Hexenjagt à la AC

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Re: Sternenaberration

Beitragvon Heinrich Katscher » Mi 28. Jul 2010, 23:55

scharo hat geschrieben:Hallo Heinrich,

Der begriff „mitgeführter Äther“ steht fest .......... und bedeutet, jeder massebehaftete Körper schleppt seinen Äther mit – (so wie die Gravitation). Und wenn man über Michelson und Sternenaberration redet, dann ist einen Äther gemeint, der um die Erde besteht und mitgeführt wird.

eine Aberration ..........entsteht aus der Erddrehung,


Hallo Ljudmile,

Es gibt nur einen "Äther". Die Sonne und die Erde umgebende Äthergebiete können sich jedoch relativ zu einander bewegen, so, wie ich es beschrieben habe.
Die Erddrehung verläuft wie die von mir in Betracht gezogene Orbitalbewegung immer relativ zur Sonnen- bzw. Sternenposition. Deinem Bild nach ist die Relativbewegung geradlinig, (was eher der Orbitalbewegung entspricht).

Prnzipiell ist die Aberration an Hand eines Hubschraubers erklärbar, der aus einer gewissen Höhe Lichtblitze mit einer bestimmten Frequenz f_o generiert. Beobachter an verschiedenen Orten der Erde werden diese mit untersschiedlicher Verzögerung und (gleichen oder) verschiedenen Dopplerfrequenzen f_1, f_2 empfangen, je nach dem, ob sich der Hubschrauber ihnen gegenüber steht, sich ihnen nähert oder von ihnen entfernt.

Da die Beobachter der Erde gegenüber ruhen, während der Hubsschrauber in Bewegung ist, wird er zu Zeiten, zu denen die Beobachter die Lichtblitze registrieren, niemals an der Stelle sein, von der aus er diese ausgesandt hat.

Dieses Modell beschreibt meiner Meinung nach die Aberration genügend exakt.


Mit freundlichem Gruss
Heinrich Katscher
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Re: Hexenjagt à la AC

Beitragvon Hannes » Do 29. Jul 2010, 07:51

Hallo Frau Jocelyne !

Hier eine Analyse und eine Kritik des Gebrauchs des Konzepts „Inertialsystem“ in der SRT durch die beiden promovierten Physiker Georg Galeczki / Peter Marquard, die in die gleiche Richtung wie Deine eigene Kritik geht:


Besten Dank für die Analyse von Galeczki/Marquardt über IS-Systeme.
Wenn man gute Diskussionspartner hat, kann man immer dazulernen.

Mit bestem Gruß Hannes
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Re: Sternenaberration

Beitragvon Kurt » Do 29. Jul 2010, 09:18

Hallo Ljudmil,

scharo hat geschrieben:
„Und nun sag mir einen Grund warum dass beim rotem Licht und Fernrohr anders sein soll!
Die Erde hat sich ja auch weiterbewegt.
Also besteht kein Unterschied zu links.“

Offensichtlich ist Dir der Begriff „mitgeführter Äther“ nicht ganz klar. Das ist Elementarphysik. Wenn in Deiner Nähe ein Fluss ist, dann gehe bitte ans Ufer, schmeiße Steine ins Wasser, bobachte die daraus resultierenden Wellen und denke, denke nach – vielleicht klappt es dann!?
Sorry für die harten Worte, aber wie soll ich es anders ausdrücken?


kein Problem, wir haben ja beide den gleichen Dickschädel.

Du zeichnest die Linien richtig, du verwendest für ihre Beurteilung zwei verschiedene Bezüge.
Die blaue Linie betrachtest du "aus der Ferne", also aus dem Bezug Null
Die rote aus Sicht des Erdenbezuges.
Das ist daran erkennbar weil du den Endzustand bei den beiden Fernrohre anders behandelst.

Lass die rote Linie dann, wenn das Licht deren Boden erreicht hat, die Seitenwand schneiden, so wie bei der blauen auch, dann stimmts.
Und dann ist das F-Rohr nach rechts geneigt, nur nicht so weit.
Und dann stimmts auch.


Gruss Kurt
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Re: Sternenaberration

Beitragvon Ernst » Do 29. Jul 2010, 13:23

Kurt hat geschrieben: Lass die rote Linie dann, wenn das Licht deren Boden erreicht hat, die Seitenwand schneiden, so wie bei der blauen auch, dann stimmts.
Und dann ist das F-Rohr nach rechts geneigt, nur nicht so weit.
Und dann stimmts auch.

Nein Kurt. Der Unterschied besteht darin, daß im blauen Fall das Photon gegenüber dem F-Rohr eine Relativgeschwindigkeit in horizontaler Richtung hat. Im roten Fall existiert diese Relativgeschwindigkeit nicht (das Photon wird ja horizontal vollständig mitgeführt).
Daher trifft die Simulatin von Ljudmil die Situation richtig.

Gruß
Ernst
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Re: Sternenaberration

Beitragvon Kurt » Do 29. Jul 2010, 14:38

Hallo Ernst,
Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben: Lass die rote Linie dann, wenn das Licht deren Boden erreicht hat, die Seitenwand schneiden, so wie bei der blauen auch, dann stimmts.
Und dann ist das F-Rohr nach rechts geneigt, nur nicht so weit.
Und dann stimmts auch.

Nein Kurt. Der Unterschied besteht darin, daß im blauen Fall das Photon gegenüber dem F-Rohr eine Relativgeschwindigkeit in horizontaler Richtung hat. Im roten Fall existiert diese Relativgeschwindigkeit nicht (das Photon wird ja horizontal vollständig mitgeführt).
Daher trifft die Simulatin von Ljudmil die Situation richtig.


wenn der Lichtpeak horizontal vollständig mitgeführt würde dann würde er den Boden nie erreichen.
Er wird abgelenkt, wegen dem Bezugswechsel.
Das bedeutet dass er aus Sicht eines weit entfernten nach rechts abgelenkt wird.
So wies gezeichnet ist.
Das bedeutet im Endeffekt dass er nachwievor nach unten, so wie der blaue auch, sich bewegt.
nur halt etwas schräg.
Somit gelten die gleichen Umstände wie für den blauen.
Und diese bedeuten dass die Rohrwand vom blauem und vom rotem durchschnitten werden muss damit der Boden erreicht werden kann(wegen der Bewegung der Erde nach rechts).

Ihr schaut es aus unterschiedlichen Standpunkten an, das geht nicht.
Aus Sicht eines auf der Erde stehenden, also einem der durchs Fernrohr schaut, kommt der blaue etwas mehr von rechts als der rote Lichtpuls.

Aus Sicht eines entfernten, im Bezug Null Ruhendem, zeigt es sich so wies gezeichnet ist.
Man könnte noch anführen dass der Lichtweg des roten "Strahls" etwas länger ist, das ist aber auch schon alles.


Gruss Kurt


Nachtrag!

Schaut euch die blaue Linie an, die die ihr als Referenz verwendet.
Diese gibts nämlich so gar nicht!!

Es gibt nur die rote Linie!!
Denn wenn ihr die blaue als "gültig" anschaut, also als Referenz, dann muss sie nämlich da wo der Bezugswechsel ist nach rechts abknicken (von unten nach oben geschaut).

Man kann nicht die (Falsch)Vorstellungen der RT verwenden(hinzeichnen) [blaue Linie] und dann davon ausgehen dass es so richtig sei.
Denn dann kommen falsche Rückschlüsse zustande!
Kurt
 
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Re: Sternenaberration

Beitragvon scharo » Do 29. Jul 2010, 15:00

Hallo Chief,

möglich, dass Du Deine Position vor Jahren beschrieben hast – auf jeden Fall müsste sie aber dann die Tatsachen nicht richtig wiedergegeben hat, solange ein mitgeführter Lichtäther im klassischen Sinne, d.h. als Lichtübertragungsmedium postuliert wird.
„Welche Zeiten? Die Aberration existiert bei jedem Winkel. Die Welle kommt zum bewegten Beobachter immer unter einem Winkel umd zwar beim mitgeführten und bei nicht mitgeführten Medium.“

Um die Aberration feststellen und messen zu können, werden immer exakte Zeiten vonnöten – d.h. in diesem Fall immer ½ Jahr danach. Wirst Du jedoch nach z.B. 3 statt 6 Monaten messen, ist der Winkel der Erdbewegung relativ zur Lichtstrahlausbreitung ein anderer – dieser Winkel ist gemeint – dann bekommst Du entsprechend einen anderen Wert der Aberration, bzw. wenn Du alle 12 Monaten misst, dann keine Aberration.
So versuchen die Relativisten die Aberration im Rahmen der SRT zu „erklären“ – angeblich wurden Lichtstrahlen von einer früheren bzw. späteren Position der Fixsternen empfangen – und das ist lächerlich, da a) die Fixsterne nicht zufällig so heißen und b) wenn die Position der Erde gemeint ist – dann stimmen die Zeiten nicht.

„Nein, nein, der Äther wird bis in große Entfernung vollständig mitgeführt. Auf jeden Fall sind die GPS Satelliten noch im mitgeführten Bereich.“

Das spielt keine Rolle für den Effekt – der Sinn eines mitgeführten ist eben Michelson. Bei 20tkm (GPS) wird schon der Sonnenäther auch ein Wörtchen mitzureden haben.

„Weil die Linse schräg zum Lichtstrahl steht und in einem mit Wasser gefüllten Fernrohr müsste die Ablenkung größer werden.“

Die Schräge der Linse ist minimal (= Aberrationswinkel) und spielt so wieso keine Rolle. Wieso sollte die Ablenkung größer sein, wenn Dir Fizeau auch klar sein sollte?
Fizeau zeigt, dass es keinen Äther gibt, oder dass er nicht mitgeführt wird. Die teilweise Mitführung wird den Wassermolekülen (-schichten) zugeordnet.
Wenn Du jetzt den Mitführungskoeffizient des Wassers mit der Lichtgeschwindigkeit im Wasser vergleichst, weißt Du auch warum im „Wasserteleskop“ die gleiche Sternenaberration auftritt.

Gruß
Ljudmil
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Re: Sternenaberration

Beitragvon scharo » Do 29. Jul 2010, 15:03

Hallo Heinrich,

„Es gibt nur einen "Äther". Die Sonne und die Erde umgebende Äthergebiete können sich jedoch relativ zu einander bewegen, so, wie ich es beschrieben habe.“

Natürlich wäre nur ein Äther als Medium – die Frage betrifft genau das – wird dieses Medium von Massen mitgeführt, oder nicht. Ein Äther, der nicht mitgeführt und alles durchdringend ist, nennt man absoluten Äther. Wird er jedoch von Massen mitgeführt, und so, dass in gewisser Nähe von den Massen vollständig mitgeführt wird, nennt man ihn mitgeführter Äther. Die Prüfsteine sind Michelson und Bradley. Michelson spricht gegen den abs. Äther, Bradley gegen den mitgeführten.

„Deinem Bild nach ist die Relativbewegung geradlinig, (was eher der Orbitalbewegung entspricht).“

Es spielt im Prinzip keine Rolle ob orbital oder Erddrehung. In beiden Fällen ist das Prinzip der Sternenaberration gleich – s. unten.

„Prnzipiell ist die Aberration an Hand eines Hubschraubers erklärbar, ....
.... niemals an der Stelle sein, von der aus er diese ausgesandt hat.
Dieses Modell beschreibt meiner Meinung nach die Aberration genügend exakt.“

Ich habe doch geschrieben: „Du ließt in falschem Buch“
Das ist ein anderer Effekt, wenn auch Aberration genannt. Bei der Sternenaberration gibt es keine bewegten Sterne oder Hubschrauber, die heißen nicht zufällig FIXsterne – sie sind so weit weg, dass deren Bewegung nicht mehr feststellbar ist = der Hubschrauber bewegt sich nicht. Der Beobachter ist aber offensichtlich rel. z. abs. Äther oder leeren Raum bewegt, wenn eine Aberration messbar ist. Sie entsteht im Teleskop oder anderen Vorrichtung, wo der Lichtstrahl zwei auf Abstand Punkte durchlaufen muss. Solange der Lichtstrahl vom ersten Punkt (erste Linse des Teleskops) zum zweiten (Okular) läuft, hat sich der zweite Punkt weiter relativ zur Strahlrichtung bewegt. Um den zweiten Punkt (Okular) vom Lichtstrahl getroffen zu werden, muss die Vorrichtung etwas in Bewegungsrichtung geneigt werden – s. das Bildchen in blau – das nennt man Fixsternenaberration, oder von mir aus Aberration bei bewegtem Beobachter.
Du beschreibst jedoch die Aberration bei einer bewegten Quelle – das ist uns gut bekannt, hier aber nicht gefragt.

Gruß
Ljudmil
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Re: Mitgeführter Äther

Beitragvon scharo » Do 29. Jul 2010, 15:05

Hallo Kurt,

„Du zeichnest die Linien richtig, du verwendest für ihre Beurteilung zwei verschiedene Bezüge.
Die blaue Linie betrachtest du "aus der Ferne", also aus dem Bezug Null
Die rote aus Sicht des Erdenbezuges.“

Nein, Menschenskind, beide sind aus dem unbewegten Raum (Lichtstrahl im Raum) betrachtet. Siehst Du nicht, dass beide Teleskope gleich bewegt sind?

„Lass die rote Linie dann, wenn das Licht deren Boden erreicht hat, die Seitenwand schneiden, so wie bei der blauen auch, dann stimmts.“

Dann wird eine Sauerei! :o Ist Dir überhaupt bewusst, was mitgeführter Äther bedeutet? Du redest von einem Äther, der nicht mit der Erdoberfläche mitbewegt ist – das ist dann kein mitgeführter Äther.
Du zeichnest die Ablenkung des Lichtstrahls richtig, dann am Boden bildest Dir an noch eine zusätzliche Bewegung der Erdoberfläche rel. zu diesem angeblich „mitgeführten“ Äther – so geht es nicht – entweder mitgeführt, oder nicht – beides wäre ein Mischmasch. Und wenn auch Deine Vorstellung so wäre, liegst Du falsch, weil dann die gemessene Sternenaberration nicht der Erdgeschwindigkeit entsprechen würde – sie entspricht aber.

Gruß
Ljudmil
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Re: Sternenaberration

Beitragvon Ernst » Do 29. Jul 2010, 16:41

Kurt hat geschrieben: Schaut euch die blaue Linie an, die die ihr als Referenz verwendet. Diese gibts nämlich so gar nicht!!

Die blaue Linie repräsentiert die Realität. Denn sie erklärt exakt die gemessene Aberration.

wenn der Lichtpeak horizontal vollständig mitgeführt würde

Wenn er nicht vollständig mitgeführt wird, handelt es sich um eine Mixtur aus mitgeführtem und absoluten Äther.
Ich nahm an, daß Dein Bezug zur Erdoberfläche an der Erdoberfläche fixiert ist. Für solche vollständige Mitführung gilt Ljudmils Darstellung.
Ist dein Bezug nicht zur Erdoberfläche fixiert, mißt man auf der Erde nicht c, sonder c+-v.
Aber gleichgültig, ob ganz oder partiell mitgeführter Äther, sie liefern nicht die gemessene Aberration.

wenn der Lichtpeak horizontal vollständig mitgeführt würde dann würde er den Boden nie erreichen.

Natürlich erreicht das Licht den Boden, warum denn nicht? In jedem tieferen Fluß nimmt die Fließgeschwindigkeit mit der Tiefe ab und bei genügender Tiefe ist sie am Boden Null. Dennoch erreichen Schraubengeräusche der Schiffe den Flußboden.

Gruß
Ernst
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Re: Sternenaberration

Beitragvon Heinrich Katscher » Do 29. Jul 2010, 22:20

scharo hat geschrieben:
„Prnzipiell ist die Aberration an Hand eines Hubschraubers erklärbar, ....
.... niemals an der Stelle sein, von der aus er diese ausgesandt hat.
Dieses Modell beschreibt meiner Meinung nach die Aberration genügend exakt.“


Das ist ein anderer Effekt, wenn auch Aberration genannt. Bei der Sternenaberration gibt es ...........FIXsterne, ....... deren Bewegung nicht mehr feststellbar ist = der Hubschrauber bewegt sich nicht. ......Dies nennt man Fixsternenaberration, oder von mir aus Aberration bei bewegtem Beobachter.
Du beschreibst jedoch die Aberration bei einer bewegten Quelle – das ist uns gut bekannt, hier aber nicht gefragt.


Bewegungen sind immer relativ. Du kannst den Hubschrauber im Raum "festhalten". Ihm gegenüber wird sich dann die Erde samt den auf ihnen befindlichen Beobachtern bewegen. Ihre Fernrohre müssen sie immer dem Lichtstrahl nach einstellen, dessen Richtung jedoch von der jeweiligen Verbindungsline zwischen Hubschrauber (Fixstern) und Beobachter abweicht.
Mit freundlichem Grusss
Heinrich Katscher
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