rmw hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:
Ja, im Bezugssystem der mitrotierenden Lichtquelle ist alles OK und kein Problem für die Emittertheorie. In den übrigen Bezugssystemen dann nicht mehr.
Im anderen Bezugssystemen ist das nur ein Problem wenn man die völlig hypothetische L.Tr. anwendet. Bei realer Transformation (Galilei) gibt es da nüberhaupt kein Problem.
Huch, wie denn das? Emissionstheorien bedienen sich der Galilei-Transformation, nicht der Lorentz-Transformation. Das kannst du ja dann nicht mehr mit der (angeblich hypothetischen) LT in Verbindung bringen!
Chief hat geschrieben:
Wenn ein Ball in der Nordsee rotiert, rotiert das ganze Wasser nicht mit...
Schon, jedoch geht das am Problem vorbei! George Airy untersuchte die Aberrationsunterschiede eines mit Luft und eines mit Wasser gefüllten Teleskops – und hat zu seiner Überraschung keinen Unterschied gefunden, obwohl die Mediumsgeschwindigkeit von Licht in Wasser kleiner ist als die Vakuumlichtgeschwindigkeit c0. Dieses Nullresultat kann über Fizeaus Mitführungskoeffizient beschrieben werden, jedoch nicht mit einem mitgeführten Äther.
Die relativistische und von der Quellengeschwindigkeit unabhängige Aberration berechnet sich für einen Stern wie folgt:
Das Sternensystem S sei als ruhend angenommen. Die Verbindungslinien des Sterns zur Basis der in der Zeit t zurückgelegten Strecke der Erde entlang ihrer Umlaufbahn um die Sonne bildet ein rechtwinkliges Dreieck mit dem Winkel α beim Stern. Im Ruhesystem des Sterns gelten nun folgende Beziehungen:
1) x = t*cos(α)
Basislinie mit der Lichtlaufzeit t = l/c eines Lichtstrahls in einem Teleskop der Länge l.
2) y = t * sin(α)
senkrechte Verbindungslinie der Basis zum Stern.
Lorentztransformation der Koordinaten:
x’ = gamma*(x-v*t)
x ersetzt mit t*cos(α) aus Gleichung 1) gibt
x’ = gamma*t*(cos(α)-v)
y’ = y = t*sin(α)
t’ = gamma*(t-v*x/c^2)
x wiederum mit t*cos(α) aus Gleichung 1) ersetzt führt zu
t’ = gamma*t*(1-v*cos(α))
Aus Gleichung 1) folgt cos(α)=x/t und daraus folgt cos(α’)=x’/t’ und führt zu
x’/t’ = cos(α’) = (cos(α)-v/c) / (1-v/c*cos(α))
Somit sind die beiden Winkel α und α’ der tatsächlichen und scheinbaren Aberration bestimnt und α’ hängt nur von der Geschwindigkeit v der Erde auf ihrer jährlichen Umlaufbahn um die Sonne ab. In Doppelsternsystemen zeigt sich dies noch krasser, weil die um den gemeinsamen Schwerpunkt drehenden Sterne durch ihre Quellgeschwindigkeit nach der Theorie eines mitgeführten Äthers eine entsprechende zusätzliche Aberration aufweisen müsste, die astronomisch nicht beobachtet wird.
Ernst hat geschrieben:
Aber wir kommen vom Thema ab. Kannst Du meine etwas aufdringliche Frage bezüglich der Veränderung der Objekte beantworten?
Hab ich zwar schon, aber dann halt nochmal: Da c konstant und invariant bezüglich Transformation sind, müssen sich die Zeiten und Längen ändern und werden aus einem dazu bewegten Bezugssystem verschieden gemessen. Längen und Zeiten können nicht isoliert, sondern nur im Verband behandelt werden. Das ist der Unterschied der LT zur GT und ihre daraus abgeleiteten Konsequenzen.
Gruss