Das Uhrenparadoxon

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Das Uhrenparadoxon

Beitragvon Kurt » Do 9. Mär 2023, 11:37

Frau Holle hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:Da gibt es nichts falsch zu verstehen. Wenn viele Uhren Uhren am Wegrand im Ruhesystem vom Minkowski-Diagramm synchron sind, dann ist das so.

Das ist nun nicht der Punkt, eventuell zitierst Du mal konkret die Aussage von Peter Kroll, wo Du meinst, sie würde im Widerspruch zu meinen Aussagen stehen. Denn Du hast ja "gefragt" ob ich meine er würde lügen.

Doch, das ist genau der Punkt. Darum ging es mir von Anfang an in der Diskussion mit Kurts Zug und den verschiedenen Uhren an den Gleisen.

Welche Uhren gibts denn an den Gleisen?
Was haben die mit der "Methode" ums PDF, also der RT-Behauptung-Widerlegung zu tun?

Übrigens: Manuel kannst du vergessen, der hat keine Ahnung von Technik und Realität und mit der Wahrheit hat er's auch nicht besonders.
Er hat sich wohl selber in seinen "Zustand" gebracht und versucht nun diesen zu verteidigen.
Dass er dabei seinen "Charakter" offenlegt scheint er nichtmal zu realisieren.


Kurt

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Re: Das Uhrenparadoxon

Beitragvon Frau Holle » Do 9. Mär 2023, 12:58

Kurt hat geschrieben:Welche Uhren gibts denn an den Gleisen?
Was haben die mit der "Methode" ums PDF, also der RT-Behauptung-Widerlegung zu tun?

Es gibt unendlich viele Uhren an den Gleisen, neben den Gleisen, über und unter den Gleisen, einfach überall im ganzen Universum, die alle zueinander und zu den Gleisen in Ruhe sind, d.h. dass sich ihr Abstand nicht ändert. Es sind keine konkreten Uhren mit Mechanik oder sowas. Es sind theoretische, ideale Uhren, die einfach nur ihre Zeit anzeigen, unendlich viele davon, in jedem sog. Inertialsystem, was auch ein theoretisches Konzept ist.

Diese Uhren haben mit der "Methode" zu tun, weil sie zur Theorie gehören, die du widerlegen willst, nämlich zur SRT. Da du aber die SRT, das Relativitätsprinzip und die ganze Theorie ablehnst, kannst du das auch niemals verstehen. Unnötig also es immer und immer wieder zu erklären. Recht ausführlich habe ich es dir hier erklärt, aber das geht ja bei dir zum einen Ohr rein und ungehindert zum anderen wieder raus. Vielleicht weil nichts dazwischen ist, was es aufhalten könnte? ;) Spass, nicht als Beleidigung gedacht.

So eine Theorie ist wie ein Spiel, Schach oder Skat oder Mensch-Ärgere-Dich-Nicht oder was immer. Es gibt Vorgaben, Spielregeln, und aus denen ergibt sich dann zwingend der mögliche Spielverlauf für jedes konkrete Spiel, das man durchführt. Man kann im Schach nicht die Dame wie einen Springer bewegen. Das geht einfach nicht. Es ist verboten. Im Fall von Naturgesetzen als Spielregeln von der Natur verboten. Man kann Naturgesetze nicht einfach erfinden und wie in der Politik mit Meinungen darüber abstimmen. Man kann sie nur finden. Sie sind nämlich von der der Natur gesetzt und heißen eben deshalb Naturgesetze, im Unterschied zu den menschengemachten Gesetzen, die man auch mal ändern kann.

So ist es auch mit den Spielregeln der ART und SRT. Die theoretische Vorgabe ist die konstante LG und sog. Inertialsysteme, für die das Relativitätsprinzip gilt. Das hat dann logisch und mathematisch ganz eindeutige Konsequenzen, wie z.B. die Zeitdilatation und Längenkontraktion, und wie bei einem Schachspiel kann die Natur nur bestimmte Phänomene zeigen, die diesen Vorgaben als Spielregeln entsprechen. Theoretisch. Ob es auch praktisch so ist, das müssen dann Experimente zeigen, wie z.B. das Hafele-Keating-Experiment, wo man mit ART und SRT zunächst gemäß den theoretischen Spielregeln vorausberechnet, was sich ergeben müsste, und dann konkret nachprüft, ob es sich auch so ergibt. Nicht nur bei Hafele-Keating, sondern auch täglich am CERN und überall, wo die Theorie eine Rolle spielt, und das ist bei der SRT wirklich überall.

Aber das weißt du ja alles. Warum fragst du immer wieder? Da vergeht einem die Lust, immer wieder alles mit anderen Worten zu erklären, die dann doch nicht gehört oder gelesen werden und erst recht nicht verstanden. Ist doch auch egal. Das muss nicht zwingend jeder verstehen. Meine Oma versteht's auch nicht. Aber die behauptet auch nicht hartnäckig öffentlich, dass die ganze Theorie falsch, schwachsinnig und gelogen wäre, die sie gar nicht versteht. Das ist halt das Nervige bei euch RT-Leugnern. Aber naja... es kann mir eigentlich egal sein. Behauptet doch was ihr wollt. 8-)
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Re: Das Uhrenparadoxon

Beitragvon Kurt » Do 9. Mär 2023, 13:58

Frau Holle hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Welche Uhren gibts denn an den Gleisen?
Was haben die mit der "Methode" ums PDF, also der RT-Behauptung-Widerlegung zu tun?


So eine Theorie ist wie ein Spiel



Bezchne es halt richtig, es handelt sich um eine Märchenwelt die keinen Bezug zur Realität hat aber von sich behauptet, dass sie die Realität richtig widerspiegelt.
Eine der Grundsäulen dieser Theorie besagt:

Das Relativitätsprinzip besagt, dass die Naturgesetze für alle Beobachter dieselbe Form
haben. Einfache Überlegungen zeigen, dass es aus diesem Grund unmöglich ist, einen
bevorzugten oder absoluten Bewegungszustand irgendeines Beobachters oder Objekts
festzustellen. Das heißt, es können nur die Bewegungen der Körper relativ zu anderen
Körpern, nicht jedoch die Bewegungen der Körper relativ zu einem bevorzugten
Bezugssystem festgestellt werden.


Wird eine Möglichkeit aufgezeigt die diese Behauptung widerlegt, es doch möglich ist zu unterscheiden, dann ist die ganze Theorie falsifiziert.
Es sein denn: Die aufgezeigte Methode kann widerlegt werden.
Nicht mit den Behauptungen der falsifizierten Theorie, sondern mit dem Zeigen von nachgewiesenen Realvorgängen die der aufgezeigten Möglichkeit widersprechen.

Solange das nicht geschieht ist die besagte Theorie falsifiziert.

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Re: Das Uhrenparadoxon

Beitragvon Frau Holle » Do 9. Mär 2023, 15:23

Kurt hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:So eine Theorie ist wie ein Spiel

Bezchne es halt richtig, es handelt sich um eine Märchenwelt die keinen Bezug zur Realität hat

Die RT ist eine der besten Theorien, die man kennt, gerade weil sie es erlaubt ganz konkrete Vorhersagen zu machen, wie sich die Natur verhält und im Experiment verhalten wird. Wenn sie nichts mit der Realität zu tun hätte, wäre das unmöglich. Jeder dahergelaufene Kurt könnte sie stichhaltig widerlegen und würde das auch mit Freuden tun.

Wenn etwas dran wäre an der einfachen Widerlegbarkeit... meinst du nicht, dass es genügend Leute gäbe, die das mit Freuden tun würden und dass man diese "Wahrheit" gar nicht unterdrücken könnte? Glaubst du im Ernst, dass es da eine unsichtbare große Macht gibt, die den Wissenschaftlern vorschreibt, was sie zu behaupten haben? Und niemand wagt es dagegen zu reden? Weil er sonst verhaftet, gefoltert und ermordet wird oder was? Wenn Kurts wie du an der Macht wären oder Diktatoren wie in Russland, dann vielleicht schon. Aber so ist es nicht. Ganz sicher nicht.

Es gibt auch genügend reiche, superreiche und einfach finanziell unabhängige Leute, denen man nicht drohen kann mit Jobverlust oder sowas. Wissenschaft war schon immer ein Privileg der Reichen, die einfach nur forschen aus Lust und Laune, aus Neugier und Spass den der Erkenntnis. Erst im letzten halben Jahrhundert ist es überhaupt möglich, dass auch Leute aus einfachen Verhältnissen zu genügend Bildung kommen um nennenswert in den Wissenschaften mitreden zu können.

Märchen wie deine oder abstruse Auswurf- und Driftmärchen von bumbum können bekanntlich überhaupt nichts vorhersagen und verdienen nicht mal ein müdes Lächeln, nur Kopfschütteln. So gesehen seid ihr wirklich bedauernswerte Geschöpfe... sowas von auf dem Holzweg. Zu blöd zum Schach spielen aber solchen, die es können auf's Spielbrett hauen, dass alles durcheinanderfliegt, das könnt ihr, was für eine Glanzleistung :roll:.
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Re: Das Uhrenparadoxon

Beitragvon sanchez » Do 9. Mär 2023, 16:09

@Daniel K.

Ich hatte heute so ein Heureka Erlebnis in der Sauna.
Erde Mond mit je einer Uhr, eine Rakete mit einer Uhr vorne und einer hinten.

Wenn Uhr Vorne bei der Erde vorbeikommt, werden die Uhren auf Null gestellt.
Uhr vorne fliegt weiter Richtung Mond.

Wenn nun Uhr Hinten bei Uhr Mond ankommt, ist auf diesen beiden Uhren gleichviel Zeit vergangen.
Nicht 20 nicht 27 Sekunden, sondern eher so was wie 34 Sekunden.

Wenn das Ganze sich so verhält, ist es symmetrisch in der Zeit. Es endet so, wie es angefangen hat, zwei Uhren zeigen die gleiche Zeit an.
Wenn man am Ende den Zeitpfeil umkehrt, gibt es keinen Unterschied, in dem was man sieht.
Den Rest habe ich auch schon auf dem Kasten, und kommt später.
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Re: Das Uhrenparadoxon

Beitragvon Kurt » Do 9. Mär 2023, 18:31

Frau Holle hat geschrieben: Jeder dahergelaufene Kurt könnte sie stichhaltig widerlegen und würde das auch mit Freuden tun.


Ich hab sie ja stichhaltig widerlegt, was also willst du noch.

Du kannst meine Widerlegung nicht aushebeln, also bleibt sie bestehen.
Und natürlich auch die Bezeichnung "Märchenwelt", es sei denn du kannst...

Kurt

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Re: Das Uhrenparadoxon

Beitragvon Kurt » Do 9. Mär 2023, 18:34

sanchez hat geschrieben:
Wenn nun Uhr Hinten bei Uhr Mond ankommt, ist auf diesen beiden Uhren gleichviel Zeit vergangen.
Nicht 20 nicht 27 Sekunden, sondern eher so was wie 34 Sekunden.


Dann hast du unterschiedlich gehende Uhren verwendet.

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Re: Das Uhrenparadoxon

Beitragvon McMurdo » Do 9. Mär 2023, 19:27

Kurt hat geschrieben:Ich hab sie ja stichhaltig widerlegt, was also willst du noch.
.

Wo ist das entsprechende Experiment? Eben, gibt keine. Was es gibt sind Experimente die sie bestens belegen.
McMurdo
 

Re: Das Uhrenparadoxon

Beitragvon Daniel K. » Do 9. Mär 2023, 20:17

Frau Holle hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:
Da gibt es nichts falsch zu verstehen. Wenn viele Uhren Uhren am Wegrand im Ruhesystem vom Minkowski-Diagramm synchron sind, dann ist das so.

Das ist nun nicht der Punkt, eventuell zitierst Du mal konkret die Aussage von Peter Kroll, wo Du meinst, sie würde im Widerspruch zu meinen Aussagen stehen. Denn Du hast ja "gefragt" ob ich meine er würde lügen.

Doch, das ist genau der Punkt. Darum ging es mir von Anfang an in der Diskussion mit Kurts Zug und den verschiedenen Uhren an den Gleisen.

Dir mag es um Kurt gegangen sein, am Anfang, aber das ist dann nicht mehr der Punkt gewesen, der Punkt ist Deine Weigerung Fakten zu akzeptieren und das klassische Relativitätsprinzip. Versuche nicht Dich hier rauszureden, ich zitiere Deine Aussagen noch mal dazu:
Frau Holle » Fr 20. Jan 2023, 21:10 hat geschrieben:
Es gibt bzgl. der vergangenen Zeit zwischen den Ereignissen nicht nur eine Realität, ...

Frau Holle » Mo 2. Jan 2023, 23:00 hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Offenbar willst Du wirklich beweisen, dass durch das Betrachten von Uhren die an einem vorbeiziehen, man ermitteln kann, ob man selber bewegt ist, oder das anderes System.

Klar, das ist sogar noch einfacher zu beweisen:

1. Synchronisiere drei Uhren von Erde, Mond und deiner Rakete.
2. Berechne die Zeitdilatation für deinen schnellen Raketenflug dorthin.
3. Fliege mit der angesetzten Geschwindigkeit zum Mond und knapp daran vorbei.
4. Lese deine Borduhr und die Monduhr ab im dem Moment, wo sich der Mond an dir vorbei bewegt.

Deine Borduhr wird weniger Zeit anzeigen als die Monduhr. Warum? Weil du dich zum Mond bewegt hast und nicht der Mond zu dir. Wenn du vorher richtig gerechnet hast, wird die Anzeige auch mit deiner Rechnung übereinstimmen. Noch Fragen?

Es gibt eben physikalisch keine Fallunterscheidung, die Rakete bewegt sich gegenüber dem Mond, wie der Mond gegenüber der Rakete. Ob Du das noch mal begreifen wirst? Du unterscheidest Dich da in keiner Weise von Kurt, was die generelle Aussage angeht, nur die Szene ist anders. Auch Du meinst, glaubst und behauptest, es gäbe real einen physikalischen Unterschied, ob man sich gegenüber dem Mond bewegt, oder der Mond gegenüber einem. Diesen Unterschied gibt es nicht und somit auch keinen Weg das physikalisch zu unterscheiden.


Und auch hier ganz eindeutig:

Frau Holle » Fr 20. Jan 2023, 21:10 hat geschrieben:
Es gibt bzgl. der vergangenen Zeit zwischen den Ereignissen nicht nur eine Realität, aber man kann eine bevorzugen, so wie es Kurt (unbewusst) mit Fall A macht und so wie es auf der Erde auch üblich ist, wo man eben zwei verschiedene Uhren z.B. an Flughäfen problemlos ablesen kann, weil man weiß, dass die in einem System synchron sind, zu dem man sich selber als bewegt betrachtet. Wenn man es nicht schon wüsste, könnte man es bei der Landung feststellen oder sich einfach logisch herleiten, weil man ja verschiedene, in ihrem Ruhesystem synchrone Uhren vor Ort ablesen will, und das geht natürlich nur, wenn man selber sich bewegt von einer ruhenden Uhr zur anderen.

Du willst eine Fallunterscheidung, physikalisch, das ... geht nur, wenn man selber sich bewegt, von einer ruhenden Uhr zur anderen. Das ist falsch, man ruht immer per Definition in seinem eigenen Ruhesystem und die Uhren kommen eben an einem vorbei, im eigenen Ruhesystem sind immer die Uhren bewegt, wenn die an einem vorbeiziehen. Und generell gibt es da physikalisch keine Fallunterscheidung, man kann es aus dem eigenen Ruhesystem beschreiben und ebenso aus dem Ruhesystem der Uhren und nein, die Anzeigen der Uhren werden sich dabei nicht ändern, nur weil man es aus einem anderen System beschreiben, es gibt da nicht zwei Realitäten, wie Du behauptest.


Frau Holle hat geschrieben:
Wir sind wieder da, wo wir schon vor Monaten waren und mir bereits die Geduld ausging, weil du einfach das Gedankenexperiment nicht so akzeptieren willst, wie ich es vorgebe. Die Ruhelängen sollen gleich sein und es sollen nur Uhren gleichzeitig am selben Ort verglichen werden.

Nun ja, wenn Du unfähig bist, Deine Grafiken richtig zu erstellen, inzwischen hast Du das ja andernorts doch offen mal zugegeben:
Frau Holle hat geschrieben:

Bild

Da hast Du das Ereignis E₀ den Mond (bewegt) auf Höhe von V (ruhend) und das Ereignis E₁ die Erde (bewegt) auf Höhe von H (ruhend) und das gleichzeitig in S' dem Ruhesystem von H/V. Da nun aber Erde/Mond bewegt sind, die Ruhelänge lorentz-kontrahiert, kann der Mond nicht bei V sein, wenn die Erde bei H ist.

Richtig: Das bewegte System ist kontrahiert und die Zeichnung in diesem Punkt nicht ganz korrekt. Die Uhr mit dem Fragezeichen sollte nicht auf gleicher Höhe sein, denn wie gesagt: Die Ruhelängen und die Relativgeschwindigkeit sollen gleich sein. Darauf kommt es an. Sonst ergibt das alles keinen Sinn. Die genaue Position der Uhr mit dem Fragezeichen ist irrelevant, genau wie ihre Anzeige irrelevant ist. Sie wird für keinen Vergleich herangezogen, denn sie ist an keinem brauchbaren Ort und obendrein asynchron mit den anderen dreien. Ich hätte diese 4. Uhr besser gar nicht eingezeichnet, damit man nicht in Versuchung kommt damit herumzurechnen. Sie ist irrelevant. Das sollte doch aus dem Text klar geworden sein.

Einzig relevant ist die zurückgelegte Länge der jeweils als bewegt angesehenen Uhr entlang der jeweils gleich langen Strecke im als ruhend angesehenen System. Jetzt klar?

Und nicht ganz korrekt ist so wie "ein wenig schwanger", die beiden Grafiken sind einfach falsch. Und es ändert auch nichts, man muss nicht materiell V da wo haben, auf Höhe der Erde, der Ort zählt und der Raumzeitpunkt, Du sagst ja selber immer, man kann sich überall auch eine Uhr vorstellen. Dass wir da Objekte haben, dient nur der Verständlichkeit. Werde Dir das aber auch konkret noch zeigen, also im Detail, kannst Du Dir wieder die Finger in die Ohren stecken, die Augen zukneifen und heulen dass Du Dir das nicht ansehen willst.


Frau Holle hat geschrieben:
Und zwar jeweils dieselbe bewegte Uhr mit verschiedenen, zueinander ruhenden Uhren am Wegrand. Und das symmetrisch mal aus Sicht des einen Systems mit den verschiedenen Uhren und dann aus Sicht des anderen Systems mit den verschiedenen Uhren. Das ist die Vorgabe und nichts anderes.

Dein Szenario taugt aber nichts, Du hast es falsch beschrieben und falsch dargestellt. Und Du hast auch erklärt, H soll auf Höhe der Erde sein, und V am Mond, gleichzeitig, damit widersprichst Du Dir nun selber. Entweder hast Du, als Du das geschrieben hast, nicht verstanden gehabt, dass das nicht möglich ist, wenn beide Ruhelängen gleich sind, oder zu trickst jetzt. Aber lesen wir Deine Worte doch nach:
Frau Holle » Fr 20. Jan 2023, 21:10 hat geschrieben:
Bild

Wie man sieht, vergeht zwischen den absolut selben Ereignissen (H bei der Erde → H beim Mond) im Fall A weniger Zeit im S'-System (H 00:20, Mond 00:27) und im Fall B weniger Zeit im S-System (Mond 00:20, H 00:27), q.e.d.

Nehmen wir mal Fall B, vorgeben durch Fall A ist ja die Ruhelänge Erde/Mond mit 18,14 Ls, oder willst Du das bestreiten? Wenn, dann rechne die Länge mal aus, und zeige, welche Du da meinst zu haben. Bleiben wir bist dato mal bei der von mir errechneten, wobei der Wert selber nicht ausschlaggebend ist. Wichtiger ist, die Ruhelänge V/H und die Tatsache, dass sich ja H in Deinem Beispiel von der Erde zum Mond bewegen soll. Dann muss H auf Höhe der Erde starten, und das geht nur, wenn H dann auch auf der Höhe der Erde ist, wenn Du die Uhren bei V und H auf 0 setzt. Machst Du hier die Ruhelänge Erde/Mond gleich der Ruhelänge V/H (und dabei ist die konkrete Länge eben nicht entscheidend), dann hast Du keine Reise von H von der Erde zum Mond, weil die Erde eben nicht auf Höhe von H ist, wenn Du die beiden Uhren im Ruhesystem S' von V/H bei V und H auf 0 setzt. Ja ist redundant erklärt, aber Du wirst vermutlich es nicht einmal verstehen.


Frau Holle hat geschrieben:
Du willst mir nach Monaten immer noch die RdG erklären, ...

Ja ich bin schon echt ein netter Kerl, auch wenn Du es über Monate nicht verstehen kannst, ich gebe bei Dir nicht die Hoffnung auf, dass der Groschen doch mal fällt, Kurt erkläre ich es ja auch schon über Jahre. Also Du musst mir da nun nicht für danken.


Frau Holle hat geschrieben:
... meine Vorgaben einfach nicht akzeptieren und partout etwas anderes mit Vorlauf und RdG hinrechnen. So sieht es doch aus.

Wenn Deine "Vorgaben" aber nun so falsch sind, wie die "Vorgaben" von Kurt? Der behauptet auch, er habe die SRT widerlegt, mit seinen "Vorgaben", erkennst Du die bei Kurt an? Nein? Eben, natürlich akzeptiere ich keine falschen Behauptungen, normal oder?


Frau Holle hat geschrieben:
Das ist nicht falsch, bringt mir aber nichts. Ich kenne die RdG und bevorzuge eine einfachere Sicht, wo man solche Rechnungen nicht braucht, obwohl man sie natürlich anstellen kann. Man muss es aber nicht, was du halt nicht kapieren willst. Das ist mir nun wirklich egal.

Du, ich habe es kapiert, und vorgerechnet, Du erhälst Dich hier wie Kurt, der behautet dann auch immer, man würde nicht kapieren, was er erklärt. Du behautest nur was, belege es endlich.


Frau Holle hat geschrieben:
Wie du siehst, ist dein Versuch im anderen Forum persönlich zu werden und Identitäten aufzudecken sofort abgeblockt worden. Richtig so.

Frech gelogen, mal wieder eine Unterstellung, nicht ich habe Identitäten aufgedeckt, im Gegenteil war mein erster Beitrag extra so, dass es keinen Bezug direkt gegeben hat. Es war Yukterez, der den Bezug hergestellt hat, und da lag das Kind im Brunnen, dann hat es auch keinen Sinn mehr gemacht damit zurückzuhalten. Also Du kannst Dich mal gerne entschuldigen bei mir hier, für die Unterstellung, ich bin da persönlich geworden und/oder habe versucht Deine Identität aufzudecken. Ich schrieb nur:
Daniel K. hat geschrieben:
... in einem anderen Forum hat ein User eine Grafik veröffentlicht, welche ich eben mal zeige ...

Wo ist da der Versuch persönlich zu werden, oder wo decke ich damit Deine Identität auf? Eben, also halte mal den Ball flach, ätzend wie Du hier versuchst Dich als von mir gestalktes Opfer in Szene zu setzen.


Frau Holle hat geschrieben:
Bleib' du besser hier im Schmuddelforum und spiele weiter den einäugigen König unter den Blinden. Ich ziehe mich mit Grausen zurück. Das ist hier nichts für mich, wenn es auch ein Weilchen ganz witzig war etwas mitzumischen. Auf Dauer ist mir das aber doch zu blöd und ich komme hier keinen Schritt weiter.

Du drückst Dich, hast versagt, nicht geliefert, aber kannst Dir das nicht eingestehen und schon gar nicht das allgemein, also muss wer eben Schuld sein, so soll ich nun die Schuld tragen, das Du gescheitert bist, was Du aber nicht zugegen kannst und willst. Und dafür beleidigst Du mich auch nochmal, Täter/Opfer Umkehr. Erinnert mich an Russland, Russland wurde ja gezwungen, vom Westen in den Krieg und versucht nun die ganze Zeit den aufgezwungen Krieg zu beenden. Und die armen Russen in der Ukraine zu befreien. Gleiches Schemata, nur andere Objekte.


So, zur Sache, wenn Du ein wirklich symmetrisches Beispiel haben willst, um zu zeigen, was Du zeigen willst, dann würde ich zwei Raketen mit der nun bekannten Ruhelänge aus Fall A für Erde/Mond vorschlagen. Also beide haben eine Ruhelänge von 18,14 Ls, eine für Alice und eine für Bob. Das Ereignis E₀ würde ich als das bezeichnen, wie beide Raketen sich mit der Spitze treffen, dann fliegen die eben aneinander vorbei. Das letzte Ereignis würde ich als das definieren, wo beide Enden der Raketen auf gleicher Höhe sind. Wir haben in beiden Raketen vorne und hinten Uhren.

Das Ereignis das auf E₀ folgt, also E₁ würde ich als das definieren, wo nun das Ende der Rakete von Bob auf die Spitze vorne der Rakete von Alice trifft. Ich würde das Ruhesystem von Alice als S und das von Bob als S' bezeichnen und die Szene als erstes aus S beschreiben.

Die Rakete von Bob ist mit einer Ruhelänge von 18,14 Ls im System S von Alice auf 13,44 Ls lorentzkontrahiert, somit vergehen auf der Uhr vorne in der Rakete von Alice 20 s. Also haben wir t₁ = 20 s und müssen nun überlegen, was die Uhr hinten bei Bob wohl anzeigen wird. Das können wir durch logisches Überlegen ermitteln, denn Bob in S' sagt nun, meine Rakete ist ja 18,14 Ls lang, die Spitze der Rakete von Alice traf die Spitze meiner Rakete bei t₀' = 0 s und musste sich entlang meines Raumschiffes über die ganzen 18,14 Ls bewegen, bei der gegebenen Geschwindigkeit von 0,672 c dauert das genau 27 s.

Damit haben wir auch die Dauer im System von Bob ermittelt. Passt natürlich erstmal so recht gut zum Beispiel davor.

Nun fliegt die Rakete von Bob aus Sicht von Alice weiter, bist die Spitze von Bobs Rakete nun das Ende von Alices Rakete trifft E₂. Und hier haben wir nun Symmetrie, denn Alice sagt, die Spitze von Bobs Rakete traf meine bei t₀ = 0 s und meine Rakete hat eine Ruhelänge von 18,14 Ls, die Spitze von Bobs Rakete musst sich über diese Strecke bewegen, dauert bei mir 27 s. Und Bob sagt, die Rakete von Alice ist bei mir auf 13,44 Ls lorentzkontrahiert, bei t₀' = 0 s war die Spitze bei der Spitze meiner Rakete, und bis die 13,44 Ls sich an meiner vorbeibewegt haben, vergehen bei mir 20 s.

Das wäre mal so wie ich das angehen würde und auch nur der erste Teil. Aber wir haben erstmal Symmetrie, Alice sieht die Uhr von Bob vorne bei 0 s und hinten mit 20 s, aber sie schaut einmal vorne auf ihre Uhr, und dann auf die hinten. Und ihre Uhr vorne zeigt selber auch 20 s für die Dauer für den Vorbeiflug der Rakete von Bob, konkret für den Weg von der Spitze von Bobs Rakete, bis das Ende dieser dann an der Spitze von Alice vorbeikommt.

Und zusätzlich kann sie auch die 27 s auf ihrer Uhr messen, nämlich für die Dauer die die Spitze von Bobs Rakete entlang der eigenen Rakete von V bis H braucht.

Ja habe ich mir heute Nacht so im Halbschlaf überlegt, mit Grafik ist das sicher verständlicher.

Nun fehlt noch das Zusammentreffen beider Enden beider Raketen. Da würde ich mal sagen, aus Sicht von Alice, die Spitze von Bobs Rakete braucht 27 s bis sie von ihrer Raketenspitze bis zu ihrem Ende ihrer Rakete geflogen ist, eben über ihre 18,14 Ls Ruhelänge, nun bleibt sie in ihrer Rakete hinten und beobachtet, wie sich die auf 13,44 Ls verkürze Rakete weiter bewegt, bis das Ende dieser eben das eigene passiert, sollte 20 s dauern. Damit treffen beide Enden nach 47 s zusammen und das sollten beide Uhren in beiden Raketen am jeweiligen Ende so anzeigen.

Wie gesagt, ich habe das heute Nacht im Halbschlaf begrübelt, werde das noch mal rechnen, und eventuell auch grafisch darstellen.

Aber es ist ein anderes Szenario, als Frau Holle hier gezeigt hat und beschreiben wollte. Oder, es ist ein Szenario, welche Frau Holle eigentlich in so einer Art beschreiben sollte, denn hier kann man die Symmetrie erkennen. Aber auch das ist nur ein Fall.
Daniel K.
 
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Re: Das Uhrenparadoxon

Beitragvon sanchez » Do 9. Mär 2023, 20:30

@Daniel K.

So hier eine und derselbe Vorgang, aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.
Die Animation ist nicht das Gelbe vom Ei, egal muss reichen.
Daniel_Uhrenparadoxon_2.gif
Daniel_Uhrenparadoxon_2.gif (2.13 MiB) 3883-mal betrachtet

Beschränken wir uns auf den linken Teil.
Uhr vorne und Uhr hinten ruhen zueinander, und wir sind Beobachter bei diesen Uhren,
heißt der Abstand Uhr vorne nach Uhr hinten ist Ruhelänge.
Wir sehen Erde und Mond bewegt, also sind wir die bewegten.

Die Reihenfolge was links passiert:

1.) Erde und Uhr vorne begegnen sich, und alle Uhren werden auf Null gestellt.

2.)Uhr vorne begegnet der Mond Uhr, Uhr vorne hat eine kürzere Strecke zum Mond als Uhr Erde zur Uhr hinten (Uhr Erde musss noch weiter fliegen bis sie bei Uhr hinten ankommt).
Also hat Uhr vorne weniger Zeit gezählt. Uhr vorne= 20s, und Mond Uhr 27s

3:) Erde erreicht Uhr hinten, auf der Erde sind 20s seit dem Nullen vergangen, auf der Uhr hinten bereits 27s

4.) Die Schlusslichter, Uhr Mond begegnet Uhr hinten. Beide Uhren sind den maximal längsten Weg gewandert, also zeigen beide Uhren 34s an.


Wenn man da nachhakt, Wie kann es sein in Fall 2, dass die Monduhr 27s anzeigt und dann im Fall 3 die Erduhr 20s anzeigt.
Weil Fall 2 und Fall 3 im gleichen Abstand geschieht. Man erinnere sich, die Uhren wurden genullt, als Erde und Uhr Vorne gleichauf waren.
Bei diesem nullen war die Erduhr vorort, und die Monduhr hatte einen Abstand zum Nullpunkt.
Dieser Abstand ist nun mal 7s Reisezeit, was den Unterschied erklärt.


Das Ganze gilt natürlich auch für den rechten Teil. HIer sind die Rollen nur vertauscht.
Und man kann das Ganze auch rückwärts laufen lassen, geht auch, kommt das Gleiche raus.


Nachtrag:
Strahlensatz hilft weiter. Hier der Moment wo beide Systeme mittig sind.
Der Moment von Fall 2 und Fall 3. Man sieht die Uhren, die beim Nullen vorort waren, Uhr Erde und Uhr vorne,
zeigen 20s an, die Uhren, die beim Nullen einen Abstand hatten, Uhr Mond und Uhr hinten, zeigen 27s an.
Strahlensatz.png
Strahlensatz.png (18.25 KiB) 2957-mal betrachtet
Zuletzt geändert von sanchez am Do 9. Mär 2023, 21:52, insgesamt 2-mal geändert.
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