklich eine eigene Theorie hat, weil alles irgendwie immer auf sog. gesichertem Wissen beruht. Wissen aber ist nur soweit gesichert, wie es nachvollziehbar bestätigt ist.
Hi Spacerat,
klar habe ich ne Theorie. Das dauert zwei Minuten und das Universum ist in seinen Grundzügen erklärt.

Was ist denn gesichertes Wissen? Soweit ich das richtig in Erinnerung habe, kommt das Wort Wissen aus dem Indogermanischen und bedeutet "ich habe gesehen".
Das heißt also, wer nicht kuckt, kann nichts wissen.
Im Gegenzug zu "gesehenem Wissen"

hat ein Formales System gerade mal mechanischen Charakter. Sehen kann man nix, aber man kann prüfen ob es funktioniert.
Was kann so ein formales System im Kern also beweisen? Maximal sich selbst, weil die u.a. Mathematik ein auf Axiomen aufgebautes formales System ist. Streng logisch werden aus diesen unwiderlegbaren Grundbausteinen alle weiteren Schlussfolgerungen erstellt und lassen sich immer wieder auf diese zurückverfolgen und somit beweisen. Das heißt, dass man auch in der Mathematik immer da landet, wo man angefangen ist.
Siehst du, es ist immer die Frage, wie man etwas interpretiert. Wirklich vollständig gesichertes Wissen gibt es nicht.
Das ist in groben Zügen der Unterschied zwischen Wissen und "wissentliche Anwendung".