Hexenjagt à la AC

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Re: Hexenjagt à la AC

Beitragvon Hannes » Fr 23. Jul 2010, 18:22

Hallo Ljudmil !

Du hast mich überzeugt, dass die Invarianz der SRT eine bewusste Irreführung ist.

Aber beim Glas muss ich dich überzeugen !
Nachdem ich beruflich viel mit Glas zu tun hatte, kann ich dir auch genaues sagen:

Wo bist Du denn jetzt gelandet? Wenn man über Absorption und Reemission redet, dann ist automatisch die Teilchenvorstellung gemeint.


Wer hat dir das gesagt? Das ist eine Vorstellung der Relativisten, die nicht stimmt !

Glas erwärmt sich an besten mit Infrarotstrahlen und da bin ich sicher,dass das elmag-Wellen sind !
Diese Wellen bringen die Moleküle des Glases zum Schwingen.Glas ist ja eigentlich eine Flüssigkeit.(auch wenn es sich ganz hart anfühlt )
Erst wenn das Glas heiß ist, sendet es wieder Strahlen aus. Und zwar je heißer es ist, umso kürzere Wellenlängen
von Infrarot bis sichtbares Licht. Und das nach ALLEN Richtungen gleichermassen.Hast du schon beim Glasmachen zugesehen ?
Die emittierten Strahlen haben im Glas die Geschwindigkeit c/Glas und wenn sie aus dem Glas ausgetreten sind c/Luft
Keine Rede von + oder- v.

Das sind die emittierten Strahlen.

Die durchlaufenden Strahlen unterliegen dem Lichtbrechungsgesetz (Siehe Optik)
und haben innerhalb des Glases c/Glas und nach dem Austritt c/Luft, oder wenn sie zufällig in das Vacuum austreten,
können sie auch c/Vacuum haben. (siehe Brechungsindizes Wikipedia)

Nicht mehr, aber auch nicht weniger.Deswegen im Vacuum immer c


Ja, für dieses, das heiß macht, aber offensichtlich auch für richtungbeibehaltende Strahlen gilt Emission und Absorption. Sonst müsste man die Teilchenvorstellung des Lichts sofort verwerfen. Leider sprechen viele andere Phänomene aber für die Teilchennatur, gerade im Vakuum.


Die Teilchennatur des Lichte kannst du in dem Fall auch beruhigt vergessen.

Bei Rückbrechung des Lichtes ist eine Teilchennatur undenkbar, weil die Teilchen für die neuerliche Beschleunigung zusätzlich Energie brauchen würden.Wellen werden vom neuen Medium mit der dem Medium speziellen
Leitfähigkeit weitergeleitet und brauchen keine zusätzliche Energie für die Beschleunigung.

Die Teilchennatur des Lichtes äussert sich erst bei anderen Zusammenhängen.

Mit Gruß Hannes
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Re: Mitgeführter Äther

Beitragvon Ernst » Fr 23. Jul 2010, 19:54

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Warum kommen Schallwellen von einem Flugzeug zum ruhenden Beobachter genau nach dem Aberrationsgesetz (die Luft wird vom Beobachter mitgeführt) ?

Stimmt gar nicht.

ich glaube du solltest alles nochmal überdenken.

Nicht nötig. Die Sache ist simpel. Kann jeder auch leicht erfahren, wenn ein Flugzeug schnell über ihn hinwegfliegt. Schall hinkt dem Flugzeug hinterher. Gegenteiliger Effekt, wie bei Aberration. Licht zeigt aber Aberration. Ergo kein Äther. Was kannst Du da nicht nachvollziehen?

Gruß
Ernst
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Re: Mitgeführter Äther

Beitragvon Ernst » Fr 23. Jul 2010, 20:28

Chief hat geschrieben: Das ist aber falsch.

Zugegeben. Der Fall Flugzeug simuliert aber nicht den Effekt eines mitgeführten Äthers.
Bei Deinem Bildchen handelt es sich um Aberration des Lichts nach Emitterthese bzw. einer em Welle bezüglich ihres Teilchenverhaltens. Wäre ein mitgeführter Äther vorhanden, müßte das Teleskop in Deinem Bild in die entgegengesetzte Richtung geschwenkt werden.

Gruß
Ernst
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Re: Mitgeführter Äther

Beitragvon Kurt » Fr 23. Jul 2010, 21:01

Ernst hat geschrieben:
Chief hat geschrieben: Das ist aber falsch.

Zugegeben. Der Fall Flugzeug simuliert aber nicht den Effekt eines mitgeführten Äthers.
Bei Deinem Bildchen handelt es sich um Aberration des Lichts nach Emitterthese bzw. einer em Welle bezüglich ihres Teilchenverhaltens. Wäre ein mitgeführter Äther vorhanden, müßte das Teleskop in Deinem Bild in die entgegengesetzte Richtung geschwenkt werden.



Aberration-05.GIF
Aberration-05.GIF (10.61 KiB) 5594-mal betrachtet


Auch in diesem Bild muss ein Fernrohr nach rechts hin ausgerichtet sein.
Denn sonnst kommen die Lichtpulse nicht bis zum Boden des Fernrohres durch.
Ein Beobachter der durchs Fernrohr schaut würde also berichten das sich die Lichtquelle weiter rechts als gezeichnet befindet.

Die rote Linie zeigt die Lichtbahnablenkung aufgrund der Bewegung der Erde nach rechts.
Es sind drei Bezüge eingezeichnet.
Um das Bild zu verstehen sind die dabei angesetzten Bezüge zu verwenden.
Die blauen Linien zeigen in Verlängerung die Lichtablenkung aufgrund des Bezugwechsels auftretende Verbiegung des Lichtweges von der Quelle zum Ziel.

Das Bild ist aus Sicht eines Beobachters zu betrachten der sich ausserhalb der Erddbezüge befindet.


Gruss Kurt
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Re: Hexenjagt à la AC

Beitragvon Hannes » Sa 24. Jul 2010, 08:10

Hallo Ljudmil !

Und mein Argument gilt bei der Vorstellung, die überwiegend und Lehrmeinung ist, dass Vakuum kein Lichtübertragungsmedium sei. Deswegen auch das Adjektiv „überzeugender“.


Über die SRT haben wir diskutiert und wir sind beide zu der Ansicht gekommen, dass diese ,wie du sagst: Unsinn sei.
Damit sollten wir die Dieskussion über die SRT vorläufig abschließen und uns anderem zuwenden.

Da ich bei dir das Argument entdeckt habe, Vacuum sei kein Lichtleitmedium, möchte ich das Thema Lichtleitmedien einmal
besprechen.

Was ist ein Lichtleitmedium ?

Beton ? Beton kann wohl kein sichtbares Licht leiten, aber Handystrahlen gehen durch. Also maximal 5 %
Eisen ? Wird von Röntgenstrahlen durchdrungen (zu Prüfzwecken) ebenso max. 5%
Glas ? Je nach Beschaffenheit kann Glas bis zu 95% Licht leiten.
Wasser? Je nach Reinheitsgrad auch bis zu 95 %
Luft ? kann bis zu 98 % Licht leiten.
Hochverdünnte Luft = Vacuum soll auf einmal kein Licht leiten können ?
Wo hört Luft auf und wo fängt Vacuum an ?
Wie deckt sich das mit der Erfahrung ? Der Brechungsindex von hochverdünnter Luft ist 1 !
Hochverdünnte Luft ist doch der beste Lichtleiter, den wir kennen und du sagst, das ist kein Lichtleitmedium.
Das höchstverdünnte Weltraumgas kann Lichtwellen bis zu Milliarden Lichtjahren Entfernungen weiterleiten,
sodass wir die entferntesten Galaxien noch sehen können. Und du sagst, Vacuum sei kein Lichtleitmedium.
Entweder du hast zuwenig nachgedacht, oder bist zu obrigkeitsgläubig, um die Lehrmeinung nicht zu hinterfragen.

Wenn du sagst, Licht hat Partikeleigenschaften,ist das nachvollziehbar. Aber in erster Linie ist es Welle.

Über diesen Fragenkomplex sollten wir reden, nachdem wir uns über die SRT einig geworden sind.

Mit Gruß Hannes
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Re: Mitgeführter Äther

Beitragvon Ernst » Sa 24. Jul 2010, 09:18

Hallo Kurt,

Da hst Du ein gutes Bild gebracht zum mitgeführten Äther. Es wird sicher auch Chief nutzen.

Kurt hat geschrieben: Auch in diesem Bild muss ein Fernrohr nach rechts hin ausgerichtet sein.
Denn sonnst kommen die Lichtpulse nicht bis zum Boden des Fernrohres durch.
Ein Beobachter der durchs Fernrohr schaut würde also berichten das sich die Lichtquelle weiter rechts als gezeichnet befindet.

Diese Schlußfolgerung ist allerdings falsch. Zwischen dem Strahl und dem Teleskop findet nämlich keine Relativbewegung statt. Beides wird vom Äther gleichermaßen mitgeführt. Das Teleskop muß daher genau entsprechned dem einfallenden Sltrahl ausgerichtet werden. Der Beobachter sieht das Objekt aus Richtung der blauen Linie. Das Objekt befindet sich aber in der eingezeichneten "ist" Position. D.h. das Objekt wird (bezogen auf die eingezeichnete Bewegungsrichtung) hinter der wahren Position gesehen. Anders als bei der tatsächlich beobachteten Aberration, wo das Objekt vor der tatsächlichen Position gesehen wird. Ein Argument gegen einen mitgeführten Äther.

Gruß
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Re: Mitgeführter Äther

Beitragvon Kurt » Sa 24. Jul 2010, 13:28

Ernst hat geschrieben:Hallo Kurt,

Da hst Du ein gutes Bild gebracht zum mitgeführten Äther. Es wird sicher auch Chief nutzen.

Kurt hat geschrieben: Auch in diesem Bild muss ein Fernrohr nach rechts hin ausgerichtet sein.
Denn sonnst kommen die Lichtpulse nicht bis zum Boden des Fernrohres durch.
Ein Beobachter der durchs Fernrohr schaut würde also berichten das sich die Lichtquelle weiter rechts als gezeichnet befindet.

Diese Schlußfolgerung ist allerdings falsch. Zwischen dem Strahl und dem Teleskop findet nämlich keine Relativbewegung statt. Beides wird vom Äther gleichermaßen mitgeführt. Das Teleskop muß daher genau entsprechned dem einfallenden Sltrahl ausgerichtet werden. Der Beobachter sieht das Objekt aus Richtung der blauen Linie. Das Objekt befindet sich aber in der eingezeichneten "ist" Position. D.h. das Objekt wird (bezogen auf die eingezeichnete Bewegungsrichtung) hinter der wahren Position gesehen. Anders als bei der tatsächlich beobachteten Aberration, wo das Objekt vor der tatsächlichen Position gesehen wird. Ein Argument gegen einen mitgeführten Äther.

Gruß
Ernst



Hallo Ernst,

es ist richtig.
Schau dir bitte das Bild auf Seite 12 des PDF an,

http://www.bindl-kurt.de/media/Was_ist_Licht-6.pdf

es ist in etwa identisch und zeigt das Fernrohr.
Der rote Punkt, ein Lichtpeak, würde den Boden nicht erreichen wenn das Rohr so geneigt wäre wie der "Lichtstrahl".
Nur wenn es so geneigt ist wie eingezeichnet, erreicht der rote Punkt auch den Boden.
Denn das Rohr bewegt sich ja nach rechts weg.


Gruss Kurt
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Re: Mitgeführter Äther

Beitragvon Ernst » Sa 24. Jul 2010, 17:26

Kurt hat geschrieben: Denn das Rohr bewegt sich ja nach rechts weg.

Ja, aber der Äther mit dem Lichtstrahl darin auch, weil im unteren Teil des untersten Bezuges der Äther mit dem Lichtstrahl darin vollständig vom Erdboden mitgeführt wird.
Selbst wenn es so wäre, wie Du es meinst, würde Deine "Aberration" gerade den Effekt des Bezugswechsels ausgleichen und das Licht käme stets vom wahren Standort des Sterns. D.h. eine Aberration wäre gar nicht vorhanden. Sie ist aber vorhanden und somit stirbt der mitgeführte Äther.

@chief
Leider nicht - das Bild ist physikalisch falsch.

Und was ist darin falsch? Außer das die Anzahl der Bezüge infinitesimalisiert werden muß?

Gruß
Ernst
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Re: Aberration

Beitragvon scharo » Sa 24. Jul 2010, 19:01

Hallo Chief,

„damit wird das mechanische (Galileische) Relativitätsprinzip in Frage gestellt.“

Wie kommst Du auf so eine Idee? Erkläre doch, was Du meinst! Ich bin kein Hellseher. Ich versuche zwar zu erraten was Du meinst, komme aber nicht immer dahinter.

„Über die hier zugrunde gelegte Logik bin ich sehr erstaunt. Ich kann überhaupt nicht verstehen wie man zu solchen Schlussfolgerungen kommen kann.“

Mir ist auch schleierhaft, wieso Du andere Schlussfolgerungen ziehen kannst. Erkläre doch genau wie Du es meinst – dann kommen wir bestimmt weiter.

Schau Dir die Zeichnung von Kurt, beachte aber bitte seinen Kommentar dazu nicht! Nur die rote Linie betrachten! Oben kommt sie vertikal, dann durch den mitgeführten Äther wird sie in Bewegungsrichtung gebeugt. Ganz unten, wo die vollständige Mitführung wirkt, befindet sich der Teleskop – also, wie muss er geneigt werden, so dass die rote Linie mittig durch den Teleskop verläuft? Wohl entgegen der Erdbewegungsrichtung. Nicht ist da mit Deiner Zeichnung, die die Sternenaberration bei absoluten Äther oder Emission zeigt. Bei mitgeführtem sieht die Sache gaaaanz anders. Einen mitgeführten Äther wurde damals durchgehend diskutiert – und gerade Bradley war die Ursache, warum man sich für einen absoluten Äther entschieden hat.

Gruß
Ljudmil
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Re: Aberration

Beitragvon scharo » Sa 24. Jul 2010, 19:14

Hallo Chief,

jetzt sehe ich, dass Du noch eine Zeichnung hingestellt hast.
Wie kommst Du auf die Idee, der Teleskop soll in andere Richtung, als der Verlauf des Lichtstrahls, geneigt werden soll? Du meinst doch nicht, wie Kurt, der Teleskop wird zusätzlich mit höhere Geschwindigkeit als der mitgeführte (unten vollständig) Äther? Das wäre aber lustig.

Gruß
Ljudmil
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