Frau Holle hat geschrieben:
McMurdo hat geschrieben:
Mir geht es darum das hier offensichtlich doch keine Symmetrie herrscht beim Flug von der Erde zu Alpha Centauri. Denn wenn es symmetrisch wäre, könnte ja auch der im Raumschiff annehmen er ruht und Alpha Centauri käme auf ihn zu. Dann müssten die Uhren es ja genau andersherum anzeigen?
Jain. Die Sache ist rechnerisch symmetrisch. Jeder kann sich zu Recht als ruhend betrachten und sieht das andere System bewegt: Das Raumschiff sieht, dass sich die Erde von ihm weg bewegt und die Erde sieht, dass sich das Raumschiff weg bewegt. Jeder kann sich mit dem Gammafaktor der SRT und ausrechnen, dass die andere, entfernte Uhr langsamer tickt im Vergleich zur eigenen.
Klingt ja richtig, und die Uhr muss aber nicht entfernt sein, sie muss nur bewegt sein, der Ort ist egal. Mal sehen wie lange das hält, denke ein Satz weiter und das war es wieder ...
Frau Holle hat geschrieben:
Klar ist natürlich, dass das nicht gleichzeitig real sein kann.
Und vorbei ...
Frau Holle hat geschrieben:
Zwei Uhren zeigen entweder das gleiche an oder eine zeigt mehr an als die andere. Ich kann ja nicht zwei Uhren nebeneinander stehen haben und jede zeigt weniger an als die andere. Also muss die Natur letztlich die Karten auf den Tisch legen.
Du kannst nicht begreifen, dass man von einem "bewegten" System oder zwischen zwei bewegten Systemen wechselseitig in die Vergangenheit oder Zukunft des anderen Systems "greifen" kann, wenn man die bei x, x', t, t' = 0 übereinander legt. Du verstehst das mit dem Bahnhof noch immer nicht, wenn Du mit anderen entlang der Gleise stehst und bei t = 0 gleichzeitig vorne und hinten und in der Mitte die Dame dort küsst, dann ist das für Dich gleichzeitig, aber für die Damen im Zug ganz real nacheinander. Genau den Teil kannst Du nicht verstehen. Natürlich sind da um Zug auch "noch" die Damen bei t' = 0 überall entlang des Zuges, aber denen stehen die am Bahnhof nicht gegenüber. So wie die Uhren bei Markus eben unterschiedliche Zeiten zeigen, wenn sie bewegt sind, im System.
Frau Holle hat geschrieben:
Und das passiert, wenn das Raumschiff bei Centauri ankommt. Die Zeitdilatation, die sich auf der Erde angesammelt hat, die müsste sich ebenso auf Centauri angesammelt haben, weil ja beide synchron sind und sich auch bewegt haben relativ zum Raumschiff. Es ist aber so, dass sich Centauri quasi zum Raumschiff hin und die Erde vom Raumschiff weg bewegt hat, so dass sich die beiden Relativgeschwindigkeiten (zum Raumschiff) von Erde und Centauri zu 0 addiert (gleicher Betrag aber entgegensetzte Richtung = 0).
Das ist klar, denn der Abstand Erde-Centauri blieb ja konstant. Übrig bleibt nur die Bewegung der Borduhr von der Erd-Uhr zur Centauri-Uhr. Und das zeigt sich dann auch beim Uhrenvergleich der einzigen Borduhr mit der anderen Uhr auf Centauri: Im Raumschiff ist definitiv weniger Zeit vergangen als auf Centauri und der synchronen Erde.
Und das ist einfach falsch. Hatte ich Dir vorgerechnet, oder gezeigt, Fehler kannst Du ja nicht aufzeigen.
Frau Holle hat geschrieben:
So erkläre ich mir das jedenfalls und so funktioniert auch die Sache mit dem Zug und den Bahnhöfen. Im schnellen Zug vergeht meine Zeit langsamer und ich kann an jedem Bahnhof die dortige Uhr ablesen und dann auch feststellen, dass es so ist.
Kurt sagt auch, er kann so was, kann er nicht, kannst Du nicht, ist eben falsch. Du ignorierst wie Kurt inzwischen auch Dinge, die Dir nicht passen, noch mal das Zitat von Spektrum der Wissenschaft, ist wirklich knackig klar, und spricht eben genau das Beispiel hier an, wo es ja unterschiedliche Meinungen zu gibt, Zug und Gleise, und die Aussage ist eindeutig:
www.spektrum.de » Lexikon der Astronomie »
Zeitdilatation hat geschrieben:
Achtung, Bewegung ist relativ!
Dabei ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die Bewegung eines Systems relativ ist. Betrachten wir als ein einfaches Beispiel einen Zug, der immer geradeaus mit konstanter Geschwindigkeit fährt. Physiker sprechen in diesem Fall von einer gleichförmig geradlinigen Bewegung. Unter diesen Voraussetzungen ist der Zug ein Inertialsystem in der SRT. Ein Beobachter, der am Gleis stehen möge und den Zug an sich vorbeifahren sieht, bewegt sich gegenüber dem Zug mit der Relativgeschwindigkeit. Es ist nun nicht entscheidbar, ob sich der Zug bewegt (Sicht des Beobachters am Gleis) oder ob sich der Beobachter am Gleis bewegt (Sicht der Zugreisenden). Folglich betrachtet der Beobachter am Gleis Uhren im Zug als dilatiert, und Zugreisende betrachten die Uhr am Gleis als dilatiert! Das ist kein Paradoxon, sondern das Wesen der Relativitätstheorie.
Meine Rede, passt doch wie die Faust aufs Auge. Der Beobachter betrachtet die Uhren am Weg der Gleise dilatiert (heißt die gehen langsamer für den im Zug) und der Beobachter an den Gleisen betrachtet die Uhren im Zug dilatiert (heißt die gehen für den an den Gleisen langsamer), so schaut es eben aus.
Das ist der Weg ...