Hallo Joachim,
Zitat:
„Das musst du jetzt aber genauer erklären. Das Doppelspalt-Experiment ist DER Hinweis auf den Wellencharakter des Lichts. Die Idee, man könne ihn nur mit Teilchen erklären, höre ich zum ersten mal.“
Sorry, aber dann bist Du unterinformiert. Normalerweise kennt das jeder, der sich mit Physik befasst.
Bei schwacher Beleuchtung, wenig Elektronen, wenig Atomen erscheinen am Detektor
nur einzelne ungeordnete Punkte. Erst nach längerer Zeitdauer bilden sich langsam die Interferenzstreifen. Und
diese ungeordneten Punkte können mit Wellen nicht erklärt werden. Dagegen funktioniert die „Interferenz“, wie oben erwähnt, mit einwandfrei als Teilchen identifizierbaren Atomen und sogar Molekülen.
Auch das ist interessant:
„In Experimenten mit Atom- und Molekülstrahlen baut sich das Beugungsbild langsam auf. Ein einzelnes Teilchen ergibt kein Beugungs oder Interferenzbild, sondern nur einen einzigen Punkt. Erst die Vielzahl solcher Punkte summiert sich zu einem Beugungsbild. ...., und dies zeigt deutlich, dass die Welleneigenschaft nicht einem einzelnen Teilchen, sondern dem gesamten Teilchenstrahl zukommt.“Aus „Quantentheorie der Materiewellenbeugung“ - Um neue Interferenzexperimente mit Atomen und Molekülen zu verstehen,
reicht Optik allein nicht aus.
Dr. Robert E. Grisenti, Dr. Thorsten Köhler, Prof. Dr. Jan Peter Toennies, Max-Planck-Institut für Strömungsforschung,Göttingen;
Prof. Dr. Gerhard C. Hegerfeldt, Institut für Theoretische Physik, Göttingen.
Physikalische Blätter 56 (2000) Nr. 11
Gruß
Ljudmil