Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Mo 19. Nov 2018, 16:29

Lagrange hat geschrieben:Nicht? Was ist dann mit ZD und SRT? Gehen bewegte Uhren langsamer?

Jop, relativ zu dir bewegte Uhren gehen langsamer.
McMurdo
 

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Mo 19. Nov 2018, 16:29

Na, dann machen wir es doch mal so, wie es angeblich noch nie festgestellt wurde:

Vollständige Betrachtung des Myonenexperiments

Myonen entstehen in einer Höhe von ca. 15km infolge von Kernreaktionen.

Die so erzeugten Myonen bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von 99,98% der Lichtgeschwindigkeit durch die Erdatmosphäre. Dabei zerfallen sie mit einer mittleren Lebensdauer t=2,2 µs=2,2 10-6 s .
Erwartete Flugzeit eines Myons bei nichtrelativistischer Berechnung:
dt=dx/v=15∙10^3 m / (0,9998 ∙3,0∙10^8 m/s) =5,0 10-5s
Die Flugzeit des Myons ist bei nichtrelativistischer Berechnung also etwa 23-mal so groß wie die mittlere Lebensdauer t des Myons.
Es dürften demnach kaum Myonen aus der kosmischen Strahlung an der Erdoberfläche nachweisbar sein.

Das Gegenteil ist aber der Fall: Pro Quadratmeter und Sekunde werden auf Meereshöhe ca. 100 Myonen nachgewiesen.
Eine klassische Lösung liefert falsche Ergebnisse

Erklärung des Myonenexperiments mithilfe der relativistischen Zeitdilatation

Aus der Sicht des auf der Erde ruhenden Beobachters gehen die Uhren im bewegten Bezugssystem eines Myons langsamer: Während die „Uhr“ des bewegten Myons eine Sekunde misst, misst die Uhr des ruhenden Beobachters einen Lorentzfaktor ~50 . Damit erhöht sich die mittlere Lebensdauer eines Myons von t=2,2µs auf 50 t ~ 1,1 10-4s.
Das ist aber mehr als doppelt so lang, wie die oben berechnete Zeit, die das Myon benötigt, um die Erdoberfläche zu erreichen.

Erklärung des Myonenexperiments mithilfe der relativistischen Längenkontraktion

Die Erde bewegt sich in dem Bezugssystem, in dem das Myon ruht, mit der Geschwindigkeit v=99,98% auf das Myon zu.
Nach dem Relativitätsprinzip gilt die relativistische Längenkontraktion auch für die Entfernung, in der das Myon die Erde sieht: Sie reduziert sich von 15 km auf 1/50 15km=300 m.
Während seiner mittleren Lebensdauer t=2,2 µs kann das Myon aber die Strecke dx =v t = 0,9998∙3,0∙10^8 ms ∙2,2∙10−6 ~ 660 m zurücklegen.
Das ist mehr als doppelt so viel, wie die 300 m lange Entfernung, in der sich die Erde aus der Sicht des Myons aufgrund der relativistischen Zeitdilatation befindet.

Die SRT-Erklärung ist in sich Schlüssig mit den Messergebnissen. Falsifikation fehlgeschlagen.

Noch Fragen?
Mikesch
 
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Mo 19. Nov 2018, 16:32

Mikesch hat geschrieben:Noch Fragen?

Ich halte da ein paar Wetten welche Fragen gleich kommen. :D
Zuletzt geändert von McMurdo am Mo 19. Nov 2018, 16:36, insgesamt 1-mal geändert.
McMurdo
 

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Mo 19. Nov 2018, 16:34

McMurdo hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:Noch Fragen?

Ich halte da ein paar Wette welche Fragen gleich kommen. :D

Ich halte nicht dagegen. Teilen wir uns dein Einsatz brüderlich. Ich habe nichts gesetzt :D .
Mikesch
 
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Mo 19. Nov 2018, 16:39

Mikesch hat geschrieben:Ich halte nicht dagegen. Teilen wir uns dein Einsatz brüderlich. Ich habe nichts gesetzt :D .

Abgemacht :D
McMurdo
 

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Harald Maurer » Mo 19. Nov 2018, 16:40

<em>Mikesch</em> hat geschrieben:Erklärung des Myonenexperiments mithilfe der relativistischen Längenkontraktion

Die Erde bewegt sich in dem Bezugssystem, in dem das Myon ruht, mit der Geschwindigkeit v=99,98% auf das Myon zu.
Nach dem Relativitätsprinzip gilt die relativistische Längenkontraktion auch für die Entfernung, in der das Myon die Erde sieht: Sie reduziert sich von 15 km auf 1/50 15km=300 m.
Während seiner mittleren Lebensdauer t=2,2 µs kann das Myon aber die Strecke dx =v t = 0,9998∙3,0∙10^8 ms ∙2,2∙10−6 ~ 660 m zurücklegen.


Du merkst die Einseitigkeit Deiner Betrachtung nicht?
Es muss auch gelten: Das Myon bewegt sich in dem BS, in dem die Erde ruht, mit v=99,98 % der LG auf die Erde zu.
Nach dem Relativitätsprinzip gilt die relativistische Längenkontraktion auch für die Entfernung, in der die Erde das Myon sieht: Sie reduziert sich von 15 km auf 1/50 15km=300 m.

Wann und wo wurden diese 300 m gemessen?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon McMurdo » Mo 19. Nov 2018, 16:43

Harald Maurer hat geschrieben:Wann und wo wurden diese 300 m gemessen?

Im Bezugssystem der Myonen.
McMurdo
 

Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Mikesch » Mo 19. Nov 2018, 16:49

Harald Maurer hat geschrieben:
<em>Mikesch</em> hat geschrieben:Erklärung des Myonenexperiments mithilfe der relativistischen Längenkontraktion

Die Erde bewegt sich in dem Bezugssystem, in dem das Myon ruht, mit der Geschwindigkeit v=99,98% auf das Myon zu.
Nach dem Relativitätsprinzip gilt die relativistische Längenkontraktion auch für die Entfernung, in der das Myon die Erde sieht: Sie reduziert sich von 15 km auf 1/50 15km=300 m.
Während seiner mittleren Lebensdauer t=2,2 µs kann das Myon aber die Strecke dx =v t = 0,9998∙3,0∙10^8 ms ∙2,2∙10−6 ~ 660 m zurücklegen.


Du merkst die Einseitigkeit Deiner Betrachtung nicht?
Es muss auch gelten: Das Myon bewegt sich in dem BS, in dem die Erde ruht, mit v=99,98 % der LG auf die Erde zu.
Nach dem Relativitätsprinzip gilt die relativistische Längenkontraktion auch für die Entfernung, in der die Erde das Myon sieht: Sie reduziert sich von 15 km auf 1/50 15km=300 m.

Wann und wo wurden diese 300 m gemessen?

Grüße
Harald Maurer

??? Es werden 15km gemessen. Warum sollte man die nochmal kontrahieren? Die Myonen fliegen doch gar nicht 300m im BS Erde.
Umgekehrt ist es doch auch so: Warum sollte man die 2,2µs im eigenen System nochmal dilatieren lassen?

Man hat die Länge aus dem BS Erde und die Zeiten aus BS Myon doch.
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Harald Maurer » Mo 19. Nov 2018, 16:52

McMurdo hat geschrieben: Harald Maurer hat geschrieben:
Wann und wo wurden diese 300 m gemessen?


Im Bezugssystem der Myonen.

Im Bezugssystem der Erde also nicht? Obwohl sich das Bezugssystem Myon mit fast LG nähert? Wo bleibt die Längenkontraktion der Strecke? Wo bleibt das RP?

Grüße
Harald Maurer
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Re: Die Grundannahmen der Relativitätstheorie

Beitragvon Lagrange » Mo 19. Nov 2018, 16:53

Mikesch hat geschrieben:Erklärung des Myonenexperiments mithilfe der relativistischen Zeitdilatation


Dass du abschreiben kannst ist klar. :lol:

Wenn das RP gilt, muss das Gleiche auch umgekehrt genau so ablaufen. Die Myonen auf der Erde dürfen beim Eintreffen von bewegten Myonen nicht bereits zerfallen sein. :lol:

Sondern genau umgekehrt. Ihre Anzahl muss viel größer sein als die Anzahl der bewegten Myonen. :lol:
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