Kurt hat geschrieben:
Fazit, Uhren takten immer unabhängig davon ob eine oder mehrere Uhren nebeneinander positioniert sind, es ist egal. Heißt also, die Uhr im Zug, egal ob nun noch weitere darin sind, taktet immer dann, wenn der Zug bewegt ist, langsamer als die Uhren an den Bahnhöfen, egal ob dort weitere Uhren stationiert sind oder nicht.
Das ist falsch, die Uhren takten immer gleichschnell, sie messen immer in ihrem Ruhesystem die Dauer der SI-Sekunde, machen sie im Zug wenn der "ruht" und wenn der "bewegt" ist. Die Uhren im Zug gegen nur für einen am Bahnhof ruhenden Beobachter im Vergleich zu den zu ihm ruhenden Uhren langsamer. Ebenso gehen die Uhren am Bahnhof für einen im Zug ruhenden Beobachter langsamer, als die zu ihm im Zug ruhenden Uhren.
Kurt hat geschrieben:
Heißt im Umkehrschluss, die Uhren an den Bahnhöfen takten schneller als die Uhr die mit dem Zug bewegt ist. Dadurch ist also eindeutig erkennbar wer schneller bewegt ist, egal ob man aus der Position des Zuges oder eines Bahnhofes "hinschaut".
Nein die erste Aussage ist ja falsch und aus falschen folgt beliebiges, ex falso sequitur quodlibet, egal wie wer wo welche Uhren auch abliest und mit welchen auch immer wie vergleicht, man kann nur feststellen, dass die Uhren des Bahnhofs und des Zuges zueinander bewegt sind.
Die Aussage von Holle, er könnte damit feststellen, dass der Zug bewegt ist und nicht der Bahnhof ist falsch und steht im Widerspruch zum Relativitätsprinzip:Frau Holle » Di 27. Dez 2022, 22:48 hat geschrieben:Ein Typ im schnellen Zug rast am Bahnhof A vorbei, sieht draußen auf der großen Bahnhofsuhr genau 12 Uhr mittags und startet seine Stoppuhr. Er kommt nach einer Weile an Bahnhof B vorbei, sieht draußen auf der großen Bahnhofsuhr genau 13 Uhr und stoppt seine Stoppuhr. Was glaubst du zeigt die Stoppuhr an? Mehr als 1 Stunde? Weil alle Bahnhofuhren langsamer gehen? Ich sage Dir, seine Stoppuhr zeigt weniger als 1 Stunde an und jeder, der im Bahnhof A oder B den Zug vorbeirasen sah kann bestätigen, dass er genau um 12 bei A war und um 13 Uhr bei B.
Und so ist es richtig:Der Typ mit der Stoppuhr im Zug weiß das natürlich auch und weiß dann auch, dass er es ist der sich bewegt und nicht die Bahnhöfe.
So ist das natürlich eben nicht richtig, sondern einfach nur falsch, aber richtig falsch.
So richtig richtig ist es eben so:www.spektrum.de » Lexikon der Astronomie » Zeitdilatation hat geschrieben:Achtung, Bewegung ist relativ!Dabei ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass die Bewegung eines Systems relativ ist. Betrachten wir als
ein einfaches Beispiel einen Zug, der immer geradeaus mit konstanter Geschwindigkeit fährt. Physiker sprechen in diesem Fall von einer gleichförmig geradlinigen Bewegung. Unter diesen Voraussetzungen ist der Zug ein Inertialsystem in der SRT.
Ein Beobachter, der am Gleis stehen möge und den Zug an sich vorbeifahren sieht, bewegt sich gegenüber dem Zug mit der Relativgeschwindigkeit.
Es ist nun nicht entscheidbar, ob sich der Zug bewegt (Sicht des Beobachters am Gleis) oder ob sich der Beobachter am Gleis bewegt (Sicht der Zugreisenden).
Folglich betrachtet der Beobachter am Gleis Uhren im Zug als dilatiert, und Zugreisende betrachten die Uhr am Gleis als dilatiert! Das ist kein Paradoxon, sondern das Wesen der Relativitätstheorie.
Die Uhren im "anderen" System gehen immer im Vergleich zu einer im eigenen System ruhenden Uhr, als bewegte Uhren langsamer und nie schneller. Der "Reisende" oder wer auch immer kann da Uhren vergleichen bis die Finger bluten, eine im System zum Beobachter bewegte Uhr geht immer langsamer und nie schneller. Wegen dem Relativitätsprinzip kann man nicht wissen, ob man selber mit Zug gegenüber den Bahnhöfen bewegt ist, oder diese sich unter dem eigenen Zug hinwegbewegen, oder ob sich die Erde und der Mond zu einem bewegen oder man selber sich gegenüber diesen bewegt. Man kann immer nur feststellen, die zur eigenen im eigenen Ruhesystem bewegten Uhren gehen gegenüber der eigenen Uhr langsamer.
Das Seltsame ist ja, dass Holle auf der einen Seite erklärt, ja Bewegung ist relativ, und dann daher kommst und eine Fallunterscheidung machen können will. Nicht ohne Grund stürzt sich Kurt ja auf seine Aussagen, weil er will ja das Relativitätsprinzip zerbrechen, mit seinen Aussagen und da spielen ihm nun die Aussagen von Holle voll in die Karten. Man kann nur feststellen, es gibt eine Bewegung zwischen zwei Systemen, nicht mehr, aber um das festzustellen, muss man keine Uhren vergleichen.
Das ist der Weg ...