Raumstation und Heliumballon

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Gezeiten

Beitragvon rmw » So 11. Apr 2010, 16:50

Highway hat geschrieben:Insofern würde ich in erster Näherung annehmen, dass sich eine Rotation einstellen muss, weil Moleküle oberhalb des gedachten neutralen Zentrums eine andere Geschwindigkeit haben müssen als Moleküle unterhalb des gedachten Zentrums, und das mit umgekehrten Vorzeichen, um a Richtung Zentrum des Orbits konstant zu halten.

Die Moleküle oberhalb des Zentrums haben eine größere Geschwindigkeit, aber gleiche Winkelgeschwidigkeit (omega, ich verwende aus Bequemkichkeit einfach w dafür). Die Beschleunigung a istdeshalb auch eine andere, das sind ja die Gezeitenkräfte. Es folgen also daraus die Gezeitenkräfte, die wir insbesondere auf der Erde eben in Form der Gezeiten feststellen. Eine Rotation folgt daraus nicht.

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Re: g

Beitragvon Ernst » So 11. Apr 2010, 17:45

Highway hat geschrieben:
Eben nicht. Dein Szenario beinhaltet, dass die rotierende Masse Energie an die Umgebung verlieren kann. Meines ging davon aus, das dies nicht möglich ist, weil im Vakuum. Ist der Orbit hinreichend hoch genug über der Erde, dann findet das von dir beschriebene Szenario nicht statt. Dann kann keine Energie an die Umgebung abgegeben werden, dann muss das über den Puls geregelt werden.

Nochmal. Fliegt ein Satellit reibungsfrei auf einem stabilen Orbit und will man ihn auf einen höheren Orbit bringen, so muß man ihn beschleunigen. Die so erhöhte kinetische Energie und ein Teil der vorher vorhandenen kinetischen Energie wird beim Aufstieg in den höheren Orbit in potentielle Energie umgewandelt, so daß er auf der höheren Bahn schließlich mit einer kleineren Geschwindigkeit fliegt als vorher auf der tieferen.

Dann erkläre mir doch bitte, wie du dann die Beziehung a=ω²r erfüllen möchtest,

a ist doch für die verschiedenen Punkte im stabilen Satelliten keine Konstante. a bezieht sich auf den Schwerpunkt. Und dieses a hält sich im Gleichgewicht mit der gravitativen Beschleunigung ebenfalls im Schwerpunkt. Außerhalb des Schwerpunktes ist das Gleichgewicht gestört und es entsteht der Gezeiteneffekt.

Gruß
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Re: g

Beitragvon Trigemina » So 11. Apr 2010, 18:56

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...so muß man ihn beschleunigen...[...]...so daß er auf der höheren Bahn schließlich mit einer kleineren Geschwindigkeit fliegt als vorher auf der tieferen.


:!: :arrow: :?:


Das stimmt schon was Ernst geschrieben hat. Die Bahngeschwindigkeiten verringern sich mit zunehmendem Abstand vom Gravitationszentrum!

v= sqrt(M*G/r)

Gruss
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Re: g

Beitragvon Trigemina » So 11. Apr 2010, 20:31

Hallo Highway

Highway hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Das stimmt schon was Ernst geschrieben hat. Die Bahngeschwindigkeiten verringern sich mit zunehmendem Abstand vom Gravitationszentrum!

Das habe ich doch überhaupt nicht abgestritten.
Ich habe nur behauptet, bzw. Newton behauptet anhand von a=ω²r, dass man die Geschwindgkeit veringern muss um einen höheren Orbit zu erreichen.


Das ist eindeutig falsch. Man muss in der Tat die Geschwindigkeit erhöhen (Schub geben), um in eine höhere Umlaufbahn mit geringerer Orbitalgeschwindigkeit zu gelangen. Die höhere potentielle Energie auf einer höheren Umlaufbahn erfordert einen entsprechenden Energieaufwand.

Das bedeutet unter anderem auch, das die Bahngeschwindigkeit im höheren Orbit geringer ist. Oder - mit anderen Worten: ω muss kleiner werden.


Das ist richtig.

Gruss
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Trigemina » So 11. Apr 2010, 20:58

Chief hat geschrieben:Was ist jetzt richtig?


Statt dauernd dein Unverständnis zu untermalen und alberne Fragen zu stellen, könntest du ja mal selber darüber nachdenken. Oder ist dir langweilig?

http://de.wikipedia.org/wiki/Vis-Viva-Gleichung

Gruss
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Trigemina » So 11. Apr 2010, 21:30

Stimmt es etwa nicht, dass man Schub geben muss (die Geschwindigkeit erhöhen muss), um von einer tieferen auf eine höhere Umlaufbahn zu gelangen?
Die Himmelsmechanik ist kein Perpetuum Mobile.

EOD
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Hannes » So 11. Apr 2010, 21:44

Hallo Trigemina !

    "Stimmt es etwa nicht, dass man Schub geben muss (die Geschwindigkeit erhöhen muss), um von einer tieferen auf eine höhere Umlaufbahn zu gelangen?
    Die Himmelsmechanik ist kein Perpetuum Mobile."


Ist einwandfrei richtig !Die kurzzeitige Beschleunigung wird dann durch den
Anstieg wieder aufgebraucht.
Durch den höheren Orbit (schwächere Gravitation)
ist dann eine geringere Geschwindigkeit zur Erhaltung der Bahnhöhe notwendig

Hannes
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Re: g

Beitragvon Ernst » Mo 12. Apr 2010, 11:12

Chief hat geschrieben:
Was ist jetzt richtig?
Die Geschwindigkeit erhöhen um sie dann geringer werden zu lassen?

Ja. die erhöhte kinetische Energie wird beim Höhengewinn in potentielle Energie umgewandelt, wodurch sich die Geschwindigkeit verringert.

Gruß
Ernst
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Ernst » Mo 12. Apr 2010, 11:14

Highway hat geschrieben: Rotiert es jetzt oder nicht?

Nein. Der ehemals runde Ballon wird zum Ei.

Gruß
Ernst
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon scharo » Mo 12. Apr 2010, 14:59

Hallo Chief,

„Was ist jetzt richtig?
Die Geschwindigkeit erhöhen um sie dann geringer werden zu lassen?“


Zu recht fragst Du.
Ich finde auch, dass einige Teilnehmer v-Bahn mit ω verwechseln und somit Unsinn behaupten. :o
Um höhere Bahn zu erreichen, wird natürlich die Bahngeschwindigkeit erhöht und nichts wird dann „langsamer“, nichts wird aufgebraucht. Kleiner wird jedoch ω (Winkelgeschwindigkeit), um in Orbit zu bleiben, sonst fliegt das Ding weg.
Die eingesetzte Ekin bleibt Ekin – eine Epot ist bei einem Sat = 0 und bleibt 0.

Auch nach meiner Meinung müsste der Ballon sich in der Mitte orientieren; nicht rotieren, zumindest nicht um die quer zur Flugrichtung und tangential z. Erde Achse; müsste eiförmig (Ellipse) werden.

Gruß
Ljudmil
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