Invarianz der LG

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Invarianz der LG

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 14. Jun 2010, 00:59

Die Ausbreitung Elektromagnetischer Wellen - und damit für ein Frequenzspektrum auch die von Licht - erfolgt eigentlich durch alle Materialien unterschiedlich gut oder schlecht. Wenn jetzt der Begriff "Äther" verwendet wird, dann würde ich ihn nur aufs Vakuum beziehen, d.h. auf ein Medium, welches im Weltraum vorhanden ist oder künstlich erzeugt wird. Bevor jetzt über eine - hüllenartige - Mitführung, d.h. außen um den Gaskörper eines Planeten herum, reflektiert wird, sollten zumindest einige Worte darüber verloren werden, wie man sich in diesem Falle diesen "Stoff" vorstellt. Dabei sollte eigentlich vermieden werden, sich einfach ins Blaue hinein etwas auszudenken, d.h. bis zur Widerlegung sollte die Argumentation auf konkret vorhandenen Erkenntnissen aufbauen. Somit sei daran erinnert, dass man im Weltraum eine Vielzahl von Teilchenströmen, die z.B. als Sonnenwind bezeichnet werden, findet. Die Spitze des erkennbaren Äthers im Weltraum wären also all die Nukleonen, die dort herum fliegen. Man könnte sich also beispielsweise fragen, wie sich ein Nukleon verhält, wenn es in die Nähe eines Planeten kommt - und dies wären jetzt Rechenexempel, d.h. man hat eine bestimmte Geschwindigkeit des Teilchens und eine wirkende Gravitationskraft. Im Moment bezweifle ich eigentlich, dass solche Partikelströme durch die Gravitation der Erde ihre Bahnen stark ändern - insofern wäre dann ein ziemlich homogenes Äthermedium vorhanden, welches kaum von einem Planeten mitgeführt wird.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Mo 14. Jun 2010, 13:35

Hallo Kurt !

Wir werden erst begreifen wie genial die Natur ist wenn wir erkennen wie einfach sie funktioniert


Sowohl dein Diagramm als auch dein Spruch sind Spitze !

Jeder unserer Forumsfreunde weiß über ein anderes Detail Bescheid.
Da macht einem das Diskutieren wirklich Spaß !

Hannes
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Mo 14. Jun 2010, 17:32

Hallo Gerhard Kemme !

Dabei sollte eigentlich vermieden werden, sich einfach ins Blaue hinein etwas auszudenken, d.h. bis zur Widerlegung sollte die Argumentation auf konkret vorhandenen Erkenntnissen aufbauen.


Deinem Vorschlag kann man nur 100% zustimmen.
Wir müssen FAKTEN zusammentragen.Keine Vermutungen und vage Vorstellungen, sondern erwiesene Tatsachen !
Davon gibt es aber genug !

Ich möchte gleich damit beginnen :

1.Die LG wird in unseren Meßgeräten IMMER mit c gemessen, egal, ob sich
die Lichtquelle ( Stern ) oder die Meßbasis (Erde ) zueinander bewegen
oder nicht.
2.In unseren Labormessungen haben wir einwandfreie Messungen über
die unterschiedliche LG in verschiedenen lichtdurchlässigen Materialien.
Fakt ist also eine variable LG.
3, Unsere Messungen der LG werden erst im allerletzten Abschnitt
des Lichtweges , nämlich im Vacuum des Meßgerätes vorgenommen.
Fakt ist, dass noch niemand die LG auf der ganzen Strecke A- B, nämlich
vom Stern bis zur Erde gemessen hat.
Ein Analogieschluß, dass das Licht auf der ganzen Lichtstrecke gleich
schnell war, ist also FALSCH.Daher ist auch der Analogieschluß,
dass sich bei Bewegung von Quelle zu Meßgerät Weg und Zeit ändern,
nicht zu halten.
4.Das Licht zeigt durch Veränderung seiner Frequenz an, dass sich
bei Übergang in ein anderes Medium die Wellenlänge und damit seine
Geschwindigkeit geändert hat.
5. Die Medien, die das Licht durchqueren muß, bis es vom Stern bis
zum Meßgerät gelangt, sind uns aus dem Labor und aus der Raumfahrt
bekannt.Wir sind daher auch in der Lage, auch mit einer variablen LG
im Weltraum verlässliche Messungen durchzuführen.

Ich würde dich bitten diese angeführten Fakten kritisch zu hinterfragen
und eventuell zu bestätigen (oder zu widerlegen)

Weitere Fakten sind erwünscht.

Mit Gruß Hannes
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Mo 14. Jun 2010, 17:56

Hallo Gluon, Joachim !

Bis dahin werde ich wohl bei der SRT bleiben, es sei denn, du kannst mir die Widersprüche plausibel machen.


Ich habe den Eindruck, dass du ehrlich und seriös diskutieren willst.
So wollen wir es weiter halten.
Ich habe Gerhard Kemme auf einen guten Vorschlag geantwortet und
versucht ,Fakten zusammenzutragen.
Du bist selbstverständlich aufgefordert,diese Punkte zu hinterfragen
und wenn du Argumente dagegen hast, diese vorzubringen.
Du weißt, dass ich eine Weiterentwicklung der SRT bevorzuge.

Mit Gruß

Hannes
Zuletzt geändert von Hannes am Mo 14. Jun 2010, 18:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Kurt » Mo 14. Jun 2010, 18:07

Hannes hat geschrieben:Hallo Kurt !

Wir werden erst begreifen wie genial die Natur ist wenn wir erkennen wie einfach sie funktioniert


Sowohl dein Diagramm als auch dein Spruch sind Spitze !

Jeder unserer Forumsfreunde weiß über ein anderes Detail Bescheid.
Da macht einem das Diskutieren wirklich Spaß !

Hannes


Puh, das tut gut.
Hallo Hannes, ich dachte schon ich bin er (der Dümmste hier).
Schliesslich ist mir jede (Schul)Physik und Mathe fremd.
Um mich selber etwas -aufzuwerten- denk ich mir manchmal: naja, kannst unvoreingenommen drauflosdenken, egal was rauskommt, Hauptsache es passt zur internen Logik.

Das Bild soll den Übergang vom Erdenbezug zum Nullbezug zeigen (fürs Lichtlaufen).
Der Nullbezug ist der Bezug den der Träger ohne Materieeinfluss lokal annimmt.
Es wäre hochinteresannt wie weit der Bezug, den die Erde verursacht, reicht.
Warsch. ins Unendliche, jedoch nicht linear fallend, sondern nach 1/r² und einem sich veränderndem Korrekturfaktor.
Dieser Faktor ist wiederum vom lokalem Trägerzustand abhängig.
Mit dieser Ansicht, der Freiheit die darin liegt, liesen sich so manche "Erscheinungen" ganz einfach und ohne irgendwelche -Seltsamkeiten- erklären und verstehen.


Gruss Kurt
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Mo 14. Jun 2010, 18:24

Hallo Kurt !

Hallo Hannes, ich dachte schon ich bin er (der Dümmste hier).
Schliesslich ist mir jede (Schul)Physik und Mathe fremd.


Ein Mensch, der imstande ist, sich selbst zu kritisieren, kann nicht der Dümmste sein!
Meine Einstellung zur Schulphysik ist: Da hat sich schon gewaltiger Reformbedarf angestaut.
Ich persönlich stelle in der Physik die Mathematik in die zweite Reihe, obwohl ich damit umgehen kann !
Zuerst muss eine Erklärung logisch sein und dann kann man sie berechnen.
Es soll dabei aber nicht verboten sein,mit Modellrechnungen Erklärungen
zu finden. (nicht zu beweisen!)
Hannes
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Geschwindigkeit von Sternenlicht

Beitragvon rmw » Mo 14. Jun 2010, 18:29

Hannes hat geschrieben:1.Die LG wird in unseren Meßgeräten IMMER mit c gemessen, egal, ob sichdie Lichtquelle ( Stern ) oder die Meßbasis (Erde ) zueinander bewegenoder nicht.

Also meines Wissens hat noch niemand die Geschwindigkeit des Sternenlichts gemessen. Mit Versuchen wie dem Michelsonversuch läßt sich ledglich feststellen dass das Licht auf beiden Wegen gleich lang unterwegs ist, es wird dabei aber keine Geschwindigkeit gemessen.
Wenn es stimmt dass die Lichtgeschwindigkeit von Luft beeinflußt wird, und meines Wissens kann man davon ausgehen, so ist die Lichtgeschwindigkeit auf dem Erdboden ja bereits von der Luft beeinflußt, man kann also schon deswegen auf der Erdoberfläche keine Geschwindigkeit von Sternenlicht messen.
Weiters ist noch nicht einmal völlig sicher ob auf beiden Wegen des Michelson Versuchs die gleiche Geschwindigkeit auftritt. Wenn die Geschwindigkeit auf einem der Wege langsamer wäre so könnte dies auf dem anderen Wege durch eine entsprechende Frequenzverschiebung, also den Dopplereffekt, kompensiert werden. Das ist zwar eher theoretischer Natur, aber es ist nicht undenkbar. Soviel steht jedenfalls fest, mit Versuchen wie dem Michelson Versuch kann keine Geschwindigkeit gemessen werden.

rmw
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Mo 14. Jun 2010, 18:58

Hallo Robert !

Also meines Wissens hat noch niemand die Geschwindigkeit des Sternenlichts gemessen. Mit Versuchen wie dem Michelsonversuch läßt sich ledglich feststellen dass das Licht auf beiden Wegen gleich lang unterwegs ist, es wird dabei aber keine Geschwindigkeit gemessen.


Genau das will ich auch zum Ausdruck bringen.
Eine Geschwindigkeit kann man nur messen, wenn man die Strecke zuerst
abgesteckt (gemessen) hat.Das ist bei Sternenentfernungen ein Ding der Unmöglichkeit. Die Messung innerhalb des Meßgerätes
bezieht sich auch nur auf das Meßgerät.
Jede weitere Entfernung ist daher nur ein Analogschluß und keine Messung.

Hannes
Zuletzt geändert von Hannes am Mo 14. Jun 2010, 19:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Geschwindigkeit von Sternenlicht

Beitragvon Kurt » Mo 14. Jun 2010, 18:59

rmw hat geschrieben:
Hannes hat geschrieben:1.Die LG wird in unseren Meßgeräten IMMER mit c gemessen, egal, ob sichdie Lichtquelle ( Stern ) oder die Meßbasis (Erde ) zueinander bewegenoder nicht.

Also meines Wissens hat noch niemand die Geschwindigkeit des Sternenlichts gemessen.


Hallo rmw, ich meine so war die Aussage auch nicht gedacht.
Wenn Licht, egal woher es kommt, wie lange es unterwegs war, auf der Erdoberfläche horizontal vermessen wird, wird sich immer die gleiche Geschwindigkeit finden.
Denn das Licht das durch die Messapparatur läuft läuft so wie es der Bezug dafür hergibt.

Dass der Bezug scheinbar an die Erde angebunden ist hat MM gezeigt.
Alle anderen Beobachtungen zeigen es auch.
Somit ist klar dass irgendwas den Bezug dafür bereitstellt.

rmw hat geschrieben:Mit Versuchen wie dem Michelsonversuch läßt sich ledglich feststellen dass das Licht auf beiden Wegen gleich lang unterwegs ist, es wird dabei aber keine Geschwindigkeit gemessen.


Es wird weder die Geschwindigkeit , noch wie lang es jeweils unterwegs war, gemessen, sondern lediglich festgestellt dass es in jede horizontale Richtung gleich läuft.

rmw hat geschrieben:Wenn es stimmt dass die Lichtgeschwindigkeit von Luft beeinflußt wird, und meines Wissens kann man davon ausgehen, so ist die Lichtgeschwindigkeit auf dem Erdboden ja bereits von der Luft beeinflußt, man kann also schon deswegen auf der Erdoberfläche keine Geschwindigkeit von Sternenlicht messen.


Es kann auf der Erdoberfläche nur Licht (ausreichend genau) ge/vermessen werden das auf der Erdoberfläche läuft, woher das kommt ist egal.
Es zählt einzig der Bereich zwischen Beginn und Ende der Messstrecke.


Gruss Kurt
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Geschwindigkeit

Beitragvon rmw » Mo 14. Jun 2010, 21:07

Hannes hat geschrieben:Die Messung innerhalb des Meßgerätesbezieht sich auch nur auf das Meßgerät.

Ja richtig, aber was ich vor allem gemeint habe ist dass man mit Versuchen wie den Michelson Versuch nur die Geschwindigkeiten auf zwei Wegen vergleichen kann, messen kann man damit Geschwindigkeit überhaupt nicht. Der Michelsonversuch funktioniert mit 10 m/s genau so wie mit 300000 km/h

Kurt hat geschrieben:Es wird weder die Geschwindigkeit , noch wie lang es jeweils unterwegs war, gemessen, sondern lediglich festgestellt dass es in jede horizontale Richtung gleich läuft.

Ja genau das wollte ich zum Ausdruck bringen.

rmw
Zuletzt geändert von rmw am Di 15. Jun 2010, 05:35, insgesamt 1-mal geändert.
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