Rudi Knoth hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:
Dass gleichzeitig im Bahnhof die Uhr der Lok nur 1,8 J anzeigt ist der RdG geschuldet. Das Ereignis "Lok trifft Holle" findet ja an anderem Ort statt statt und ist nur im Bahnhof gleichzeitig mit t = 3 J, im Zug aber nicht gleichzeitig mit der dortigen Zeit t = 5 J. Die Lok ist aus Sicht des Zuges längst woanders und nicht bei Holle.
An welchem anderen Ort trifft denn die Lok Frau Holle?
An anderem Ort als das Ereignis "Zug-Ende trifft Kurt" mit t = 3 J und t' = 5 J, von dem wir reden.
Rudi Knoth hat geschrieben:
Und warum ist die Lok aus Sicht des Zuges nicht bei Holle?
Weil das Zug-Ende bei Kurt ist.
Der Zug ist 4 Lj lang und die Lok 4 Lj von Kurt entfernt. Holle ist aber nur 1,44 Lj von Kurt entfernt (der Bahnhof ist kontrahiert). Die Lok ist also nicht bei Holle, sondern hat sie längst passiert.
Rudi Knoth hat geschrieben:
Ich glaube du hast einfach ein Problem mit der Relativität der Gleichzeitigkeit.
Kein Problem beim Verständnis und beim Rechnen mit derselben. Aber sie ist mir unbequem, das stimmt schon. Sie ist ja die Ursache der scheinbaren Paradoxa und dem vielen Kopfkratzen z.B. beim Zwillingsparadoxon. Wechselseitige Dilatation... na, wenn das nicht erst mal paradox klingt.
Tatsache ist eben, dass einem die RdG bei einem einzelnen Ereignis nichts paradoxes vorgaukeln kann, weil da die Natur die Karten auf den Tisch legt. Das ist ein Vorteil meiner Betrachtung und kein Nachteil.
Es ist nicht so, dass ich die RdG nicht verstehe oder komplett ignoriere. Nur lasse ich sie lieber im Hintergrund arbeiten und stelle sie nicht immer und überall in den Fokus. Nach dem Grundsatz "so einfach wie möglich, aber nicht einfacher als nötig" (von Einstein, wenn ich nicht irre).