Das Prinzip des Seins

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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Mi 28. Apr 2010, 23:02 
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Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
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fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Ich denke doch, dass ich hier richtig informiert bin. Wie man an der folgenden Skizze erkennen kann, hast du für deine Messung geschlossene Lichtpfade verwendet:


Wie Ernst schon richtig beschrieben hat, liegen im Jupiter Experiment keine geschlossenen Lichtpfade vor. Die Laufzeiten der Signale vom Jupiter bis zu den Messstationen sind in der Messung nicht inbegrffen und es werden nur Signale gemessen, die aus derselben Ebene der Jupiter-Wellenfront stammen. Es handelt sich um Einwegmessungen von A nach B und B nach A, wobei die Signale aus der Wellenfront praktisch der Synchronisation dienen - in der Annahme, dass diese Signale (identifizierbare Peaks!) dann gleichzeitig entnommen werden, wenn die Wellenfront genau parallel zur Bewegung der Messbasis verläuft. Ein geschlossener Lichtpfad läge dann vor, wenn die Schenkelstrecken des Dreiecks in der Messung inbegriffen wären, also die Messstrecke vom Jupiter nach A und dann nach B verliefe. Das ist nicht der Fall.

Geschlossene Lichtpfade haben wir beim MM, beim Sagnac, beim Michelson-Gale, beim Fizeau und beim Höck u.a. Mit all diesen Messmethoden hat das Jupiter Experipent keine Ähnlichkeit. Es liegt z.B. keine Anwendung eines Interferometers vor, um eine allfällige Differenz von Signalen festzustellen, sondern eine unmittelbare Messung auf dem Oszilloskop. Die in der Wellenfront vorhandenen Peaks werden gleichzeitig entnommen (absolute Gleichzeitigkeit), eines verbleibt quasi beim Oszilloskop und wird mit einer genau abgemessenen Verzögerung auf dem Schirm dargestellt, das andere wird von der anderen Station gesendet und mit dem verzögerten verglichen. Der Vergleich ermöglicht eine recht genaue Ermittlung der Laufzeit von einer Station zur anderen. Das Prinzip ist so überraschend einfach, dass die wissenschaftlichen Berater und die am Experiment beteiligten Fachleute eine Weile brauchten, bis sie es verstanden haben. Das Neue daran ist die direkte Verfolgbarkeit eines Peaks und die damit verbundene unmittelbare Einwegmessung - vorausgesetzt, es wird sorgfältig gearbeitet. Einige AC-Diskussionsteilnehmer haben das Prinzip nach einiger Zeit recht gut verstanden und sich daher auch kritisch auf die Ausrichtung der Messbasis konzentriert. Natürlich haben sie versucht, das Experiment zu widerlegen - aber auf die Idee, es handle sich um geschlossene Lichtpfade ist keiner von ihnen gekommen. Weil es eben nicht zutrifft.

Der wesentliche Punkt im Experiment ist die Verzögerung der Synchronsignale. Diese ganz wichtige Vorgangsweise wird noch nicht von allen nachvollzogen und von einigen sogar als Fehler deklariert. Die Veröffentlichung des tatsächlichen Experimentes wird daher sehr ausführlich ausfallen müssen, denn der Zweck des Experimentes ist es, zur Nachahmung anzuregen. Denn alle bisher durchgeführten Experimente mit geschlossenen Lichtpfaden (auch im Teilchenbeschleuniger liegen solche vor) führen nicht zum Ziel. Da haben Mansouri und Sexl zweifellos recht. Die Gleichstellung der Synchronisation mit Lichtsignalen und jener durch langsamen Uhrentransport geht wohl primär darauf zurück, dass man auch von den Uhren annimmt, dass sie nicht absolut gleichzeitig laufen. Bekanntlich dilatiert der Gang einer bewegten Uhr lt. SRT um den Lorentzfaktor, bei Lorentz dilatiert sie (falls sie nicht im Äther ruht) um den Faktor xv/c^2. Wie immer es auch sei, wir haben jedenfalls beide Synchronmethoden vermieden und extern synchronisiert und die Gleichzeitigkeit auf die beschriebene Weise absolut definiert. Dass Relativisten das nicht akzeptieren werden, war vorauszusehen - und deshalb wird unsere Methode erst dann Gewicht haben, wenn das Experiment mit gleichem Ergebnis reproduziert worden ist. Die Zeit ist reif dafür, denn das Instrumentarium, das für derartige Messungen genau genug ist, kann man heutzutage schon mit relativ geringen Mitteln erwerben. Das war ja nicht immer so.

Dass das Jupiter Experiment prinzipiell in der Lage ist, eine allfällige Anisotropie der Lichtausbreitung aufzuzeigen, ist übrigens unbestritten. Kritisiert wird lediglich die Art der Durchführung bzw. der Publikation. Abgesehen davon, dass das Experiment noch gar nicht wissenschaftlich veröffentlicht ist, verlassen wir uns sehr darauf, dass jemand den Mut und die Mittel hat, das Experiment prinzipiell zu reproduzieren.

Grüße
Harald Maurer


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Do 29. Apr 2010, 05:48 
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fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Und wenn eine meiner Behauptungen, die ich alle wohlbegründet und belegt habe, "unsinnig" ist, dann hast du das auch zu belegen und nicht nur zu behaupten.

Es ist gerade deshalb unsinnig, weil Du überhaupt nichts "wohlbegründet" hast, sondern ohne nähere Kenntnis der Versuchsprinzips "unbegründete" Behauptungen veröffentlichst. Die leicht verfügbaren Quellen hast Du ganz offenbar ignoriert und willst trotzdem dieses Experiment herunterputzen:

Zitat:

Zitat:
Und genau deshalb haben wir beim Jupiter Experiment eine absolute Gleichzeitigkeitsdefinition angewandt, die ohne Uhren und ohne Einstein-Synchronisation auskommen musste!
Aber vergebliche, da sich mit geschlossenen Lichtpfaden keine Effekte erster Ordnung messen lassen.

"Aber vergebliche"; das ist schon eine dreiste Behauptung und da mußt Du Dich über eine entsprechnede Reaktion nicht wundern.

Die in AC und auch hier erfolgte teilweise kontroverse Diskussion beinhaltete ausschließlich die Genauigkeit der Randbedingungen. Auf den abwegigen Gedanken, daß es sich nicht um die Differenz zweier Einwegmessungen handelt, ist noch niemand gekommen.
.
.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Do 29. Apr 2010, 14:08 
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Registriert: So 4. Jan 2009, 09:06
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Hallo contravariant,

Zitat:
„Du willst also bestreiten, dass es eine sinnvolle Annahme ist, dass hin- wieder zurücktransformieren auf das ursprüngliche BS führt?“

Wie kommst Du auf diese Idee?

Zitat:
„Nein das schreibt er nicht. Vergleiche halt mal die beiden Formeln (beide Seite 900):
eta = a*c/sqrt(c^2 - v^2)*y = (was ja nichts anderes ist als) = a*beta*y
und
eta = phi*y
Daran kann man ablesen, dass phi=a*beta ist. Einstein leitet dann her, dass phi=1 gilt und damit ist dann, 1=phi=a*beta => a=1/beta.“

Wie kommt er auf die Idee, eine erfundene Funktion (a) in alle drei Achsen einzusetzen, wenn dTau/dy = 0 und dTau/dz = 0, wie auch eta = y, sowie zeta = z???
Wie kommt er auf die Idee, eine (a) ohne Begründung einzusetzen, dann sie irgendwie zu verrechnen und wo anders, erneut unbegründet einzuschmuggeln???
Wie kommt er (Du, Ihr) auf die Idee, eine aus den anderen Richtungen gewonnene beta in der xi zu „verrechnen“ – wo ist die Begründung dafür???
Besonders, wenn er nur einen Lichtstrahl in Richtung der wachsenden xi aussendet. Was haben die anderen Ausbreitungsrichtungen mit dem Geschehen auf der x-, bzw. xi-Achse zu tun???

Ist Euch lieber, wenn man statt „er hat die Wurzel eingeschmuggelt“ – „er hat a eingeschmuggelt“ zu sagen?

Das war ja der Sinn der Lorentz LK - bei MM verspätet sich der Strahl in Querrichtung mit „beta“ in Bewegungsrichtung mit „beta“². Die fehlende Differenz von „beta“ „erklärt“ Lorentz mit der reale LK in Ätherrichtung. Womit erklärt Albert die verschwundene „beta“ in Bewegungsrichtung?

Wieso schreibt er Anfangs a sei eine Funktion phi(v), was a=phi(v) bedeutet, dann am Ende phi(v) = 1 zu bekommen und so die zwischenzeitliche Mogeleien mit a zu verstecken???

Das nennt man billige Mogelei und sonst nichts! :lol:

Gruß
Ljudmil


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Do 29. Apr 2010, 15:14 
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Registriert: So 4. Jan 2009, 09:06
Beiträge: 688
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Liebe Trigemine,

Zitat:
„Der Nullpunkt eines Koordinatensystems kann beliebig gewählt werden. Entsprechend ändern sich die Koordinatenwerte für ein Ereignis als raumzeitlicher Abstand vom Koordinatenursprung.
Man kann z.B. in S den Nullpunkt auf der x-Achse um 10 Einheiten nach links verschieben, so dass dem ursprünglichen Koordinatenwert von [x=3] neu der Wert [x=13] zugeordnet würde. Man kann auch den Nullpunkt auf der Zeitachse um beliebige Einheiten verschieben und entsprechend den neuen Koordinatenwert t des Ereignisses in S bestimmen. Genauso gut hätte man den Koordinatenursprung auf den raumzeitlichen Ereignispunkt legen können.“

In Verbindung mit der negativer Zeit nennt man das Unsinn, oder, wenn Dir lieber ist, Unwissen.
Wenn der Starpunkt verschoben ist, ändert sich die LT entsprechend so:
x´= [(x +/- x0) – v*(t +/- t0)]*y
x0, t0 = Versatz

Die negative Zeit im Beispiel hat damit nichts zu tun.

Die übliche LT, wo x´ = (x – v*t)*y, bzw. t´= (t – v*x/c²)*y, bezieht sich immer für zwei IS mit gemeinsamen Koordinatenursprung bei
x = 0 und t = 0 (Start). Da ist nichts, absolut nichts versetzt und trotzdem kann eine negative t´ bei positiver t auftauchen. Warum – das kannst Du offensichtlich nicht erklären.
Und wenn Du es schaffst, dann hast Du die SRT verstanden, dann kommst Du aber in unseres Lager. :P

Gruß
Ljudmil


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Do 29. Apr 2010, 17:19 
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Lieber Ljudmil
scharo hat geschrieben:

Die negative Zeit im Beispiel hat damit nichts zu tun.

Ich hatte ja an Tria bereits geschrieben. Ursache negativer Zeiten ist ganz einfach die RdG. Sie weiß das mit Sicherheit, nur hat sie es etwas verschwommen dargestellt. Ein Lagerwechsel kommt damit für sie eher nicht in Betracht. ;)

Liebe Grüße
Ernst


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Do 29. Apr 2010, 18:08 
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Hallo,

Zitat:
Wie Ernst schon richtig beschrieben hat, liegen im Jupiter Experiment keine geschlossenen Lichtpfade vor.


hätte dieses vorgelegen, dann wäre der Hass nicht dermaßen groß gewesen.

Gruß

Sebastian


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Do 29. Apr 2010, 20:00 
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Registriert: Sa 14. Feb 2009, 20:16
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scharo hat geschrieben:
Wie kommst Du auf diese Idee?

Du lehnst meine Rechnung ohen phi aus unerfindlichen Gründen ab. Insbesondere scheinen die meine Bestimmungsgleichungen für a(v) nicht zu passen. Ich habe mich kurzzeitig der irrigen Annahme hingegeben, dass diese Ablehnung rationale Gründe hätte. Aber offensichtlich liegt wieder der, Relativisten haben a) immer unrecht und b) lügen sie sowieso, Grundsatz vor.

EDIT: Übrigens hier schmuggelst du auch plötzlich andere Variabelen in die GLeichung ein:
P = m*v = F*t. (Und das was da steht gilt auch nur in bestimmenten Fällen, aber lassen wir das)
- Einstein macht nicht viel anderes, er setzt für eine Größe einen anderen Ausdruck ein. Genau was du da auch für v machst.

scharo hat geschrieben:
Wie kommt er auf die Idee, eine erfundene Funktion (a) in alle drei Achsen einzusetzen, wenn dTau/dy = 0 und dTau/dz = 0, wie auch eta = y, sowie zeta = z???
Wie kommt er auf die Idee, eine (a) ohne Begründung einzusetzen, dann sie irgendwie zu verrechnen und wo anders, erneut unbegründet einzuschmuggeln???
Wie kommt er (Du, Ihr) auf die Idee, eine aus den anderen Richtungen gewonnene beta in der xi zu „verrechnen“ – wo ist die Begründung dafür???
Besonders, wenn er nur einen Lichtstrahl in Richtung der wachsenden xi aussendet. Was haben die anderen Ausbreitungsrichtungen mit dem Geschehen auf der x-, bzw. xi-Achse zu tun???

Die Funktion a ist nicht erfunden, sondern stammt aus der Lösung der DGL auf Seite 899. Das a wird auch nirgendwo eingeschmuggelt, sondern xi, eta und zeta sind bekannt, in Abhängigkeit von tau. Und in dem Ausdruck für tau taucht a auf. Durch Einsetzen kommt man dann auf die Ausdrücke auf Seite 900. Bei diesen fällt dann auf, dass sie alle den Faktor 1/sqrt(1-v^2/c^2) enthalten. Wobei 1, v, c in allen Ausdrücken gleich ist. Damit ist es völlig legitim und korrekt, diesen Ausdruck zu bennen (frag mich bitte nicht warum ausgerechnet mit beta, ich weiss es nicht und es ist auch völlig irrelevant) und diesen neunen Namen dann weiterzuverwenden, und zwar in allen vier Gleichungen.


Zuletzt geändert von contravariant am Do 29. Apr 2010, 20:17, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Do 29. Apr 2010, 20:03 
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Registriert: Do 1. Jan 2009, 13:35
Beiträge: 1224
Hallo,

Zitat:
Aber offensichtlich liegt wieder der, Relativisten haben a) immer unrecht und b) lügen sie sowieso, Grundsatz vor.


das sind dann ja zwei Grundsätze auf einmal.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Do 29. Apr 2010, 20:44 
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Registriert: Sa 14. Feb 2009, 20:16
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Sebastian Hauk hat geschrieben:
Hallo,
das sind dann ja zwei Grundsätze auf einmal.

Ich bin schwer beeindruckt. Du hast innerhalb von 3 Minuten bis 2 gezählt! Da erstarrt so mancher Erstklässler in Ehrfurcht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???
BeitragVerfasst: Do 29. Apr 2010, 20:48 
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Registriert: Do 1. Jan 2009, 13:35
Beiträge: 1224
Hallo,

und so mancher Relativist.


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