Ernst sein ist alles

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Madores Grid

Beitragvon Yukterez » Sa 1. Aug 2020, 13:06

Bild Sciencewoken hat geschrieben:Deswegen vermute ich ja, dass Madore sehrwohl Wellenlängen beachtet hat und nicht etwa, wie du vermutest, einen Cauchy-Horizont, der eigentlich gar nicht sichtbar sein dürfte.

Die Wellenlängen würden nicht in der Form daherkommen, das ist ganz sicher nur der Farbcode für das Grid von Schalen die er an allen möglichen Stellen aufspannt. Ich sehe gerade dass er es eh in die Videobeschreibung geschrieben hat, damals habe ich ja in den Kommentaren von diesem Video mit ihm geplauscht:

Bild Madore hat geschrieben:In the video, a blue sphere is placed outside the black hole at some distance, a purple sphere is placed in negative space (i.e., beyond the singularity cut), and the outer and inner horizons are various shades of red and green (red/orange/brown for outer, green for inner; lighter shades are white hole horizons, darker shades are black hole horizons).

Das grüne Grid sollte man also in echt nicht sehen, deshalb muss es das Grid sein das ein time reverseter Beobachter dort sähe wenn dort eines wäre, denn einen normalen Beobachter kann vom Cauchyhorizont kein Licht erreichen so lange er nicht selber drinnen ist.

Zitierend,

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Re: Madores Grid

Beitragvon Sciencewoken » Sa 1. Aug 2020, 14:48

Yukterez hat geschrieben:Zitierend

Na schön, dann habe ich eben falsch gedacht, was solls.
Sicher ist jedoch, dass ein jedes dieser Grids eine Berechnungsgrundlage haben muss, damit es auf Höhe des Horizonts eben so verzerrt aussieht, wie es aussieht und nicht anders.
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die low IQ Intervention

Beitragvon Yukterez » So 2. Aug 2020, 19:38

Black Lives Matter schicken ihr bestes Pferd gegen Achse Ostwest (der in der Mitte) ins Rennen: McMurdos Bruder Dekarldent (unten links) macht sich komplett zum Affen

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Zoom auf die geladene und rotierende Ringsingularität

Beitragvon Yukterez » Mo 3. Aug 2020, 12:06

Bild Yukterez hat geschrieben:Bei den schwarzen Punkten links neben dem Schatten handelt es sich wahrscheinlich um viele kleine Reflexionen desselben die durch die Lichtablenkenkung um die Ringsingularität herum entstehen, allerdings muss ich das noch genauer überprüfen indem ich mir die Bahnen der betreffenden Photonen die aus dem Winkel kommen im Simulator anschaue

Es wäre auch möglich dass das Rauschen um die Ringsingularität herum ein numerisches Artefakt ist, wenn man die Bahnen der Strahlen an den Punkten wo das schwarze Rauschen auftritt im Simulator in der Zeit zurückintegriert bekommen sie in der Nähe des Rings manchmal imaginäre Werte. Allerdings habe ich es testweise mit verschiedenen Integrationsmethoden (variable Stepsize, explizit Runge Kutta und implicit Runge Kutta) probiert und das Rauschen bleibt bestehen und betrifft auch immer die selben Pixel, möglicherweise würde dort wo diese Strahlen herkämen auch die Carter Time Machine zuschlagen und die Photonen in eine Zeitschleife schicken aus der sie nicht mehr herauskämen und daher auch das Auge des Beobachters nicht erreichen würden, das muss ich mir auf jeden Fall noch näher anschauen und es vielleicht noch in irgendwelchen anderen Koordinaten proberechnen.

Auch Madore berichtet von solchen Artefakten (da der Kerr Schild Koordinaten verwendet und ich Doran Koordinaten ist es daher unwahrscheinlich dass das Phänomen bei einem Koordinatenwechsel verschwindet), allerdings sind sie auf den Bildern auf seiner Seite nicht zu sehen, und die Videos auf Youtube sind zu stark komprimiert:

Bild Madore hat geschrieben:Also numerical artefacts are various kinds of traces that look like a kind of powder, typically near the singularity, or in the alignment of the black hole's axis, or sometimes in other places (I sometimes don't understand why they appear), and generally speaking whenever the edges seem indistinct.

Hier ist jedenfalls ein Zoom auf den Bereich um die Ringsingularität, das obere Bild zeigt die Position und den Geschwindigkeitsvektor des Beobachters (relativ zu einem ZAMO) und die unteren das Rauschen um die Singularität; der Beobachter befindet sich innerhalb des Cauchyhorizonts knapp oberhalb der inneren Ergosphäre:

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Zuletzt geändert von Yukterez am Mo 3. Aug 2020, 13:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Zoom auf die geladene und rotierende Ringsingularität

Beitragvon Sciencewoken » Mo 3. Aug 2020, 12:57

Yukterez hat geschrieben:Es wäre auch möglich dass das Rauschen

Rauschen? Hmm. Ich hätte ja eher an einen "Schmier-Effekt" gedacht (etwa wie Motion-Blur, aber das ist nicht gemeint), aber ich habe ja schon erkannt, dass du mir nicht folgen kannst. Stell dir die Strahlen der von mir gezeigten "Banach-Tarski"-Kugeln einfach mal gewölbt vor - in Äquatornähe stärker als in Polnähe unf diese Wölbung hängt auch noch von den Lichtwellenlängen ab. Und dann stell dir das Ergebnis auf einem beliebigen Horizont mehrerer Kugeln zusammen vor. Da gab es von NVidia vor längerer Zeit (kurz vor Einführung der Physx-API) unheimlich tolle Animationen zu, ich finde die nur leider nicht mehr.
Schlierenbildung bei Seifenblasen liegend betrachtet, könnten evtl. auch helfen.
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Black Noise

Beitragvon Yukterez » Mo 3. Aug 2020, 13:16

Ich könnte die betroffenen Pixel natürlich content aware ersetzen, da ich die Maske der Pixel die betroffen sind gesondert ausgebe wäre es leicht eine automatisierte Aktion zu erstellen die das zumindest optisch so weit hinbiegen würde dass man nichts mehr davon sieht, aber ich werde es vorerst noch lassen da es ja auch ein guter Indikator dafür ist wo die Ringsingularität ist.

Bild Sciencewoken hat geschrieben:Ich hätte ja eher an einen "Schmier-Effekt" gedacht (etwa wie Motion-Blur, aber das ist nicht gemeint)

So was ähnliches tritt auch auf, z.B. bei diesem Bild am linken Rand, aber das ist in der Region normal, in dem Fall haben die Photonen entlang des gesamten Pfads physikalische Parameter. Bei dem Rauschen sind nur einzelne Pixel betroffen, und zwischen diesen Pixeln ist alles normal.

Bild Sciencewoken hat geschrieben:Stell dir die Strahlen der von mir gezeigten "Banach-Tarski"-Kugeln einfach mal gewölbt vor - in Äquatornähe stärker als in Polnähe unf diese Wölbung hängt auch noch von den Lichtwellenlängen ab.

Die Wellenlänge wird in meiner Rechnung bei der Berechung des Photonenpfads nicht berücksichtigt, in meinen Bildern gilt die Approximation dass das schwarze Loch sehr viel größer als die Wellenlänge der betrachteten Strahlen ist. Die Frequenz wird zwar auch berechnet, aber sie ändert nicht den Vektor des Photons.

Keinen Zusammenhang sehend,

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Re: Black Noise

Beitragvon Sciencewoken » Mo 3. Aug 2020, 13:49

Yukterez hat geschrieben:Vektor des Photons.

Aber der Abstrahl-Vektor (Winkel) jedes einzelnen Photons ändert sich mit jeder Verschiebung um den momentanen Drehwinkel des schwarzen Lochs. Diese BT-Kugeln sind sozusagen das Innere des schwarzen Lochs, aber man sieht ja nur das Äußere. Soweit ich mich erinnere, ergibt das in etwa so etwas, wie die sichtbare Oberfläche des Jupiter nur eben für jede Wellenlänge mehr oder weniger extrem. Das heißt, es verschiebt sich nicht die Struktur, sondern die Lichtspektren.

Jupiter ist, denk' ich mal eine gute Idee... man nehme eine Rotationsanimation und teile sie in die drei Farbkanäle auf. Die drei Farbkanäle spielt man dann mit unterschiedlichen Animationsgeschwindigkeiten ab und mischt sie wieder zusammen. Das Ergebnis wäre das, wie ich mit die Innenansicht eines rotierenden schwarzen Lochs vorstelle.
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die neutonische Raumzeit

Beitragvon Yukterez » Mo 3. Aug 2020, 20:05

Zur Abwechslung mal wieder was zum Thema Newton:

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Re: die neutonische Raumzeit

Beitragvon Sciencewoken » Mo 3. Aug 2020, 21:03

Yukterez hat geschrieben:Zur Abwechslung mal wieder was zum Thema Newton:

Bei Newton gab es weder Raumzeit noch Äther. Nur Korpuskeln und Materie (oder nur Korpuskeln von mir aus). Newton irrte nur bei den intrinsischen Eigenschaften seiner Korpuskel, was Geschwindigkeit und Material angeht.
Ach ja... und Längenkontraktion und Zeitdilatation gab es bei Newton auch nicht. Außerdem gab es auch keine Gravitationskonstante - die gab es erst etwa 200 Jahre später.
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Re: Ernst sein ist alles

Beitragvon Lagrange » Mo 3. Aug 2020, 21:39

Sciencewoken hat geschrieben:
Yukterez hat geschrieben:Zur Abwechslung mal wieder was zum Thema Newton:

Bei Newton gab es weder Raumzeit noch Äther. ...

Soso!

Newton hat geschrieben:"Doth not this aethereal medium in passing out of water, glass, crystal, and other compact and dense bodies in empty spaces, grow denser and denser by degrees, and by that means refract the rays of light not in a point, but by bending them gradually in curve lines? ...Is not this medium much rarer within the dense bodies of the Sun, stars, planets and comets, than in the empty celestial space between them? And in passing from them to great distances, doth it not grow denser and denser perpetually, and thereby cause the gravity of those great bodies towards one another, and of their parts towards the bodies; every body endeavouring to go from the denser parts of the medium towards the rarer?"
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