@Sciencewoken » So 27. Okt 2019, 10:04
Dann stellt sich die Frage, warum Relativisten leugnen, dass Geschwindigkeiten eine Zeit in der Einheit haben, Strecken jedoch nicht, oder warum Relativisten leugnen, dass Uhren niemals wechselseitig langsamer gehen können, oder dass es mehr Sinn macht, aus einseitig dilatierten Periodendauern, einseitig erhöhte Geschwindigkeiten zu machen, weswegen man an den beiden Enden einer Relativbewegung
Als "Relativist" stelle ich mal einige Behauptungen richtig.
1. Natürlich haben Geschwindigkeiten eine Einheit, die sich aus einer Längeneinheit und einer Zeiteinheit zusammensetzt. Alternativ (sogar recht gerne) werden Geschwindigkeiten relativ zur Lichtgeschwindigkeit genommen.
2. Das mit den Uhren ist aber reichlich seltsam. Das soll ja nach den Kritikern die Aussage der SRT sein. Dazu folgendes. Wenn beiden Uhren Beobachter"beigestellt" wird, dann werden beide Beobachter feststellen, daß die andere Uhr "laufzeitkorrigiert" langsamer geht. Dies sieht man schön am "relativistischen Dopplereffekt", wie ich dies auch als Kommentar bei Joachim Schulz "Mit dem Dopplereffekt Relativität versehen" dargelegt habe. Nun zur "Zeitdilatation". Angenommen wir haben zwei zueiander ruhende synchrone Uhren und eine weitere Uhr bewegt sich von einer Uhr zur anderen. Dann zeigt diese ein kürzere Zeit für die Passage an als die Uhr am Endpunkt der Strecke.
3. Unterschiedliche Geschwindigkeiten: Dies würde klar dem Relativitätsprinzip widersprechen, denn dann hätte das "bewegte" Objekt eine größere Geschwindigkeit als das "ruhende". Dann kann man entscheiden, welches Objekt "ruht" oder "bewegt" ist.
Gruss
Rudi Knoth