Invarianz der LG

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Invarianz der LG

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 16. Jun 2010, 07:58

Hannes hat geschrieben:Die LG unabhängig von der Geschwindigkeit des Bezugsobjektes (Beobachter) im Meßgerät immer mit c ist Tatsache .
Meßergebnisse muss man zur Kenntnis nehmen. Aber wie erkläre ich den scheinbaren Widerspruch ?

Nach meiner Kenntnis gibt es keine entsprechenden "Messungen" der Lichtgeschwindigkeit. Solche "Messungen" müssten vermutlich von einem Vergleichsobjekt mit mindestens 1/10*c ausgeführt werden, d.h. man bräuchte z.B. zwei "Raketen" die einen festgelegten Abstand hätten und die mindestens 30 000 000 m/s, d.h. 108 000 000 km/h schnell sind, weiter wäre eine Lichtquelle erforderlich, die auf Knopfdruck einen Lichtstrahl als kugelförmige Lichtwellenfront aussendet, so dass dann jeweils die Zeitpunkte bestimmt werden können, wo dieser Lichtstrahl die "Raketen" passiert.
Alle Messungen, die du vermutlich meinst, erfüllen nicht die Mindestvorraussetzungen solcher Messungen, weil erstens die Geschwindigkeiten solcher Vergleichsobjekte viel zu niedrig sind und es meiner Ansicht nach solche Messungen auch noch nicht gegeben hat, denn man benötigt eine ein- und ausschaltbare Lichtquelle, zwei Messorte mit gleichbleibendem Abstand zueinander, dann eine Geschwindigkeit dieser Messorte mit mindestens 10% der Lichtgeschwindigkeit.

Eventuell habe ich - wegen nicht behebbaren Zeitmangels - bei allem Interesse etwas überlesen und du hast dich zu solchen Messungen der invarianten Lichtgeschwindigkeit bereits geäußert, dann wäre es gut, wenn du einen Link zu dem Beitrag angeben könntest. Ansonsten wäre es gut, wenn du einmal explizit sagen würdest, wie diese Messungen der invarianten Lichtgeschwindigkeit durchgeführt wurden.
Hannes hat geschrieben:dass man im Meßgerät immer c gemessen hat. (unbestritten).Egal, ,ob sich eine Lichtquelle (Stern) genähert oder entfernt hat.

Die Unabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Bewegung der Lichtquelle ist (zumindest bei den meisten Leuten) unstrittig, d.h. das Licht hat seine typische auf das Medium bezogene Geschwindigkeit. Strittig ist, dass die Lichtausbreitung unabhängig von der Geschwindigkeit eines Vergleichsobjektes (Beobachter) wäre - da gibt es sehr gute Gründe, dass von entsprechend schnellen Messstellen auch völlig unterschiedliche Lichtgeschwindigkeiten mit c+v, c-v gemessen werden.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Mi 16. Jun 2010, 09:07

Hallo Gerhard Kemme !

    Nach meiner Kenntnis gibt es keine entsprechenden "Messungen" der Lichtgeschwindigkeit. Solche "Messungen" müssten vermutlich von einem Vergleichsobjekt mit mindestens 1/10*c ausgeführt werden, d.h. man bräuchte z.B. zwei "Raketen" die einen festgelegten Abstand hätten und die mindestens 30 000 000 m/s, d.h. 108 000 000 km/h schnell sind, weiter wäre eine Lichtquelle erforderlich, die auf Knopfdruck einen Lichtstrahl als kugelförmige Lichtwellenfront aussendet, so dass dann jeweils die Zeitpunkte bestimmt werden können, wo dieser Lichtstrahl die "Raketen" passiert.

Du hast noch immer nicht verstanden, was ich meine:

Die Messungen der LG werde auch heute noch in einer gut verankerten,
stoßfreien Meßapparatur im Labor durchgeführt. Und diese LG innerhalb der Apparatur meine ich.
Nicht den Lichtweg irgendwo draussen. Den kann man bis heute nur sehr schwer messen.(Radarechos etc)
Und gerade diese Messungen im Labor ergeben immer wieder c........, die berühmte Invarianz.
Warum wohl ? Weil das Licht bei Eintritt in die Vacuumkammer rückgebrochen wird.
Es muss zuerst durch die Glasabdeckung (ohne die ein Vacuum nicht möglich ist)
und hat dort 2/3 c. Dann tritt es in die Vacuumkammer ein und hat plötzlich c.

Es wurde rückgebrochen.

Da man aber vor 100 Jahren die fixe Vorstellung hatte, das Licht sei auf seinem gesamten Weg gleich schnell, hat man aus der Labormessung auf den Gesamtweg fälschlicherweise rückgeschlossen.
Durch andere Labormessungen kennen wir aber heute die LG in verschiedenen
Medien ganz genau.

Die Unabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Bewegung der Lichtquelle ist (zumindest bei den meisten Leuten) unstrittig, d.h. das Licht hat seine typische auf das Medium bezogene Geschwindigkeit c.


Das Medium, das du beschreibst, ist die Meßstrecke im Labor. Und dort misst man wirklich immer c. Es entsteht durch den Rückbrechungseffekt der Eindruck der Invarianz .
Diese LG wurde für den gesamten Lichtweg angenommen. Nicht gemessen !

Ich habe beschrieben, wie ein Lichtweg von einem Stern bis zur Erde beschaffen sein kann:

Stelle dir bitte einen Stern vor. In seinen Atomen und Molekülen werden die Lichtimpulse durch Quantensprünge erzeugt und laufen jetzt mit der Sternatmosphäre mit.
Sie haben in Bezug zum umgebenden Weltraumgas die Ausbreitungsgeschwindigkeit c/Sternaotmosphäre + die Sternbewegung je nach Bewegungsrichtung + oder- v.

Wenn die Lichtimpulse die Sternatmosphäre verlassen, werden sie gebrochen und nehmen die Ausbreitungsgeschwindigkeit c/Weltraum an.

Nicht mehr und nicht weniger.Genau c.

Wo bleibt das + oder – v?
Diese Geschwindigkeitsdifferenz wandelt sich in eine Frequenzänderung und Wellenlängenänderung um und wir können dadurch in unseren Spektrometern die Radialgeschwindigkeiten von Sternen mit Exoplaneten messen. (das Wackeln der Sterne)
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit im Weltraum ist aber:

c /Weltraum OHNE + oder – v !.

Bei JEDER Lichtbrechung geschieht der gleiche Vorgang ! Das +- v geht verloren
und äussert sich nur in einer Frequenzverschiebung.

Das ist die ganze Geschichte ! Ich weiß, dass du noch immer mit SRT denkst.
Versuche doch, mit den optischen Gesetzen zu denken.

Hannes
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Mi 16. Jun 2010, 10:11

Hallo Poet !

Prämisse, und dann willst Du nur Deine Erklärung dazu, Deine These verkaufen, Du glaubst schon felsenfest, Du weißt wie es ist, und musst das nun nur noch an den Mann bringen. Joachim wäre da nur ein Werkzeug für Dich. Du willst nicht wissen, wie es ist, warum er es so sieht, die Probleme die er Dir bei Deiner Erklärung aufDu nimmst Dein Unverständnis, den Widerspruch den Du glaubst erkannt zu haben, als zeigt hören, oder gar hinterfragen, nein Du willst nur Zustimmung und Bestätigung.


Ich danke dir für deine guten Ratschläge.
Aber Argumente sind nicht darunter.

Hannes
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Kurt » Mi 16. Jun 2010, 11:03

Hallo Manuel, hallo Alle

Hier ein Bild.

Es zeigt drei identische Messeinrichtungen die Licht auf einer Strecke beurteilen können.
Das Licht, die blaue Linie, läuft dabei an zwei Schranken, die roten Pfeile,vorbei.
Dabei wird die Dauer, damit die Geschwindigkeit festgestellt.

Erzeugt wird es hier von der Quelle die sich auf der Oberfläche des Planet A befindet.
Die Messeinrichtung Me_3 ist im "freiem Raum" zwischen den Planeten postiert.
Beide Planeten ruhen zueinander und auch gegen die Me_3, drehen sich auch nicht.

Wenn nun gemessen wird dann kommt raus dass das Licht überall gleich läuft, die Messstrecke gleich schnell überwindet.
Einverstanden?


Nun soll sich Planet B nach rechts wegbewegen.
Das gleiche Spiel, Planet A sendet Lichtpulse zu Planet B

Was ergeben sich nun für Lichtgeschwindigkeiten:
was liest Me_1 ab
was Me_2
was Me_3

Gibt es Unterschiede?


Gruss Kurt
.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Mi 16. Jun 2010, 11:24

Hallo,Poet !

Also lieber Hannes, versuche doch bitte den Weg zu einem ergebnisoffenen Dialog zu finden, einen in dem es um die Frage nach der Invarianz geht, und wie man die erklären kann. Nicht um einen Dialog, in dem Du nur alle Teilnehmer von Deiner These überzeugen willst.


Von dir nicht ein einziges Argument zur Sache. Schade.
Gute Ratschläge kann ich von meiner Großmutter auch hören.
Ich will dich auch gar nicht überzeugen. Du sollst mir Gegenargumente
bringen. Verkaufen will ich auch nichts.

Hannes
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 16. Jun 2010, 17:18

Hannes hat geschrieben:Du hast noch immer nicht verstanden, was ich meine:

Die Messungen der LG werde auch heute noch in einer gut verankerten,
stoßfreien Meßapparatur im Labor durchgeführt. Und diese LG innerhalb der Apparatur meine ich.


Dazu hattest du allerdings die folgende Aussage gemacht:
viewtopic.php?f=6&t=297&start=230#p15388
Die LG unabhängig von der Geschwindigkeit des Bezugsobjektes (Beobachter) im Meßgerät immer mit c ist Tatsache .
Meßergebnisse muss man zur Kenntnis nehmen. Aber wie erkläre ich den scheinbaren Widerspruch ?


Du stellst hier die Behauptung auf, dass die Geschwindigkeit eines Lichtstrahls "unabhäng von der Geschwindigkeit des Bezugsobjektes (Beobachter) sei". Wie setzt du in deiner obigen "gut verankerten stoßfreien Meßapparatur im Labor" diese Behauptung der "Unabhängigkeit von der Geschwindigkeit des Bezugsobjektes (Beobachter)" in einen Versuchsaufbau und eine Versuchsdurchführung um, so dass deine Behauptung bestätigt wird? Die Messung der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit in einem solchen Labor - bei ruhendem Beobachter - ist doch kein strittiges Thema.
Nachfolgend hat Kurt im Beitrag:
viewtopic.php?f=6&t=297&start=230#p15398
eine Skizze gemacht und Fragen gestellt. Die Antworten darauf würden auch mich interessieren.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Mi 16. Jun 2010, 17:29

Hallo Gerhard Kemme !

Die Messung der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit in einem solchen Labor - bei ruhendem Beobachter - ist doch kein strittiges Thema.


Genau aufgrund dieser Messung nimmt man an, dass das Licht auf seinem Gesamtweg die gleichförmige Geschwindigkeit c hat.(nicht nur im Meßgerät)
Und diese Annahme ist falsch .

Hannes
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 16. Jun 2010, 17:44

Hannes hat geschrieben:
Die Messung der Vakuum-Lichtgeschwindigkeit in einem solchen Labor - bei ruhendem Beobachter - ist doch kein strittiges Thema.


Genau aufgrund dieser Messung nimmt man an, dass das Licht auf seinem Gesamtweg die gleichförmige Geschwindigkeit c hat.(nicht nur im Meßgerät)
Und diese Annahme ist falsch .


Dass die Geschwindigkeit des Lichtes abhängig vom Medium ist, wäre - zumindest bei mir - unstrittig. Wie gesagt, das - mir (und anderen) am Herzen liegende Problem wurde von Kurt in seiner Skizze und seinen Fragen
viewtopic.php?f=6&t=297&start=230#p15398
zum Ausdruck gebracht - wenn Lust und Zeit vorhanden und so, dann würden deine Antworten interessieren.
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Hannes » Mi 16. Jun 2010, 18:20

Hallo Gerhard Kemme !

zum Ausdruck gebracht - wenn Lust und Zeit vorhanden und so, dann würden deine Antworten interessieren.Gerhard Kemme


Ich habe mir wohl die Zeichnung Kurts angesehen, kenne mich aber nicht recht aus.
Was soll ich dazu sagen ?
Vielleicht kann Kurt mir die Zeichnung nochmals erklären.vielleicht mit einer
persönlichen Nachricht.
Ich befasse mich sehr gerne mit Astronomie, aber Kurts Zeichnung ist zu
wenig realistisch.

Hannes
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Re: Invarianz der LG

Beitragvon Kurt » Mi 16. Jun 2010, 22:16

Hallo Leute, irgendwie schaff ich es nicht mich -anständig- anzumelden.
Macht nichts.

Zur Zeichnung.

Die beiden Kugeln Planet A und Planet B stellen zwei "Erden" dar.
Also zwei Planeten die, laut Festlegung, nicht rotieren und sich auch nicht bewegen, also ruhen.
Da kommt gleich die Frage nach: ruhen zu was

a' zu sich selbst
b' zum Gegenüber
c' zur Hintergrundstrahlung

"c" ist wichtig denn wir als Beobachter ruhen auch gegen diese Strahlung.

Somit ruhen:
- wir
- Planet A
- Plamet B
- das was zwischen Planet A und B ist, die Messstation Me_3


Me_x sind Messtationen die einen Tisch/Plattform haben, darauf postiert sind, und eine evacuierte Kammer durch die das Licht, der blaue Strich, läuft.
Die beiden roten Pfeile zeigen wo das durchlaufende Licht gemessen/abgegriffen wird.
Es wird davon ausgegangen dass dies bei allen drei Messstationen gleichwertig geschieht.
Es handelt sich also um eine Einwegmessung.
Die Messrichtung kann in ihrer Messrichtung umgeschaltet werden.

Ein Beobachter, wir hier, der auf irgendeinem Materiebrocken sitzt (oder auch nicht), ruht (ebenfalls zur HS), beobachtet und Aussagen macht (wir also), sieht alles infinestimal, so als gäbe es für ihn keinerlei Beschränkungen und Verzögerungen und sonstige Einschränkungen.

Ich hab bewusst noch keine Bezüge eingesetzt weil erst die Anordnung klar sein muss.
Vorweg noch eins:
Es wurden vor den Beobachtungen auf jeder Messeinrichtung (Me_x) MM-messungen durchgeführt.
Es wurde eine MM-Einrichtung verwendet, im Kreis(horizontal) gedreht.
Dabei gab es keinerlei Abweichung im Muster.

So wie die Zeichnung ist, also mit ruhenden Me_s ergab sich überall die gleiche Lichtlaufdauer.
Dabei wurde Licht von der Quelle auf der Plattform von Me_1 (das kleine Lamperl) von
Planet A durch seine Messeinrichtung (Me_1), weiter durch den "freien Raum", zur Plattform Me_3 geschickt.
Das Ergebnis war dass es überall gleich bewertet wurde, also überall gleich lief.

Gruss Kurt

PS bin auf einem anderem PC, -meiner- lässt mich nichts schreiben, fordert immer zur Passworteingabe auf.
Kurt
 
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