sanchez hat geschrieben:
Das verrückte an der Sache ist, ich erinnere mich an das Beispiel mit den Autos auf dem Salzsee, das eine Auto fährt geradeaus. Das andere fährt mal links und danach rechts, ist dann wieder in der Spur vom anderen Auto und fährt dem Auto hinterher, genauso wie eine Uhr die im Raum bewegt wurde und nun der ruhenden Uhr nachgeht. Normalerweise wenn ich einen Umweg statt dem direkten Weg fahre, brauche ich mehr Zeit.
Ja es ist eine Analogie, und die Aussage, man bewegt sich in der Zeit zu Lasten des Raumes ist auch so nicht wirklich richtig, eben wegen der Metrik der Raumzeit, Joachim hat das mal versucht zu erklären:
Joachim Schulz hat geschrieben:
Raum- und Zeitanteil der Vierer-Geschwindigkeit
Ein bewegtes Objekt hat eine “Raumgeschwindigkeit” größer als 0 Da die Ableitung nicht nach Koordinatenzeit sondern Eigenzeit erfolgt, ist sie um den relativistischen Faktor Gamma (γ) vergrößert.
Die Eigenzeit ist relativ zur Koordinatenzeit um γ langsamer. Es vergeht also um γ mehr Koordinatenzeit als Eigenzeit für das Objekt. Damit wird die “Zeitgeschwindigkeit” größer als 1, nämlich genau γ. Gamma ist immer größer als 1. Für ein bewegtes Objekt nehmen also beide Komponenten der Vierer-Geschwindigkeit zu. Man kann nicht davon sprechen, die Zeitgeschwindigkeit würde zugunsten der Ortsgeschwindigkeit abnehmen.
https://scilogs.spektrum.de/quantenwelt ... it-reisen/Das ist nun mal so, kann man versuchen zu verstehen, es schaffen oder scheitern, ich kann nicht sagen, dass das was Joachim da erzählt nun für mich glasklar ist. Ich komme da mit einer Analogie soweit zurecht, dass ich immerhin Gamma ableiten kann, auch wenn es vermutlich so nicht ganz richtig ist.
sanchez hat geschrieben:
Du hast gesagt, alles bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit in Richtung Zukunft durch die Raumzeit, Ich glaube ich habe das verstanden, Stichwort: Vierervektor. Es ist verkehrt herum, wie die Alltagserfahrung. Fliegt da ein Raumschiff umher, und kommt beim Startpunkt zur Ruhe, ist da weniger Zeit auf der Raumschiffuhr vergangen.
Nun ja, im Grunde soll das alles noch trivial sein, so richtig geht es erst in der QT ab, da kann man nicht wirklich noch was verstehen, da nimmt man wohl hin, wie die Natur meint es eben handhaben zu müssen. Zum Vektor, es ist einfach nicht so einfach, dass die Metrik nicht euklidisch ist, wir leben eben gefühlt in einer Welt, die euklidisch ist. Unser Hirn ist nicht gemacht dafür, uns andere Räume vorzustellen, schau, von der Mathematik ist es kein Problem mit vier Dimensionen im Raum zu arbeiten, man kann das sogar in den unseren projizieren.
Aber es ist uns nicht möglich, vierdimensional zu visualisieren, sehen wir die Projektion eines Würfels, dann sehen wir einen Würfel im Raum, wir erkennen wie die Flächen liegen. Wenn der nur rotiert, wissen wir was wir da sehen, das wir die Flächen eben von der Seite sehen. Ein Wesen, dass nicht in drei Dimensionen denken kann, sieht hier nur Flächen, Dreiecke und Rechtecke, die ihre Form verändern. Den Würfel selber in 3D können sie unmöglich sich vorstellen. Und so scheitern wir an 4D und ich habe in meiner Jugend echt viel versucht, auch mit Drogen geht es nicht. Geht einfach nicht, vier Achsen die im rechten Winkel aufeinander stehen, unmöglich vorzustellen. Und so sehen wir, wenn ein vierdimensionaler Würfel in allen Dimensionen rotiert nur viele Würfel, die ihre Form ändern, so wie das Wesen aus der Fläche hier eben Flächen bei unserem Würfel sieht.
Was ich mich frage, ob in Zukunft eine KI da über unsere Grenzen gehen könnte.
