Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Di 30. Okt 2018, 11:42

Lagrange hat geschrieben:Tja, schon wieder das Gleiche. Immer nur auf der Erde. Gibt's noch was? Offensichtlich nicht!

Ja und? Welchen Unterschied macht es ob sich die Erde oder die Sonne bewegt?
In beiden fällen müsste deiner Meinung ja was anderes gemessen werden, wird es aber nicht.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Di 30. Okt 2018, 11:51

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Tja, schon wieder das Gleiche. Immer nur auf der Erde. Gibt's noch was? Offensichtlich nicht!

Ja und?

Es wurde immer im gleichen Bezugssystem gemessen.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon fallili » Di 30. Okt 2018, 11:51

Hantierer hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:Die Rakete kann also beliebig viele Lorentz-Faktoren "annehmen", je nach betrachtetem IS.

....... und dann rechnest Du mir jetzt drei verschiedene Zeiten für die Rakete vor? Und wie oft soll ich mir das noch anhören? Es gibt nur eine Uhrzeit in der Rakete! (fett gekennzeichnet von fallili)

Das ist genau das Problem, welches viele Leute mit der SRT haben weil Sie das Konzept der relativen Zeit nicht verstehen.

Nehmen wir eine Uhr die einfacherweise nur das Jahr anzeigt und das "ganz normale" Zwillingsparadoxon.

Ein 30 Jähriger Raumschiffpilot fliegt 2020 im Raumschiff fort und kommt nach 50 Jahren zurück. Auf der Uhr im Raumschiff ist es 2070.
Auf der Erde sind wegen der ZD aber 100 Jahre vergangen.
Nun betritt jemand von der Erde mit seiner Uhr das nun wiedergekehrte Raumschiff.

Wie spät ist es nun für diesen?
Die Uhr des Erdmenschen zeigt 2120 . Die Uhr des Raumschiffpiloten zeigt 2070.
Was stimmt nun?
Der Raumschiffpilot kann ohne Problem darauf hinweisen, dass er nachweislich nur um 50 Jahre gealtert ist - das ist sogar plausibel und sichtbar, denn wenn er um 100 Jahre gealtert wäre, wär er garantiert schon tot.

Der Besucher von der Erde kann auch nachweisen, dass es schon 2120 ist, es lässt sich für völlig Ungläubige sogar anhand von diversen Filmen, welche die Ereignisse der Jahre 2020 bis 2120 zeigen, nachweisen, dass auf der Erde bereits 100 Jahre vergangen sind.
Daher haben beide mit ihrer Uhrzeit recht. Für den Erdbewohner ist es definitiv 2120 und für den Raumschiffpiloten ist es definitiv 2070.

Deine Aussage "Es gibt nur eine Uhrzeit in der Rakete" ist daher leider schlichtweg falsch. Dass die Uhr in der Rakete 2070 anzeigt, hift dem Besucher von der Erde gar nix - der wird deswegen nicht beim Besuch der Rakete um 50 Jahr jünger.

Beide haben recht mit ihrer Zeitangabe und beide haben ihre für sie gültige Zeit weil Zeit eben relativ ist.
Was die Uhr im Raumschiff anzeigt gilt nur für den Raumschiffpiloten der stets bei seiner Uhr geblieben ist. Für anders bewegte Beobachter würde sogar eine noch andere Zeit gelten und auch diese wäre richtig.

Zeit ist relativ und das bedeutet, dass sie vom Beobachter abhängig ist.
Das bedeutet auch, dass jeder bewegte Beobachter seine eigene Zeit "mitschleppt". Keine dieser Zeiten ist irgendwie bevorrechtigt - alle sind gültig und richtig.

Zeit ist relativ und was das heißt muss man sich eben wirklich klarmachen!
Zuletzt geändert von fallili am Di 30. Okt 2018, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Di 30. Okt 2018, 11:55

Hantierer hat geschrieben:Also der Sportwagen fährt in eine Richtung mit 150 km/h, er kann in diese Richtung nochmal um 150 km/h beschleunigen, aber dann ist Schluss. In die andere Richtung aber kann er erst negativ um 150 km/h beschleunigen und dann nochmal um 300 km/h positiv in die andere Richtung beschleunigen. Seine Höchstgeschwindigkeit ist richtungsunabhängig, wie die Maximalgeschwindigkeit c.

Er hat in die eine Richtung mehr Potenzial zu beschleunigen als in die andere Richtung.

Und was soll das nun erklären?

McMurdo hat geschrieben:Na zum Glück hat man ja auch Messungen mit Sonnenlicht gemacht und oh wunder, immer wurde nur die Lichtgeschwindigkeit des Sonnenlichts gemessen.


Aber einen Dopplereffekt müsste es doch geben, oder?[/quote]
Jop.
https://www.spektrum.de/lexikon/astrono ... -effekt/81
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Di 30. Okt 2018, 11:58

Lagrange hat geschrieben:Es wurde immer im gleichen Bezugssystem gemessen.

Und was macht das für einen Unterschied ob ich mich auf die Sonne oder die Sonne auf mich zubewegt?
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Di 30. Okt 2018, 11:58

fallili hat geschrieben:
Nehmen wir eine Uhr die einfacherweise nur das Jahr anzeigt und das "ganz normale" Zwillingsparadoxon.

Ein 30 Jähriger Raumschiffpilot fliegt 2020 im Raumschiff fort und kommt nach 50 Jahren zurück. Auf der Uhr im Raumschiff ist es 2070.
Auf der Erde sind wegen der ZD aber 100 Jahre vergangen.

Nehmen wir an, beide haben eine Lichtuhr. Welche Lichtuhr geht schneller? Keine. Die ZD ist symmetrisch.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Di 30. Okt 2018, 12:00

McMurdo hat geschrieben:
Lagrange hat geschrieben:Es wurde immer im gleichen Bezugssystem gemessen.

Und was macht das für einen Unterschied ob ich mich auf die Sonne oder die Sonne auf mich zubewegt?

Woher weißt du, dass du dich bewegst? Welcher Zwilling bist du?
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Di 30. Okt 2018, 12:01

Lagrange hat geschrieben:Nehmen wir an, beide haben eine Lichtuhr. Welche Lichtuhr geht schneller? Keine. Die ZD ist symmetrisch.

Was wäre der Unterschied wenn er eine Lichtuhr mitnimmt? Meinst du Zeit vergeht anders je nach dem was für eine Uhr ich mitnehme?
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Di 30. Okt 2018, 12:02

Lagrange hat geschrieben:Woher weißt du, dass du dich bewegst? Welcher Zwilling bist du?

Beantworte doch bitte erstmal meine Frage.
Im übrigen schmeisst du glaub ich gerade zwei Themen durcheinander. Wir beide sind gerade bei der LG, nicht beim Zwillingsparadoxon.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Di 30. Okt 2018, 12:07

Hantierer hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:Warten wir mal was Hantierer da so für einen Unterschied erklären will.


Also der Sportwagen fährt in eine Richtung mit 150 km/h, er kann in diese Richtung nochmal um 150 km/h beschleunigen, aber dann ist Schluss. In die andere Richtung aber kann er erst negativ um 150 km/h beschleunigen und dann nochmal um 300 km/h positiv in die andere Richtung beschleunigen. Seine Höchstgeschwindigkeit ist richtungsunabhängig, wie die Maximalgeschwindigkeit c.

Er hat in die eine Richtung mehr Potenzial zu beschleunigen als in die andere Richtung.


Genau, am Ende bewegt er sich einmal mit 150km/h und einmal mit 450km/h relativ zum Anfangssystem.
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