Trigemina hat geschrieben:
Bei Annahme des Existenz des Äthers findet bei der Bewegung der Lichtquelle (Stern oder Planet) relativ zum Äther keine Aberration statt, sondern nur eine Verschiebung innerhalb desjenigen Zeitintervalles, in welchem das Licht zum Beobachter (Erde) gelangt.
Diese Verschiebung, Winkel zwischen der wahren Richtung nach der Lichtquelle und der scheinbaren Richtung (z.B. Planetenaberration) ist im Falle der gleichmäßigen geradlinigen Bewegung im Betrage gleich der Aberration des Lichts.
Das ist korrekt. Geometrisch gesehen handelt es sich um einen identischen Vorgang. Der Effekt ist gleich, nach Betrag und Richtung. Der Verfasser ersetzt wegen der unterschiedlichen Erklärung des Effektes die Bezeichnung Aberration durch Verschiebung.
Das ist nicht mit dem von den Astronomen als
Verschiebung bezeichneten Effekt zu verwechseln. Der hat mit Aberation und Kuritzkis "Verschiebung" überhaupt nichts zu tun. Die astronomische Verschiebung ist ein Parallaxeneffekt, der durch eine infolge der Bewegung auftretende veränderte Perspektive auf hintereinanderliegende Sterne entsteht. Es ist ein Parallaxeneffekt.
http://www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/physik/36:
Zitat:
Die (jährliche) Aberration wurde 1728 von J. Bradley bei der Messung von trigonometrischen Parallaxen entdeckt. Dies sind winzige jährliche Verschiebungen der Sternörter naheliegender Sterne gegenüber den weiter entfernten Hintergrundsternen, die durch die Verschiebung der Position des Beobachters infolge der jährlichen Bewegung der Erde verursacht werden, aber von der Aberration unabhängig sind.
@Harald
Je nach Theorie existiert der eine oder andere Effekt. Du kannst für eine Theorie nicht beide reklamieren.
Der Effekt ist nach Betrag und Richtung identisch. Es wäre ja auch skuril, wenn die tasächliche Beobachtung von der theoretischen Überzeugung des Beobachters abhängig wäre. Die Sichtachse ist stets vom Beobachter in Bewegungsrichtung nach vorn geneigt. Alles andere wäre Zauberei.
Zu Deinem Experiment hat das aber alles keinen Bezug. Dort tritt unter jeder theoretischen Annahme keiner dieser Effekte auf. Wegen Abwesenheit von Relativgeschwindigkeit.
Gruß
Ernst