Was ist so? Es ist klar, dass die Gravitationskonstante G=g*r²/M ist. Wird ein Probekörper der Masse m mit Kraftmesser in ein Gravitationsfeld gebracht, so zeigt der Kraftmesser die Kraft F, welche mit F=m*g errechnet werden kann. Somit gilt nach Einsetzung für g: G=(F/m*r²)/M==F*r²/(m*M) und in bekannter Form F=G*m*M/r². Da die Einheit der physikalischen Größe Kraft unterschiedlich angegeben werden kann - aber auch durch [F]=kg*m/s²=N, kann die Beschleunigung dort, wo mit Kräften gerechnet wird, auch ins Spiel gebracht werden, insofern also wie oben angegeben: g1=F/m=G*M/r² oder a1=F/m1=G*m2/r². Solche Terme können auch addiert werden. Was soll damit dann ausgesagt oder gezeigt werden?
Harald Maurer hat geschrieben:Das wurde z.B. hier
http://www.pandualism.com/z/f33.htmlsehr gut beschrieben:
[color=#404080]Man stelle sich zwei im Raum ruhende Massenpunkte M1 und M2 vor, wobei der zweite die dreifache Masse des ersten hat. Beide Massenpunkte erzeugen unabhängig voneinander eine
Beschleunigung ihrer Umgebung. Da zu jedem Zeitpunkt M1 dreimal so stark zu M2 beschleunigt wird wie umgekehrt, hat M1 zu jedem Zeitpunkt die dreifache Geschwindigkeit von M2 und legt folglich die dreifache Distanz bis zum Zusammenstoss zurück. Es ist das gleiche Ergebnis, das man auch mittels der Newton'schen Axiome erhält.
Um eine Masse als Gravitationszentrum können räumlich mehrere Feldarten gedacht werden: Ein Kraftfeld, ein Beschleunigungsfeld, ein Druckfeld (bei Umhüllung durch Gaskörper). Man arbeitet dann mit dem mathematisch-physikalischen Konstrukt, welches man für seine Zwecke benötigt. Allerdings klingt es dann etwas unrund, wenn man jetzt sagt, dass das Beschleunigungsfeld bedeutungsvoller ist als das Kraftfeld. Ich weiß jetzt nicht, was die gesamte Debatte und das Zitat hier soll, denn es wird von freier Beweglichkeit ausgegangen - da zweifelt ja niemand an der richtigen Verwendung des Begriffes Beschleunigung.
Harald Maurer hat geschrieben:Dass es keine Anziehungskraft ist, sondern eine Beschleunigung, die uns auf dem Globus festhält, ist nicht sofort verständlich. Besonders nicht, wenn man die allgemeine Defintion für Beschleunigung nachschlägt und liest, das gäbe es nur bei Geschwindigkeits - oder Richtungswechsel.
Es ist nicht sofort verständlich, weil der Begriff es nicht her gibt, einen Stillstand als Beschleunigung zu bezeichnen. Insbesondere würdest du einer per Gegenkraft gestoppten Masse im Gravitationsfeld dann immer noch dieselbe Beschleunigung zuschreiben wie zuvor bei der freien Bewegung. Und konsequenterweise müsstest du, wenn solche Denkweise beibehalten werden soll, dann Geschwindigkeiten bei Stillstand zuschreiben müssen und dort, wo keine Strecke oder Länge vorhanden wäre, würde dann eine Strecke existieren. Die Umdeutung von Begriffen und Begriffsinhalten erfreut sich zwar großer Beliebtheit, doch überzeugend ist es nicht, wenn es plötzlich heißt, dass Häuser an Bäumen wachsen und Äpfel in der Apfelbäckerei gemacht werden.
Harald Maurer hat geschrieben:Das ist zwar richtig, aber Beschleunigung ist nicht nur eine Wirkung, sondern auch eine Ursache. Wenn ich in meinem beschleunigenden Auto in den Sitz gedrückt werde, dann ist es keine Anziehungskraft des Sitzes, das mich drückt, sondern die Beschleunigung, die solange wirkt und aufrecht bleibt, solange das Auto beschleunigt. Die Druckkraft, die entsteht, ist die Folge, dass der Sitz mich daran hindert, der Trägheit zu folgen, es ist aber nicht diese Druckkraft und auch nicht die Anziehungskraft und auch nicht primär die Trägheit, sondern die Beschleunigung des Autos, welche die entgegengesetzte Beschleunigung (actio-reactio) verursacht, die bloß vom Sitz behindert wird.
Es gibt den Begriff der Wirkungskette und in einer solchen ist dann die eine Wirkung wiederum Ursache für den nächsten Vorgang. Wenn du von der Beschleunigung eines Automobils sprichst, dann wäre die primäre Ursache die Motorkraft, welche über die physikalischen Größen Weg und Geschwindigkeit dann eine Beschleunigung verursacht. Wie du angedeutet hast, kann das Phänomen des "in die Sitze gepresst werdens" durch Massenträgheit oder dadurch beschrieben werden, dass "Massen das Bestreben haben, in ihrem alten Bewegungszustand zu beharren". Wenn der Sitz seinen Bewegungszustand ändert, der Köröer aber in seinem alten Bewegungszustand beharren will, dann kommt es primär zu einer Kraftwirkung auf den Körper, so dass auch dieser beschleunigt wird.
Harald Maurer hat geschrieben:Die allgemeine Definition der Beschleunigung kann jeder bei Wiki nachschlagen. Aber das Wort "Schwerebeschleunigung" hat sich kein Genie aus den Fingern gesaugt, und es ist auch nicht nur ein allgemeiner Sprachgebrauch, sondern bezeichnet eben treffend den Umstand, dass Beschleunigung nicht nur erlitten, sondern auch ausgebübt werden kann. Auf den Punkt gebracht hat das Einstein mit seiner ART.
Wer meine Arbeiten gelesen hat, weiß, dass ich die ART etwas anders betrachte als die SRT.
Auf die Orgie, die nocheinPoet hier veranstaltet, weil er vermeint, einen Fehler eines Diskussions"gegners" aufzudecken, gehe ich gar nicht näher ein. Dass man eine andere Meinung hat, kann man mit einem einzigen Satz sagen!
Wie oftmals gesagt, beruht die Menschenwelt, damit Sprache stattfinden kann, u.a. auf Begriffen. Wenn jetzt in einer Region die Begriffsinhalte einfach umgetauscht würden, wäre keine Kommunikation mehr möglich und Technik könnte nicht mehr funktionieren. Hierzu gibt es das Instrument der Begriffs-Explikation, d.h. die Erörterung dessen, was alles zu einem Begriff in einem bestimmten Sprachraum und einer bestimmten Region der Welt gehört.
mfg