Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 16. Jun 2010, 08:58

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Nur, dass die Auseinandersetzung mit der Kritik der Relativitätstheorie durch anerkannte physikalische Fachleute oder auch Wissenschaftler nicht primär in Diskussionsforen gehört, sondern als Lehre und Wissenstransfer in den Universitäten.
Darum geht es.

Da die Auseinandersetzung mit der Kritik der Relativitätstheorie real kaum an den Universitäten stattfindet, würde ein Verzicht auf die Debatten in den Diskussionsforen bedeuten, dass das Thema "Kritik der Relativitätstheorie" "nur" noch einseitig in Blogs oder HPs angesprochen wird - meistens mit abgeschalteter Kommentarfunktion.

Die Strategie der Forschungsgruppe G.O. Mueller seit 2004 ist ausgerechnet die Bekanntmachung und Verbreitung der Kritik der Relativitätstheorie im Internet – das einzige Medium, das den Kritikern zurzeit zur Verfügung steht – und das haben Friebe und ich als Interessenvertreter konsequent und intensiv umgesetzt, bis heute noch: Kaum eine andere Studie als die Dokumentation von G.O. Mueller über 1300 Autoren und knapp 4000 Arbeiten und kaum andere Einzelpersonen als Friebe und ich haben die Kritik der Relativitätstheorie im Internet so konsequent und so intensiv bei Nutzung aller Möglichkeiten bekannt gemacht und Diskussionen angeregt, sowohl in Foren, als auch in Blogs und HPs – Hunderte von Autoren wurden weltweit von uns seit ein paar Jahren einzeln vorgestellt, sowie quasi tagtäglich eine Vielzahl von Diskussionsanregungen, bis heute noch. Ich beschränke zwar jetzt persönlich eine Beteiligung in Foren (die prinzipiell extrem zeitaufwändig ist und auch wegen ewigen Wiederholungen der jeweiligen Positionen zum Überdruss führt, alles ist schon zigmal gesagt und gehört worden) auf das MAHAG-Forum, jedoch kann jeder, der einen sachlichen und zivilen Dialog (also nicht auf der persönlichen Ebene) mit mir sucht mich weiterhin in den Diskussionen ansprechen, wo ich mich gerade beteilige, darüber berichte ich ja regelmässig in meinem Blog. Die Kommentarfunktion in meinem Blog ist zwar seit Anfang an abgeschaltet (ich habe keine Lust jeden Tag Hetze zu beseitigen – ich beseitige davon genug auch bei der abgeschalteten Kommentarfunktion), aber ich lehne weiterhin keine zivile und sachliche Auseinandersetzung im Internet ab - die Leute, die sich hauptsächlich nur mit meiner Person beschäftigen wollen oder meine Person zum Thema der Kritik der Relativitätstheorie machen wollen ignoriere ich dagegen - was auch normal ist.

Meine Aussage „wir kommen in Internetforen nicht weiter“ bezog sich in diesem Kontext auf die Anmerkung von Chief, dass Dr. Pössel meine E-Mails ignoriert und dass ich mich etwas Besseres einfallen lassen sollte. Meine Ansprachen an Dr. Pössel ist nämlich für mich eine andere „Baustelle“ als die Vorstellung der Kritik in Internetforen: Das erklärte Ziel des GOM-Projekts ist die Eröffnung einer wissenschaftlichen Debatte zwischen etablierten (und namentlich bekannten) Vertretern der akademischen Physik und (namentlich bekannten) Vertretern der Kritiker – wobei das mittel- bis langfristige Ziel die Einführung der Wissenschaftsfreiheit gemäß Art. 5 § 3 Grundgesetz ist, d.h. die Einführung der Lehre der Kritik der Relativitätstheorie im öffentlichen Bildung- und Forschungssystem. Wir haben also auch Ziele, die einen Einsatz außerhalb von Diskussionsforen erfordern.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 16. Jun 2010, 14:50

Zur Information ein E-Mail-Austausch mit Herrn Dr. Markus Pössel:

Von Markus Poessel – AEI-MPG
An Jocelyne Lopez
Datum: 15.06.10
Betr.: Re: Bitte um Klärung bzgl. Speziellen Relativitätstheorie


Sehr geehrte Frau Lopez,

da hier derzeit eine Veranstaltung die naechste jagt, bin ich leider noch nicht einmal dazu gekommen, Ihre letzte Mail richtig zu lesen - ich hoffe, in der ersten Juliwoche dazu zu kommen, das nachzuholen und dann auch bald eine Antwort zu schreiben.

Mit den besten Gruessen,
Markus Poessel


Nachfolgend meine Antwort:

Von Jocelyne Lopez
An Markus Pössel
Datum: 16.06.10
Betr.: Re: Bitte um Klärung bzgl. Speziellen Relativitätstheorie



Sehr geehrter Herr Dr. Pössel,

Vielen Dank für Ihren Zwischenbescheid!

Als Experte der Relativitätstheorie dürfte es für Sie unabhängig von Ihren derzeitigen zeitlichen Engpässen ohne großen Aufwand durchaus möglich sein, Grundsatzfragen über die Relativitätstheorie in angemessenen Abständen zu beantworten - das erfordert wahrscheinlich für einen seit vielen Jahren mit der Aufklärung der Öffentlichkeit äußerst erfahrenen Mitarbeiter des Albert Einstein Instituts wie Sie weder aufwendige Recherchen noch große Anstrengungen.

Sind möglicherweise enge Zeitkapazitäten psychologisch eher auf die Unlust zurückzuführen, sich mit Einwänden und kritischen Gegenpositionen zu einer Theorie zu beschäftigen, die seit über 80 Jahren leider kritiklos tradiert wird? Falls es so wäre möchte ich zum Beispiel auf Aussagen des anerkannten Erkenntnistheoretikers Karl Popper hinweisen:

    Auch in den am besten bewährten unter unseren Theorien können Fehler verborgen sein. Und es ist die spezifische Aufgabe des Wis¬senschaftlers, nach solchen Fehlern zu suchen. Die Feststellung, daß eine gut bewährte Theorie oder ein viel verwendetes praktisches Ver¬fahren fehlerhaft ist, kann eine wichtige Entdeckung sein. Wir müssen deshalb unsere Einstellung zu unseren Fehlern ändern. Es ist hier, wo unsere praktische ethische Reform beginnen muß.“
    http://www.jocelyne-lopez.de/blog/2007/ ... ehlbarkeit

In diesem Sinne freue ich mich auf Ihre Antwort in der ersten Juliwoche und auf einen konstruktiven Austausch.

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 16. Jun 2010, 20:43

Chief hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
...
Sind möglicherweise enge Zeitkapazitäten psychologisch eher auf die Unlust zurückzuführen...



ich weiß nicht wie M. Pössel auf solche Verdächtigungen reagieren wird.



"Verdächtigung" ist hier ein großes Wort... :| Ich finde es durchaus in Ordnung, fair und auch menschlich, dass man in einem Dialog, auch kontrovers, seinem Gesprächspartner seine Empfindungen zeigt, so lange sie nicht persönlich und beleidigend sind und man keinem zu nahe kommt. Menschen sind keine Maschinen und wir brauchen uns nicht wie Bots auszutauschen. Der Gesprächspartner kann auf meine Empfindung eingehen, oder nicht, das ist ihm überlassen. Wir wollen auch nicht mit sterilen Austauschen übertreiben, Dr. Pössel ist selbst sehr wohl in der Lage seine Empfindungen zu zeigen wenn es darauf ankommt, immerhin habe ich mich schon über 6 Monate mit ihm 2008 ausgetauscht. Wir haben uns nicht die Köpfe eingeschlagen, wir können uns schon einschätzen und starten sogar eine 2. Runde. ;) Du sollest uns also schon vertrauen, dass wir in der Lage sind, einen angemessenen Umgang zueinander zu finden.


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 19. Jun 2010, 12:46

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Dass die relativistische Geschwindigkeitsaddition und die Lorentztransformation nicht zusammenpassen und sich gegenseitig ausschließen wird meiner Meinung nach ganz ersichtlich, wenn man versucht, Vorhersagen für das Geschehen eines Ereignisses relativistisch zu berechnen, zum Beispiel in meinem Strandexperiment den Zusammenstoß zwischen der Wasserwelle und dem jeweiligen bewegten Beobachter:

- Gemäß relativistischer Geschwindigkeitsaddition haben alle 4 Beobachter genau die gleiche Relativgeschwindigkeit zu der Welle (70 km/h), völlig unabhängig von ihrer jeweiligen vorgegebenen Eigengeschwindigkeit v1, v2, v3 und v4, die in die Berechnung der Relativgeschwindigkeit zu der Welle überhaupt nicht einfließt (immer de facto als v=0 gleichgesetzt).

- Seltsamerweise fließen aber auf einmal die Eigengeschwindigkeiten bei genau derselben Konstellation in die Berechnung der Vorhersagen für den Zeitpunkt und den Ort der Begegnung der jeweiligen Beobachter mit der Wasserwelle, die abhängig von ihren vorgegebenen Eigengeschwindigkeiten v1, v2, v3 und v4 jeweils an einem anderen Ort und zu einem anderen Zeitpunkt stattfindet.


Dass die klassische Geschwindigkeitsaddition, die relativistische Geschwindigkeitsaddition und die Lorentztransformation nicht zusammen passen und sich gegenseitig ausschließen wird meiner Meinung nach in der Realität tagtäglich durch Messungen von Geschwindigkeiten mit Laserpistolen nachgewiesen, siehe mein Blog-Eintrag:

Messungen mit Laserpistolen und Radaren funktionieren nach der klassischen Physik, nicht nach der Relativitätstheorie

Es würde also theoretisch überhaupt keine Abstandsänderungen existieren, wenn alle zum Licht ruhenden und alle zum Licht bewegten Objekte gemäß Einstein in ihren Auswirkungen gleichgesetzt werden sollten und keinen Einfluß auf die Veränderung der konstanten Relativgeschwindigkeit c hätten. Deshalb gilt auch in der Speziellen Relativitätstheorie nur die Relativgeschwindigkeit c und nie die Relativgeschwindigkeit c + v. Da wir jedoch in der Praxis sehr wohl Abstandsänderungen, Frequenzänderungen und Eigengeschwindigkeiten von bewegten Objekten mit dem Licht ermitteln können, ist damit ersichtlich, dass in der Natur c +/-v existiert und dass das Postulat Einstein realitätsfremd und irrelevant ist. So sehe ich das zumindest.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Gerhard Kemme » Sa 19. Jun 2010, 18:40

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Messungen mit Laserpistolen und Radaren funktionieren nach der klassischen Physik, nicht nach der Relativitätstheorie

Es würde also theoretisch überhaupt keine Abstandsänderungen existieren, wenn alle zum Licht ruhenden und alle zum Licht bewegten Objekte gemäß Einstein in ihren Auswirkungen gleichgesetzt werden sollten und keinen Einfluß auf die Veränderung der konstanten Relativgeschwindigkeit c hätten. Deshalb gilt auch in der Speziellen Relativitätstheorie nur die Relativgeschwindigkeit c und nie die Relativgeschwindigkeit c + v. Da wir jedoch in der Praxis sehr wohl Abstandsänderungen, Frequenzänderungen und Eigengeschwindigkeiten von bewegten Objekten mit dem Licht ermitteln können, ist damit ersichtlich, dass in der Natur c +/-v existiert und dass das Postulat Einstein realitätsfremd und irrelevant ist. So sehe ich das zumindest.


Das ist zweifelsfrei richtig. Mich wundert allerdings, dass so unsinnige Behauptungen wie die Invarianz der LG gemäß den Postulaten von A.E. erst immer auf der Ebene von experimentiellen "Beweisen" (Bestätigungen) angegangen werden. Es handelt sich um sogenannte Postulate, d.h. als richtig erkannte aber nicht weiter begründete Aussagen, von denen sich ein für die SRT grundlegender Teil als unrichtig erwiesen hat. Deren Widerlegung gelingt bereits auf der Basis, dass die Aussage der beobachterunabhängigen Lichtgeschwindigkeit bei anderen Geschwindigkeiten nicht festgestellt wird, d.h. es existiert keine physikalische Erfahrung, durch welche das Postulat für irgendeinen Geschwindigkeitsbereich begründet werden kann. Insofern plädiere ich immer auch für eine theoretische, d.h. auch logische, Widerlegung, damit es nicht zur Sitte wird, dass jede unbegründete kühne Behauptung per Experiment widerlegt werden muss.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Gerhard Kemme » Sa 19. Jun 2010, 21:59

nocheinPoet hat geschrieben:Warum ist das zweifelsfrei richtig? Ich sage mal, das ist zweifelsfrei falsch. So eine Dialog lebt ja nun mal von konträren Positionen. ;)

Frau Lopez hatte eine gute Begründung gegeben - und mich hat ihre Begründung überzeugt - und dem habe ich zugestimmt. Wenn du jetzt einen Widerspruch machst, dann solltest du dich dabei auf den Beitrag von Frau Lopez beziehen.
nocheinPoet hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Mich wundert allerdings, dass so unsinnige Behauptungen wie die Invarianz der LG gemäß den Postulaten von A.E. erst immer auf der Ebene von experimentellen "Beweisen" (Bestätigungen) angegangen werden. Es handelt sich um sogenannte Postulate, d.h. als richtig erkannte aber nicht weiter begründete Aussagen, von denen sich ein für die SRT grundlegender Teil als unrichtig erwiesen hat.

Wo hat sich da was als unrichtig erwiesen?

Als unrichtig hat sich die Behauptung erwiesen, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit eines Lichtstrahls unabhängig von der Geschwindigkeit eines Vergleichsobjektes sei. Es würde gelten, dass die Geschwindigkeit eines Lichtstrahls und die Geschwindigkeit eines Vergleichsobjektes, d.h. Beobachter oder Bewegtsystem K', sich mit c+v oder c-v errechnen und nicht mit c.

Im Einzelnen die Darstellung der Behauptungen der Relativisten:

http://www.physicsnet.at/SRT/Skriptum/postulate.html
Erstes Postulat
Der erste wird als "Konstanz der Lichtgeschwindigkeit" bezeichnet:
Die Geschwindigkeit des Lichts (im Vakuum) hat relativ zu jedem Beobachter, unabhängig von dessen Bewegungszustand, immer denselben Wert. Der heute gültige Wert der Vakuumlichtgeschwindigkeit ist c = 299792.458 km/s.
Wir sagen auch, dass die (Vakuum-)Lichtgeschwindigkeit eine absolute Größe ist. (Manchmal wird dafür auch das Wort invariant verwendet).

http://www.amazon.de/%C3%9Cber-die-spezielle-allgemeine-Relativit%C3%A4tstheorie/dp/3540877762/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1276977942&sr=8-1
Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie. S. 76
"Ein Lichtsignal, welches längs der positiven x-Achse vorschreitet, pflanzt sich nach der Gleichung x=c*t oder x-c*t=0 fort. Da dasselbe Lichtsignal sich auch relativ zu K' mit der Geschwindigkeit c fortpflanzen soll, so wird die Fortpflanzung relativ zu K' durch die analoge Formel x'-c*t'=0 beschrieben."


Du bist hoffentlich nicht der Meinung, dass ein Lichtstrahl zu zwei mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fahrenden Fahrzeugen die gleiche Relativgeschwindigkeit c hat. Wenn du doch dieser Auffassung sein solltest, dann lies den vorherigen Beitrag von J.L. nocheinnmal durch.
nocheinPoet hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Deren Widerlegung gelingt bereits auf der Basis, dass die Aussage der beobachterunabhängigen Lichtgeschwindigkeit bei anderen Geschwindigkeiten nicht festgestellt wird, d.h. es existiert keine physikalische Erfahrung, durch welche das Postulat für irgendeinen Geschwindigkeitsbereich begründet werden kann.

Da werden wohl dann doch ein paar Experimente dazu wohl ignoriert. Fakt hingegen ist, es wurde nie c±v gemessen.

Wenn jemand eine absurde Behauptung aufstellt, dann wäre diese Behauptung erstmal theoretisch überzeugend zu begründen. Fakt ist, dass sich Relativgeschwindigkeiten nach v_1±v_2 berechnen und es völlig absurd ist, nun anzunehmen, dass diese Berechnung von Relativgeschwindigkeit nun ausgerechnet dann nicht gelten soll, wenn eine der Geschwindigkeiten c ist.
Nach dieser Sachlage besteht überhaupt keine Veranlassung eine entsprechende Geschwindigkeitsmessung vorzunehmen.
Im Prinzip wäre dies allerdings möglich, wenn auf einer langen geraden Strecke in einem langen zugartigen Fahrzeug bei hoher Geschwindigkeit ein Lichtsignal im Zuge ausgelöst wird und eine Zeitmessung erfolgt - wobei einerseits Ort und Zeit des Starts der Lichtemission bezüglich der Fahrbahn festgestellt werden und danach andrerseits Ort und Zeit der Erreichung des Fahrzeugendes durch den Lichtstrahl wiederum bezüglich der Fahrbahn festgestellt werden. Das Ergebnis kann man sich allerdings auch an den Fingern abzählen - je nach Richtung - c+v oder c-v.
nocheinPoet hat geschrieben:Wenn die Aussage der Kritiker denn so richtig wäre, warum gelingt es dann diesen nicht, einfach mal ein Experiment aufzubauen, das ohne Zweifel mal ein Photon mit c±v zeigt? Die Jungs haben doch nun wirklich so lange schon Zeit gehabt. Und so wie von den Kritikern immer gesagt wird, sind da ganz viele kluge Köpfe drunter.

Wie bereits gesagt, besteht - nach meiner Auffassung - kein Anlass dazu, solange es keine theoretische Begründung und experimentielle Bestätigung dafür gibt, dass bezüglich dieser einen Geschwindigkeit alle Erfahrungen zu Relativgeschwindigkeiten aufgehoben wären. Ein prinzipiell mögliches Experiment mit einem Lichtstrahl in einem sehr langen und schnellen Fahrzeug hatte ich genannt. Allerdings schätze ich die Sachlage einfach so ein, dass keinerlei Offenheit für neue Erkenntnisse bei den Relativisten vorhanden ist. Wer sollte solche Experimente durchführen - dann möchte ich dich einmal erleben, wenn zwei konkrete Kritiker der RT mit finanziellen Mitteln in Millionenhöhe aus dem Topf des Forschungsministeriums ausgestattet werden und das Experiment in aller Öffentlichkeit stattfindet. :mrgreen:
nocheinPoet hat geschrieben:Wenn nun das Argument ist, diese Dinge werden von den Relativisten verhindert, dann schauen wir doch mal in der Zeit, und dann werden die wohl doch schon sehr viel länger unterdrückt. Die Frage ist dann doch, wann hat diese Unterdrückung angefangen? Erst nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, oder schon viele Jahre davor?

Vor 1945 gab es Hochschullehrer, die gegen die Relativitätstheorie waren, seit 1945 gibt es solche nicht mehr. Forschungsfreiheit existiert genauso wenig wie Versammlungsfreiheit - das ist einfach eine Feststellung nach der Devise "so ist das nun mal".
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Gerhard Kemme » So 20. Jun 2010, 15:15

nocheinPoet hat geschrieben:Du kannst das offensichtlich nicht, erst machst Du einen riesen Aufstand, als ich Kapitel 9 von GOM hier im Forum zerlegt habe, Deine Auftritte sind da ja noch gut dokumentiert. Dann fühlst Du Dich von Frau Lopez auf den Schlips getreten, und startest einen üblen Angriff, provozierst und konterst wo Du kannst. Da fandest Du das was sie an Unterstellungen so verbreitet völlig daneben, und nun bist Du wieder auf Kuschelkurs und da siehst auf mal alles wieder anders aus. Offenbar ist als „Wahrheit“ und das was Du für richtig hältst, bei Dir stark von der Wetterlage abhängig. So was ist natürlich schon sehr charakterstark. Das zeigt schon deutlich, was Du unter Ehre verstehst. Es gab damals für eine aus der DDR ein Wort für, Wendehals wenn ich mich nicht irre. Kommt mir dabei in den Sinn.

Wie ist das, hat Dich ihre Begründung zur Unterdrückung der Kritik was den Zeitpunkt angeht nun auch überzeugt? Bist wieder voll auf GOM Kurs? Wenn ich in einer Gruppe bin, die eine bestimmte Position vertritt, und dann einer sagt, er kann nicht mehr dahinter stehen, weil er die Dinge die die Gruppe vertritt, einfach anders bewertet, dann ist das für mich soweit erstmal kein Problem. Wenn der sich dann aber wieder, warum auch immer „wendet“ und man erkennt, das hier nicht die Dinge selber dafür Ausschlag geben sind, sondern andere, die mit der Sache selber nichts zu tun haben, dann kann ich auf so einen gut verzichten.

Das Kapitel 9 von GOM war Dir schon lange bekannt, Du hast ja in dem Thread von mir angefangen meine Wertung in den Dreck zu ziehen und versucht diese lächerlich zu machen, bzw. den Autor, also mich als Person abzuwerten. Gelungen ist Dir das nun nicht, aber egal. Auf einmal knistert es mit Dir und Frau Lopez, und Du entdeckst, das Du nicht mehr hinter GOM stehen kannst, und ziehst also zu Felde. Und dann hupfst Du auf einmal wieder in die Kiste zurück. Weißt Du Gerhard, Menschen mit so einem Rückgrad sind sicher jene die die Welt dringend braucht. Da weiß man, wenn die was sagen, dann auch aus Überzeugung, die stehen dahinter. Mir ist das egal, mit wem Du kuschelst, ich habe in dem was Du hier in den letzten Wochen gegen Frau Lopez gebracht hast, auch eher einen persönlichen Rachefeldzug gesehen, als das Du nun aufmal was wir Ehre gefunden hast, und wirklich hinter dem stehst, das Du schreibst.


Du bist nicht in der Lage eine sachliche Diskussion zu führen. Es waren einige physikalische Argumentationen zur "Invarianz der Lichtgeschwindigkeit" geschrieben worden - an Stelle einer sachlichen physikalischen Entgegnung kommt nun ein volumenreiches Emotionalgelaber von deiner Seite. Wenn du ein Forum und dessen Beiträge persönlich nimmst - ich mach das nicht, d.h. es gibt für mich keine Allianzen zwischen Forenmitgliedern, das sind alles Nicknamen und die meisten Personen dahinter sind verborgen und nicht einschätzbar - insofern werde ich den Beiträgen mit den Nicknamen "Jocelyne Lopez" zustimmen, wenn ich sie gut finde und ich werde sie ablehnen, wenn sie meiner Ansicht nicht entsprechen - entsprechend so bei allen. Die Diktion dieses Beitrages von "nocheinPoet" ist einfach nur negativ und ich werde sicherlich nicht viel Zeit drauf verschwenden sowas zu lesen oder gar zu kommentieren.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 21. Jun 2010, 09:17

Gerhard Kemme hat geschrieben:

Das ist zweifelsfrei richtig. Mich wundert allerdings, dass so unsinnige Behauptungen wie die Invarianz der LG gemäß den Postulaten von A.E. erst immer auf der Ebene von experimentiellen "Beweisen" (Bestätigungen) angegangen werden. Es handelt sich um sogenannte Postulate, d.h. als richtig erkannte aber nicht weiter begründete Aussagen, von denen sich ein für die SRT grundlegender Teil als unrichtig erwiesen hat. Deren Widerlegung gelingt bereits auf der Basis, dass die Aussage der beobachterunabhängigen Lichtgeschwindigkeit bei anderen Geschwindigkeiten nicht festgestellt wird, d.h. es existiert keine physikalische Erfahrung, durch welche das Postulat für irgendeinen Geschwindigkeitsbereich begründet werden kann. Insofern plädiere ich immer auch für eine theoretische, d.h. auch logische, Widerlegung, damit es nicht zur Sitte wird, dass jede unbegründete kühne Behauptung per Experiment widerlegt werden muss.

Diese in der Tat bedauerliche Sitte ist meiner Meinung nach leider auf den Einfluß des Nobelpreisträgers und Erkenntnistheoretikers Karl Popper auf der modernen Physik zurückzuführen, der eine in meinen Augen wenig sinnvolle bzw. sehr leicht zu missbrauchende Forderung gestellt hat: Die Forderung der Falsifizierbarkeit, siehe zum Beispiel ein Thread im Forum von Ekkehard Friebe: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers?

Zitat Jocelyne Lopez:

Die Forderung der Falsifizierbarkeit in der Wissenschaft halte ich für eine Fehlleistung von Karl Popper, so sehr ich auch Popper als Denker und Mensch bewundere und mag.

Diese Forderung ist sowohl unbrauchbar, als auch unhaltbar und sogar gefährlich für die seriöse Wissenschaft, aus folgenden Gründen:

a) Sie steht im eklatanten Widerspruch mit den noch geltenden und verbindlichen Grundsätzen der theoretischen Physik, wonach zwar Arbeitshypothesen zulässig und sogar erwünscht sind, jedoch solange nicht als gültig angenommen werden können, bis sie experimentell nachgeprüft und bestätigt sind.

Das wäre sonst zu einfach: Jeder könnte irgendeine Hypothese aufstellen und verlangen, dass sie als gültig anerkannt und gelehrt wird bis sie experimentell widerlegt ist. So funktioniert aber die offizielle theorische Physik nicht, weder als Grundsatz noch in der Praxis: Derjenige, der eine Arbeitshypothese aufstellt ist auch derjenige, der die experimentelle Bestätigung schuldig ist. Er muß selbst (oder Unterstützer) dafür sorgen, dass seine Arbeitshypothese experimentell nachgeprüft wird.


b) Sie ist die offene Tür für jeglichen Missbrauch der Wissenschaft: Jeder könnte kommen, eine Arbeitshypothese aufstellen und verlangen, dass sie ungeprüft als gültig angenommen und als gültig gelehrt wird. Man darf hier jeden Unsinn veranstalten, die Fantasie der Menschen ist ja grenzenlos.


Ich könnte zum Beispiel die Hypothese aufstellen, dass auf dem Mars grüne Männchen in unterirdischen Städten leben, die alle 4593 Jahre alt werden und alle sterben, bevor sie geboren wurden. Ich kann nach der Falsifizierbarkeitsforderung von Popper verlangen, dass meine Hypothese als gültig angenommen und gelehrt wird, solange keiner sie falsifizieren kann. Das könnte eine Weile dauern… Wahrscheinlich mehr als 100 Jahre, oder? ;)


Es geht nicht, dass jemand irgendeine Hypothese aufstellt, die nicht aus der Erfahrung abgeleitet ist und sich jeglicher Beobachtung entzieht, und einfach verlangt, dass die Andere sie experimentell zu bestätigen und zu falsifizieren hätten. :? Die Beweislast obliegt demjenigen, der die Hypothese aufstellt.

Von dieser in einer Vielzahl von Fällen unbrauchbaren Forderung Poppers lebt die Relativitätstheorie, obwohl sie prinzipiell unfalsifizierbar, also nach Popper nicht wissenschaftlich, siehe auch hier Die Relativitätstheorie ist nicht wissenschaftlich.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 21. Jun 2010, 18:31

nocheinPoet hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Du bist nicht in der Lage eine sachliche Diskussion zu führen. Es waren einige physikalische Argumentationen zur "Invarianz der Lichtgeschwindigkeit" geschrieben worden - an Stelle einer sachlichen physikalischen Entgegnung kommt nun ein volumenreiches Emotionalgelaber von deiner Seite.

Gerhard, ich habe gelesen, wie Du hier geschrieben hast, was Du an unsachlichen Dingen zum Besten gegeben hast, geht doch auf keine Kuhhaut. Nur mal zwei der letzen so sachlichen Argumente von Dir hier im Thread in Bezug zu Frau Lopez:


Wie in der Physik gilt auch bei kontroversen Diskussionen zwischen gegnerischen Personen und Gruppen das Prinzip von actio=reactio (Ursache und Wirkung). Du vergisst deine vorausgegangenen unsachlichen Beiträge zu erwähnen und nimmst dir so aus dem Kontext einer Diskussions-Sequenz nur einen Bruchteil heraus, wo ich nach langer Zurückhaltung vor die Notwendigkeit gestellt wurde, eine andere Sprache zu wählen. Ansonsten lese ich keine Beiträge, die ausschließlich in negativ-persönlicher Tonart geschrieben sind und werde sie somit auch nicht weiter kommentieren.
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Re: Bitte um Klärung an Dr. Markus Pössel

Beitragvon Gerhard Kemme » Mo 21. Jun 2010, 19:12

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Das ist zweifelsfrei richtig. Mich wundert allerdings, dass so unsinnige Behauptungen wie die Invarianz der LG gemäß den Postulaten von A.E. erst immer auf der Ebene von experimentiellen "Beweisen" (Bestätigungen) angegangen werden. Es handelt sich um sogenannte Postulate, d.h. als richtig erkannte aber nicht weiter begründete Aussagen, von denen sich ein für die SRT grundlegender Teil als unrichtig erwiesen hat. Deren Widerlegung gelingt bereits auf der Basis, dass die Aussage der beobachterunabhängigen Lichtgeschwindigkeit bei anderen Geschwindigkeiten nicht festgestellt wird, d.h. es existiert keine physikalische Erfahrung, durch welche das Postulat für irgendeinen Geschwindigkeitsbereich begründet werden kann. Insofern plädiere ich immer auch für eine theoretische, d.h. auch logische, Widerlegung, damit es nicht zur Sitte wird, dass jede unbegründete kühne Behauptung per Experiment widerlegt werden muss.


Diese in der Tat bedauerliche Sitte ist meiner Meinung nach leider auf den Einfluß des Nobelpreisträgers und Erkenntnistheoretikers Karl Popper auf der modernen Physik zurückzuführen, der eine in meinen Augen wenig sinnvolle bzw. sehr leicht zu missbrauchende Forderung gestellt hat: Die Forderung der Falsifizierbarkeit, siehe zum Beispiel ein Thread im Forum von Ekkehard Friebe: Falsifizierbarkeitsforderung: Eine Fehlleistung Poppers?


Karl Popper hat in seiner Erkenntnistheorie des Kritschen Rationalismusses sicherlich vieles auf den Weg gebracht und ist glücklicherweise ein Bezugspunkt in vielen wissenschaftlichen Diskursen. Allerdings hätte ich dann immer Ergänzungen zu seinen Arbeiten, wie sie in Foren diskutiert werden.

Die "Experimentlastigkeit" moderner Physik wirkt teilweise ideologisch und verschiebt alle physikalische Forschung und Erkenntnis in nicht zugängliche Forschungseinrichtungen. Wenn dies sachlich so notwendig wäre, dann könnte es noch akzeptiert werden - doch einerseits werden oftmals keine Experimente für Widerlegungen (Falsifizierungen) benötigt und andererseits "beweisen" Experimente nichts, sondern "bestätigen" eine Hypothese nur dann, wenn mit großem Aufwand eine schrittweise und klare theoretische Herleitung erfolgt ist.
Nach meiner Ansicht ist eine Hypothese theoretisch hinreichend begründet, wenn eine schrittweise Herleitung von Satz zu Satz erfolgt und die Regeln der logischen Implikation Verwendung finden: Es ist überzeugende Alltagserfahrung, dass man z.B. die "Hypothese" aufstellt, in sechs Minuten an der nächsten Straßenecke zu sein, d.h. darin steckt die "bewiesene" Regel, dass man bei Bewegungsfreiheit in sechs Minuten 400m weit gehen kann. Hat man also eine Hypothese, dann kann diese so begründet werden, dass man von einem anerkannten grundlegenden Satz ausgeht, dann kommt man mit einer allgemeingültigen Regel zum nächsten Satz - von einem solchen Satz kommt man dann mit der nächsten allgemeingültigen Regel, z.B. zur Hypothese oder einer gut begründeten Aussage. Wenn eine solche begründete Hypothese durch ein Experiment bestätigt wird - hat man eine gute Theorie.
Bezüglich der Widerlegungen klappt das mit der Falsifizierung auch gut ohne Experiment, indem eine Theorie logisch widerlegt wird. Wenn jemand beispielsweise die Behauptung aufstellt, man könne nicht schneller als 20 km/h mit dem Fahrrad fahren, dann braucht sich niemand aufs Rad zu schwingen, sondern dies kann hinreichend mit Hinweis auf widersprechende Erfahrungen widerlegt (falsifiziert) werden.
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