GPS

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: GPS

Beitragvon Sebastian Hauk » So 8. Aug 2010, 10:11

Hallo Kurt,

Je mehr empfangen werden desto besser.
Mit dreien ists halt zu ungenau.
Da hilft dann auch keine Atomuhr beim Empfänger.


dann funktioniert GPS demnach ohne Atomuhren. Oder hast Du oder ein anderer hier noch einen Einwand dagegen?

Natürlich befinden sich Atomuhren auf der Erdoberfläche:

Harald Maurer hat Folgendes geschrieben:
Ganz ohne Atomuhren geht es deshalb nicht, aber sie müssen sich nicht unbedingt in den Satelliten befinden.


Gruß

Sebastian
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Re: GPS

Beitragvon Kurt » So 8. Aug 2010, 10:48

Sebastian Hauk hat geschrieben:Hallo Kurt,

Je mehr empfangen werden desto besser.
Mit dreien ists halt zu ungenau.
Da hilft dann auch keine Atomuhr beim Empfänger.


dann funktioniert GPS demnach ohne Atomuhren. Oder hast Du oder ein anderer hier noch einen Einwand dagegen?

Natürlich befinden sich Atomuhren auf der Erdoberfläche:

Harald Maurer hat Folgendes geschrieben:
Ganz ohne Atomuhren geht es deshalb nicht, aber sie müssen sich nicht unbedingt in den Satelliten befinden.



Hallo Sebastian, irgendwie versteh ich nicht worauf du hinauswillst.
Es ist doch egal welcher Uhrentyp verwendet wird.
Atomuhren werden deswegen verwendet weil sie in diesem Zusammenhang die grösste Ganggenauigkeit haben und somit eine gute Positionsbestimmung ermöglichen.

Im NAVI ist das nicht notwendig weil dieses ständig von mehreren SATs die Systemzeit geliefert bekommt.
Bei den SATs ist das nicht so, die sind ev. nur alle zwei Stunden dran.
Und wenn sich da die Taktung des Uhrenoszillators ändert dann sendet er falsche Daten zu den Empfängern.
Diese errechnen daraus dann falsche Positionen.
Wenn die SATs -online- wären, als ständig mit des Systemzeit versorgt würden, dann täts da auch eine 32768 Hz C-Mos-Schaltung als Referenz.

Die Bodenstationen müssen untereinander ebenfalls eine korrekte Systemzeit bereitstellen denn sonnst würde das mit der Positionsbestimmung des SATs selber per Laser nicht korrekt funktionieren.
Auch hier gilt wieder dass sie Online sein müssen um sich zu synchronisieren.
Bedenke aber dass das nicht so ohne weiteres möglich ist denn die Übertragungswege sind viel zu schlecht(wackelig) um die notwendige Güte bereitstellen zu können.
Es ist deshalb sinnvoll in jeder Kontrollstation eine gute Uhr zu haben und die einfach einzuphasen.
Schwankungen am Übertragungsweg der Bodenstationen untereinander fallen dadurch raus.
Und dass eine Bodenstation einfach die GPS-Signale zu ihrer eigenen Positionsbestimmung und Zeitsynchronisation verwendet dürfte nicht gerade sinnvoll sein.

Warum ist dir das "Atom" so wichtig, hast du gewettet?


Gruss Kurt
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Re: GPS

Beitragvon Sebastian Hauk » So 8. Aug 2010, 11:20

Hallo Kurt,

es geht mir nur darum, dass sich in den Satelliten bei GPS keine Uhren befinden. Das ist hinsichtlich der HET schon wichtig. Denn die Synchronisation von Uhren erfolgt bei der HET immer in Bezug auf das Higgsfeld. Es gilt hier also nicht mehr das Relativitätsprinzip. Aus diesem Grund wäre es möglich mit Hilfe von GPS, falls GPS mit Hilfe von Uhren funktioniert, zu überprüfen, ob die HET richtig ist. Die HET wäre also falsch, wenn sich in den Satelliten Uhren befinden. Dann dann müssten die Uhren mit der HET korrigiert werden. Sie wäre demnach also verkehrt. Da sich nun aber in den Satelliten keine Uhren befinden, ist die Frage, ob die HET nun richtig oder falsch ist, immer noch ungeklärt. Außer natürlich das Hafele-Keation-Experiment wird als hinreichend angesehen.

Es geht mir hierbei also nicht um die Atomuhren, sondern um die HET.

Gruß

Sebastian
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Re: GPS

Beitragvon Sebastian Hauk » So 8. Aug 2010, 11:58

Hallo,

laut wikipedia befinden sich in den Satelliten keine Atomuhren:

Oft wird irrtümlich darauf hingewiesen, dass diese Gangunterschiede zu einem Positionsbestimmungsfehler von mehreren Kilometern pro Tag führten, wenn sie nicht korrigiert würden. Ein solcher Fehler würde aber nur dann auftreten, wenn die Positionsbestimmung über die Ermittlung der Abstände des GPS-Empfängers zu drei Satelliten anhand eines Uhrenvergleichs mit einer Uhr im Empfänger erfolgte. In diesem Fall würde sich bei jeder dieser Abstandsbestimmungen ein Fehler von ca. 12 km pro Tag anhäufen. Gewöhnliche GPS-Empfänger sind aber nicht mit einer Atomuhr ausgestattet


http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System

Nun in außergewöhnlichen GPS-Empfängern sollen sich Atomuhren befinden (warum auch immer). GPS benötigt aus diesem Grund vier Satelliten und nicht drei Satelliten.

Artie hat Folgendes geschrieben:
Die Sateliten brauchen die Uhren um Ihre eigene Position möglichst genau zu ermitteln.


Also gilt das schon mal nicht.
Sebastian Hauk
 
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Re: GPS

Beitragvon Harald Maurer » So 8. Aug 2010, 12:37

Sebastian Hauk hat geschrieben:Artie hat Folgendes geschrieben:
Die Sateliten brauchen die Uhren um Ihre eigene Position möglichst genau zu ermitteln.


Also gilt das schon mal nicht.


Richtig. Die Satelliten ermitteln überhaupt nichts. Auch ihre eigene Position nicht. Sie senden Signale zum Erdboden, deren Laufzeit gemessen werden soll. Aus diesem Grund sind in den Satelliten mehrere Atomuhren eingebaut. Die Zeitsignale dieser Uhren werden (korrigiert durch die von den Bodenkontrollstationen errechneten Werte) samt diversen Daten, die der Identifizierung des Satelliten dienen, zum GPS-Empfänger (im Auto z.B.) geschickt. Die Atomuhren in den Satelliten geben also nur den Startzeitpunkt des Signales mit - nur dazu sind sie vorhanden. Aus den unterschiedlichen Laufzeiten der Signale (mindestens von 4 meist aber von mehreren Satelliten) errechnet der GPS-Empfänger dann die Position.
Also nochmal: in den Satelliten befinden sich Atomuhren. In den Empfängern am Boden jedoch nicht, sondern billigere Uhren. In den Bodenkontrollstationen des GPS ( http://www.mahag.com/srt/gps2.php) arbeiten aber auch Atomuhren.

Grüße
Harald Maurer
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Re: GPS

Beitragvon Sebastian Hauk » So 8. Aug 2010, 14:10

Hallo Artie,

Artie hat Folgendes geschrieben:
Laut Wikipedia senden die Satelliten Position und Uhrzeit.


und vorher zitierst Du Harald Maurer.

Artie hat Folgendes geschrieben:
Wie gesagt, laut wikipedia sendet man die Position mit.


Und vorher zitierst Du Harald Maurer.

Artie hat Folgendes geschrieben:
Laut wikipedia sind es pro Satellit sogar mehrere Uhren.


Und vorher zitierst Du Harald Maurer.

Aus diesem Grund zitiere ich noch einmal wikipedia:

In wikipedia steht Folgendes:
Oft wird irrtümlich darauf hingewiesen, dass diese Gangunterschiede zu einem Positionsbestimmungsfehler von mehreren Kilometern pro Tag führten, wenn sie nicht korrigiert würden. Ein solcher Fehler würde aber nur dann auftreten, wenn die Positionsbestimmung über die Ermittlung der Abstände des GPS-Empfängers zu drei Satelliten anhand eines Uhrenvergleichs mit einer Uhr im Empfänger erfolgte. In diesem Fall würde sich bei jeder dieser Abstandsbestimmungen ein Fehler von ca. 12 km pro Tag anhäufen. Gewöhnliche GPS-Empfänger sind aber nicht mit einer Atomuhr ausgestattet


http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System

Nur außergewöhnliche GPS-Empfänger sind, warum auch immer, mit einer Atomuhr ausgestattet.
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Re: GPS

Beitragvon Harald Maurer » So 8. Aug 2010, 15:29

Artie hat geschrieben:Vielleicht ist der Wikipedia Artikel da ungenau:
Wenn der Satellit Uhrzeit und seine Identifikation sendet, dann kann man daraus seine Position bestimmen.
Wie gesagt, laut wikipedia sendet man die Position mit.


Nicht die Position, sondern die Bahndaten (Ephemeridenparameter). Auch diese müssen ständig vom Kontrollsystem kontrolliert und korrigiert werden. Die Korrrekturwerte werden in den Almanachdaten verbreitet. Aus all diesen Daten ermittelt der Empfänger die Position des Satelliten. Der Wiki-Artikel ist da tatsächlich etwas ungenau. Aber ansonsten ist der Artikel schon in Ordnung.

Artie hat geschrieben:Laut wikipedia sind es pro Satellit sogar mehrere Uhren.


Richtig. Habe ich ja auch betont. Atomuhren müssen von Zeit zu Zeit gewartet werden (Ionenpumpe).Daher schaltet man zwischen den Uhren hin und her (switch). Auch hier liegen die Gründe, wehalb sich das GPS nicht zur Überprüfung der RT eignet.

Grüße
Harald Maurer
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Re: GPS

Beitragvon Sebastian Hauk » Fr 13. Aug 2010, 23:22

Hallo,

und dieses Experiment war vermutlich die Vorbereitung für GPS.

Am 18. Juni 1976 startete eine 25 m hohe Scout-Rakete mit einer der genauesten Atomuhren, die bis dahin gebaut worden waren. Eine Vergleichsuhr blieb in der NASA-Leitstelle nahe Cap Canaveral. Nach 2 Stunden Flug fiel die Rakete etwa 1600 km vom Startplatz entfernt ins Meer zurück. Am Ende einer Auswertungsphase der aufgezeichneten Daten in der Dauer von mehr als 2 Jahren (!) wurde behauptet, man habe die Einsteinsche Theorie bis auf den Bruchteil eines Prozentes bestätigt.


http://www.mahag.com/srt/hafele.php

Ist jetzt nur eine Vermutung.

Global Positioning System (GPS), offiziell NAVSTAR GPS, ist ein globales Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung und Zeitmessung. Es wurde seit den 1970er-Jahren vom US-Verteidigungsministerium entwickelt und löste ab etwa 1985 das alte Satellitennavigationssystem NNSS (Transit) der US-Marine ab, ebenso die Vela-Satelliten zur Ortung von Atombombenexplosionen.


http://de.wikipedia.org/wiki/Global_Positioning_System

Wobei das Experiment dann etwas spät gekommen ist.

The Hafele–Keating experiment was a test of the theory of relativity. In October of 1971, Joseph C. Hafele and Richard E. Keating took four cesium-beam atomic clocks aboard commercial airliners and flew twice around the world, first eastward, then westward, and compared the clocks against those of the United States Naval Observatory.


http://en.wikipedia.org/wiki/Hafele%E2% ... experiment

Gruß

Sebastian
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