Lieber Harald,
Zitat:
„Lieber Ljudmil, dann denk Dir doch viele Photonen und daran, dass sich sich im Algemeinen schneller als dahingleitende Zylinder bewegen. Es wäre mir jetzt wirklich völlig unerklärlich, dass auch Du glaubst, bei einem schräg angeleuchteten Gegenstand kämen die Photonen von "oben" und nicht aus der Schräge des Lichtstrahls.“
Das ist klar – ich habe die Aussage an Dein Bildchen angepasst. Wenn die Photonen schneller als v des Zylinders sind, dann ist die Neigung des Zylinders auch entsprechend. Die Aberration (Sichtachse) bedeutet, den Zylinder wird so geneigt, dass keine Schatten entsteht – entspricht dem Teleskop, der so geneigt wird, dass die Lichtstrahlen den Okular unten (Mitte) treffen.
Zitat:
„DAS wollte ich zeigen und nicht die Aberration. Die Erklärung der Aberration mit dem Lichtweg im Fernrohr stand hier zwar nicht zur Debatte“
Nur die Aberration stand hier jederzeit zur Debatte: Die Sichtposition von Jupiter (Teleskop) entspricht nicht dem Wellenvektor. Im Teleskop Aberration, bei den Stationen jedoch keine Aberration, bzw. verschwindend gering.
Zitat:
„aber es ist Dir doch klar, dass diese Erklärung nur mit dem Teilchenmodell des Lichts funktioniert? Beim Wellenmodell versagt sie.“
Nein Harald, diese Aberration funktioniert genauso mit Äther-, bzw. Wellenmodell. Und das ist seit Bradley so – deswegen wurde der „absolute“ Äther, in dem die Erde „schwimmt“ angenommen.
Und
diese Aberration entsteht aus der Relativbewegung der Erde gegenüber dem Äther und nur in einem Teleskop, von mir aus zwischen zwei Punkten, die in Wellenausbreitungsrichtung auf Abstand stehen.
Es wird Dir vielleicht weiterhelfen, wenn Du die Position von Jupiter bei Seite legst – es kommt dann eine ebene Welle aus irgendwo, die im Äther sich mit c ausbreitet, dann die Erde, die relativ zu diesem Äther und quer zur Wellenausbreitung bewegt ist. Teleskop richten und überlegen, wie der Teleskop geneigt werden muss, um die Quelle in der Mitte zu bekommen. Wenn es Dir mit Schatten lieber ist, dann das Objekt so ausrichten, dass keine Schatten entsteht.
Liebe Grüße
Ljudmil