
Zeitliche Signalform (_ _ _) bleibt konstant über die ganze Länge der Ausbreitungsstrecke.
Ruhen Punkte P gegeneinander, so werden Signale in unveränderter zeitlichen Form bei den Punkten P2 (n+10) und P3 (n+20) empfangen.
Das Auftreten der Zeitdilatation bei der Bewegung des Empfängers ist somit ausgeschlossen.
Zeitlich dilatierte Signalform (für bewegten Empfänger) müsste mit dem sich gleichmäßig verändernden Abstand zur Lichtquelle gleichmäßig differieren.
Die zeitliche Form des Signals wurde aber sowohl in P1, als in P2, als auch in P3 als konstant und unabhängig von der Entfernung gemessen: d.h. das Signal liegt bereits in jeder Entfernung zur Lichtquelle in zeitlich unveränderter Form vor.
Es existiert also gar keine Möglichkeit, die zeitliche Signalformen F(n+20) und F(n+10) in zeitliche Signalform F(n) zu verwandeln. Zeitliche Signalformen F(n+20), F(n+10) und F(n) sind nämlich in jeder Entfernung zur P1 identisch (_ _ _).
Die Zeitliche Form der vom Punkt P1 emittierten Signale muss daher invariant bezüglich des Abstandes zwischen P1 und den Empfangspunkten P2 und P3 sein. Womit die Wirkung der Zeitdilatation an den genannten Punkten und Strecken grundsätzlich ausgeschlossen wird.
Die zeitliche Form der empfangenen Signale muss auch aus einem anderen Grund invariant sein: aufgrund der axiomatisch vorausgesetzten und in der SRT gültigen Prinzip der Relativität.
Dieses verkündet Identität von Ruhe und gleichförmiger Bewegung für alle Systeme.
Aus diesem Grund gerade lassen sich keine Bewegungszustände zwischen ruhenden und gleichförmig bewegten Systemen bestimmen.
Die Entscheidung, dass System S ruhend und System S' bewegt ist, funktioniert nur deshalb so gut in der SRT, weil dort vertraute Situationen vorgestellt werden. In Wirklichkeit lässt sich gar nicht behaupten, welches von beiden bewegt ist, und welches ruht, in welchen die relativistischen Effekte auftreten und in welchen nicht.
Daher ruhen die handfesten Paradoxien innerhalb der Theorie (namentlich diagonal-gültige Umstände, die sich gegenseitig ausschliessen).
Aus demselben Grund lässt sich auch die Frage nicht beantworten, ob sich das Universum ausdehnt oder ob es kontrahiert - was feststeht ist nur, dass sich die Abstände zwischen den Objekten im Universum verändern.
So gesehen ist das Prinzip der Identität von Ruhe und gleichförmiger Bewegung für die gültigkeit jeder kinematischen Theorie entscheidend, in der das RP gelten soll.
Nach diesem Prinzip besitzen der Ruhezustand und der Zustand gleichförmiger Bewegung identische Eigenschaften - namentlich: sie sind für einen Beobachter voneinander nicht zu unterscheiden
Somit ist die SRT mit ihren diesbezüglichen Unterschieden, was die Gültigkeit des Relativitätsprinzips angeht zumindest, zu verwerfen.