Frau Holle hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Also wieder mal die Sprache, für mich gibt es nicht drei verschiedene Zeiten, sondern drei zueinander bewegte Systeme. Und die Zuordnung der Uhren in die System macht dann Sinn, wenn man das "ruhend" dazuschreibt:
U₁: ruhend in S (Ruhesystem des Zuges)
U₀: ruhend in S' (Ruhesystem des Bahnhofs)
U₂: ruhend in S'' (Ruhesystem der U₂)
Wie kann man nur so unflexibel sein?
Hat nichts mit unflexibel zu tun, sondern mit Präzision. Und Du hast geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:
Da es nun mal 3 verschiedene Zeiten gibt (für jedes IS eine), muss man auch mindestens 3 verschiedene Uhren betrachten, die diese Zeiten angeben:
U₀ (im Bahnhofssystem)
U₁ (im Zugsystem)
U₂ (im eigenen Ruhesystem)
Und die Aussage, es gibt für jedes IS eine eigene Zeit ist schon sehr "schwammig". Der ganze Absatz ist nicht wirklich sauber.
Frau Holle hat geschrieben:
Es versteht sich doch von selber, dass eine Uhr in ihrem Ruhesystem ruht. Deshalb heißt es ja Ruhesystem. "Für dich" scheint alles ziemlich kompliziert zu sein, wo es doch ganz einfach ist.
Ach was, Du hast erklärt, die U₂ gibt im eigenen Ruhesystem die Zeit an, ich habe so einen Käse nicht vorgegeben, für mich ist das auch nicht zu kompliziert. Auch war ich es nicht, der sich hier immer wieder "verheddert" hat.
Frau Holle hat geschrieben:
Wenn du ein Monk bist, na ja. Für solche Leute fehlt mir die Empathie, sorry. Bin kein Psychologe oder Psychiater und kann mich da nicht wirklich rein denken.
Nicht ein Monk, sondern "wie" und es geht um Präzision. Und Du musst Dich da nicht rein denken,
Frau Holle hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Diese drei Uhren sind natürlich in allen drei Systemen präsent, die Frage ist, wann zeigen sie welche Zeiten an welchen Orten an. Konkret, was zeigt die U₂ in S und S'' für Zeiten an welchen Orten. Mir geht es um die Ereignisse.
Klar, wenn man die Orte mal berechnet hat mit dem Lorentzfaktor, dann kann man sich konkrete Ereignisse raussuchen und die verschiedenen Uhren dort betrachten.
Daniel K. hat geschrieben:
Wenn die U₂ am Zugende und Ende des Bahnhofs mit der Fahrt beginnt, was zeigt die Uhr vorne bei der Lok im Zug und vorne beim Bahnhof an, und wo ist das. Wenn wir den Zug auch 1 Ls lang manchen, also die Ruhelänge beträgt 1 Ls, ist er in S' lorentzkontrahiert, Du gibt die Länge an, gut, aber was zeigt da die Uhr am Bahnhof an, wenn man vorne bei der Lok im Zug ist.
Das interessiert mich wiederum überhaupt nicht, wie schon oft gesagt. Mich interessieren nur die Uhren vor Ort. Was andere Uhren anzeigen, die ganz woanders sind und wegen der RdG asynchron laufen ist uninteressant, wie ich finde. Man kann sich das mal beispielhaft ansehen, aber mir bringt es eigentlich nichts^^.
Nun ja, Du bist ja angetreten um Kurt abzulösen und das Relativitätsprinzip auszuhebeln, mal zur Erinnerung:
Daniel K. hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Du wolltest eine Rechnung von mir, mit bewegten Mond, hast da behauptet, es wäre ganz klar, dass die Rakete bewegt sein muss, da geht die Zeit eben langsamer, mit dem Mond geht es nicht.
Dass man sich jederzeit ein BS als Ruhesystem aussuchen kann und in diesem Sinn auch bevorzugen kann (durch die Art der Uhrenvergleiche)
obwohl die SRT symmetrisch ist habe ich schon auf den ersten Seiten hier im Thread geschrieben.
Unfug, man muss ja in einem System anfangen, egal in welchem und dann transformiert man die Werte eben in das andere zum eigenen bewegten System, da wird nichts bevorzugt, man fängt einfach in einem System an. Und Du hast behauptet,
die Symmetrie könnte durch die Art, wie man Uhren vergleich, gebrochen werden. Deine Worte sind da eindeutig:
Frau Holle » Di 27. Dez 2022, 22:48 hat geschrieben:
Ein Typ im schnellen Zug rast am Bahnhof A vorbei, sieht draußen auf der großen Bahnhofsuhr genau 12 Uhr mittags und startet seine Stoppuhr. Er kommt nach einer Weile an Bahnhof B vorbei, sieht draußen auf der großen Bahnhofsuhr genau 13 Uhr und stoppt seine Stoppuhr.
Was glaubst du zeigt die Stoppuhr an? Mehr als 1 Stunde? Weil alle Bahnhofuhren langsamer gehen?
Ich sage dir: Seine Stoppuhr zeigt weniger als 1 Stunde an und jeder, der im Bahnhof A oder B den Zug vorbeirasen sah kann bestätigen, dass er genau um 12 bei A war und um 13 Uhr bei B. Es waren einmalige Ereignisse. Der Typ mit der Stoppuhr im Zug weiß das natürlich auch und weiß dann auch, dass er es ist der sich bewegt und nicht die Bahnhöfe. Die Symmetrie ist gebrochen, wenn er immer eine andere Uhr abliest.
Spare dir die Erklärung, warum es deiner Meinung nach anders sein müsste. Ich nehme dir nichts ab. Es reicht nicht, wenn man nur etwas über die SRT liest. Mitdenken sollte man auch. Aber ich weiß jetzt wenigstens woher du es hast: Die Website mit der blauen Grafik erklärt es grottenschlecht und unüblich. Das mit den Uhren am Weg wird sogar ganz falsch erklärt. Das Gegenteil ist richtig.
Frau Holle » Mi 28. Dez 2022, 14:33 hat geschrieben:
Wenn man mit jeweils einer anderen Uhr vor Ort am Weg vergleicht (erst A dann B oder diese versch. Ug am Gleis), dann bleiben diese eben nicht zurück, sondern haben einen "Vorlauf", wie du es nennst. Der Reisende erkennt daran, dass die Uhren im anderen System schneller gehen als die eigene Borduhr. Es ist genau so, wie es Peter Kroll erklärt, und nicht anders.
Frau Holle » Mo 2. Jan 2023, 23:00 hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Offenbar willst Du wirklich beweisen, dass durch das Betrachten von Uhren die an einem vorbeiziehen, man ermitteln kann, ob man selber bewegt ist, oder das anderes System.
Klar, das ist sogar noch einfacher zu beweisen: 1. Synchronisiere drei Uhren von Erde, Mond und deiner Rakete.
2. Berechne die Zeitdilatation für deinen schnellen Raketenflug dorthin.
3. Fliege mit der angesetzten Geschwindigkeit zum Mond und knapp daran vorbei.
4. Lese deine Borduhr und die Monduhr ab im dem Moment, wo sich der Mond an dir vorbei bewegt.
Deine Borduhr wird weniger Zeit anzeigen als die Monduhr. Warum?
Weil du dich zum Mond bewegt hast und nicht der Mond zu dir. Wenn du vorher richtig gerechnet hast, wird die Anzeige auch mit deiner Rechnung übereinstimmen. Noch Fragen?
Ganz deutlich und eindeutig, ich habe Dir die ganze Zeit erklärt, die Szene ist so erstmal symmetrisch, die Uhren gegen wechselseitig langsamer, egal ob Zug in S und Gleise in S' oder Erde/Mond in S und Raumschiff in S'. Hier habe ich explizit noch mal geschrieben, was Du beweisen willst und was eben nicht geht. Dass Du eben eine eindeutige Fallunterscheidung machen willst, was nicht geht, dazu hab ich Dir Spektrum zitiert:
www.spektrum.de » Lexikon der Astronomie »
Zeitdilatation hat geschrieben:
Achtung, Bewegung ist relativ!
Dabei ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die Bewegung eines Systems relativ ist. Betrachten wir als ein einfaches Beispiel einen Zug, der immer geradeaus mit konstanter Geschwindigkeit fährt. Physiker sprechen in diesem Fall von einer gleichförmig geradlinigen Bewegung. Unter diesen Voraussetzungen ist der Zug ein Inertialsystem in der SRT. Ein Beobachter, der am Gleis stehen möge und den Zug an sich vorbeifahren sieht, bewegt sich gegenüber dem Zug mit der Relativgeschwindigkeit. Es ist nun nicht entscheidbar, ob sich der Zug bewegt (Sicht des Beobachters am Gleis) oder ob sich der Beobachter am Gleis bewegt (Sicht der Zugreisenden). Folglich betrachtet der Beobachter am Gleis Uhren im Zug als dilatiert, und Zugreisende betrachten die Uhr am Gleis als dilatiert! Das ist kein Paradoxon, sondern das Wesen der Relativitätstheorie.
Meine Rede, passt doch wie die Faust aufs Auge. Der Beobachter betrachtet die Uhren am Weg der Gleise dilatiert (heißt die gehen langsamer für den im Zug) und der Beobachter an den Gleisen betrachtet die Uhren im Zug dilatiert (heißt die gehen für den an den Gleisen langsamer).
Steh doch einfach dazu, Deine Behauptung war falsch, irren ist menschlich, kommt vor. Du wirfst Kurt vor uneinsichtig zu sein, und verhält Dich genauso. Was war mit den Uhren in der Grafik von Markus, wo ich angeblich die falschen betrachte und auch die falschen Ereignisse? Hast Du dazu mal was geliefert? Nein kein Stück. Dann das mit den Ereignissen, absolut, invariant, auch absolute Orte, aber ohne Koordinaten ..., und dann eierst Du nur herum, Anstatt einfach mal zu sagen, ja gut, hab mich geirrt.
Du hast erklärt, wenn man aus dem Zugfenster sehen kann, kann man eine Fallunterscheidung machen, man muss nur die Uhren entlang der Gleise "richtig" beobachten, dann würde es gehen, und man kann ermitteln, wer wirklich bewegt ist, und wer wirklich ruht. Kann ich gerne weiter aufdröseln. Ich habe Dich auf den Vorlauf hingewiesen, dass die Uhren nicht synchron gehen, wolltest Du nichts wissen, Vorlauf sei ein Hirngespinst.
Die Grafik von Markus, die das zeigt, die sei okay, meinst Du, aber ich würde ja die falschen Uhren und Ereignisse "betrachten", warum die falsch sind, und welche denn richtig, hast Du nie erklären können.
Also, eben darum finde ich das interessant, mehr als eine Uhr an den Gleisen, echte Ereignisse mit Orts- und Zeitkoordinaten, aber eventuell ist Dir das ja zu kompliziert. Wie dem auch immer sei, mal eben den Lorentzfaktor auszurechnen und dann einfach Abstände damit zu multiplizieren oder zu teilen ist trivial. Ja eine "bewegte" Länge ist bewegt eben kontrahiert und eine zeitlicher Abstand ist eben länger. Aber das ist doch eh klar.