Rudi Knoth hat geschrieben:
Daniel K. hat geschrieben:
Die eindeutige Frage ist, existiert im Rahmen der SRT eine nicht wechselseitige Zeitdilatation?
Antwort von Radio Eriwan, im Prinzip ja. Denn die Diskussion zwischen Dir und Frau Holle behandelte recht lange zwei Szenarien, die diese Idee nahelegen.
Cool, ich hatte einen Beitrag von Dir, der so was implizierte, finde den aber aktuell nicht mehr, da hast Du auch wo was von "nicht wechselseitig" stehen gehabt. Der sollte hier noch rein, will ja nichts unterschlagen, wenn ich den finde, liefere ich den hier nach. Und nein, ich widerspreche Dir da mal aus vollem Herzen, ist auch langweilig, wenn wir alle immer gleich derselben Meinung sind.
Auf die Aussagen von Holle gebe ich eh keinen Cent, seit dem er sich unfähig zeigt seinen Irrtum zu den beiden Geschwindigkeitsvektoren zuzugeben, dazu der Käse mit den veränderlichen Einheiten, und der ganze Rest ebenso, da verstehst der Dackel meines Nachbarn mehr von Physik, ganz sicher.
Rudi Knoth hat geschrieben:
1. Das Zwillingsparadoxon:
Betrachtet man sich die Weltlinien von "ruhenden" und "reisenden" Zwilling, so ist die des "ruhenden Zwillings" eine gerade Strecke von Beginn der Reise bis zum Treffen. Beim "reisenden Zwilling" ist entweder "krumm" oder hat einen "Knick".
Rudi, das ist doch nun klar, damit wird auch die Symmetrie gebrochen, wir haben nicht mehr zwei gleichberechtigte zueinander bewegte System im Rahmen des Relativitätsprinzips. Da kannst Du auch sagen, ja wenn der Reisende ständig ganz schnell um die Erde fliegt, dann wäre es auch so, wobei man sich das noch mal im Rahmen der SRT genauer anschauen könnte. Also Rudi, wenn dann wird das hier in zwei einzelne Reisen zerbröselt und man betrachtet nur eine der Reisen, darum ja auch mein Beispiel und da nehme ich nur die Hinreise. Natürlich gibt es keine Beschleunigung, das "Raumschiff" fliegt einfach an der Erde vorbei und nur zufällig zeigen hier die Uhren auf der Erde und dem Raumschiff 0 an, sie können beim ersten Treffen jeden beliebigen Wert haben. Beim zweiten Treffen fliegt das Raumschiff dann am Ziel selber vorbei, keine Geschwindigkeit ändert sich. Kroll und andere haben hier ja für die zweite Reise für den Rückweg dann ein zweite Raumschiff auf die Bühne gebracht, welches das erste am Ziel trifft und dessen Zeitanzeige einfach mit zurück nimmt. Wobei auch das nicht zwingend nötig ist, die Physik ist schon klar, da wird sich auf dem Rückweg nichts anders an Zeiten ergeben, als auf dem Hinweg.
Was ich hierzu echt gut finde ist, dass Joachim Schulz die Reisen beide mal nicht nur aus dem Ruhesystem Startort/Zielort mit einem Minkowski-Diagramm gezeigt hat, sondern auch aus dem Ruhesystem des reisenden Zwillings.
Und dazu dann auch explizit erklärt, was ich auch die ganze Zeit erkläre,
dass die Zeitdilatation natürlich auch hier wechselseitig ist, natürlich sind im Ruhesystem des Reisenden die Uhren auf der Erde und dem Mond oder Centauri bewegt und natürlich gilt hier das Relativitätsprinzip und die SRT und natürlich gehen diese im Ruhesystem des reisenden Zwillings diese Uhren als bewegte Uhren so dilatiert, wie es die Uhren A und B auch im Ruhesystem der Uhr C machen.
Die harte Realität:➞ Δ (bewegte Uhr) = Δ (ruhende Uhr) γ⁻¹Das ist die SRT, das ist ein Fakt, egal in welchem System wir uns geistig auch verorten und die Szene beschreiben, ein dort ruhender Beobachter wird die zu ihm bewegten Uhren immer im Vergleich zu seinen ruhenden Uhren als dilatiert messen. Die Behauptung von Holle, Kurt steht am Bahnhof und schaut auf seine Uhr mit 3 Jahren und auf die Uhr im Zugende von Holle 1.0 mit 5 Jahren und "erkennt", ja die Uhr im Zugende zeigt ja mehr an, also muss meine eigene zu mir ruhende Uhr die Uhr sein, die dilatiert lief, somit liefen die Uhren auf Erde und Centauri oder A und B schneller als meine eigene Uhr.
Holle begründet den Unfug mit der Aussage von Peter Kroll, welche Du selber ja, zumindest in der Aussage mit den schneller laufenden Uhren, als falsch bezeichnest hast, explizit.
Und Holle geht ja weiter, er erklärt, wenn man die Uhren A und B hat, dann sei es klar, dass es immer die Uhr C ist, die bewegt ist, zwischen A und B, dass wäre für alle Beobachter eindeutig der Fall, Rudi, denke Du wirst mir zustimmen, dass es so etwas nicht gibt, das wäre eine absolute Bewegung, das steht im Widerspruch zum Relativitätsprinzip und darum stehen die Aussagen von Holle auch zu diesem eben im Widerspruch, und wenn er noch zigmal dahinter schreibt, dass er damit ja nicht dem Relativitätsprinzip widersprechen will, dennoch tut er es.
Könnte auch eine Aussage von Holle dazu zitieren, viele, schauen wir mal, geht eventuell auch so, denn die Konsequenz der Aussage von Holle ist, das wir ja die Uhren A und B im Zug haben und Kurt hier mit Uhr C am Bahnhof steht, Holle erklärt nun, es wäre eindeutig, für alle, dass die Uhr C die bewegte Uhr ist, also ist Kurt für alle Beobachter derjenige, der sich eindeutig zwischen Lok und Zugende bewegt hat.
Das ist doch Käse, dass wird hier keiner mit Ahnung von Physik so unterschreiben, einige halten sich hier zurück, scheuen eine kontroverse Debatte, wollen wohl auch Holle nicht vor den Kopf schlagen, aber es geht doch um die Sache, Du zumindest hast mehrfach klar und deutlich Position bezogen und falsche Behauptungen auch als solche benannt. Mir geht es nicht um Holle, Personen sind mir in Sachdiskussionen echt egal, es geht um die Sache, falsche Aussagen werden klar benannt. Und wer nur wegen seinem Ego stur auf offenkundig falschen Behauptungen beharrt, der ist einfach unredlich, ein Crank und Troll.
Rudi Knoth hat geschrieben:
Daher hat man in diesem Fall sicher eine Asymmetrie zwischen "ruhendem" und reisendem" Zwilling. Das "Zauberwort" dazu ist "Beschleunigung". Diese ist "absolut" im Gegensatz zur "gleichförmig translatorischen Bewegung". Daher kann man im Ergebnis nicht erwarten, dass die Uhren am Ende dieselbe Zeitdauer anzeigen.
Da scheiden sich selbst kluge Geister, die einen sagen, ja es liegt an der Beschleunigung, andere erklären, nein die spielt keine Rolle, es ist der Wechsel des Ruhesystems. Habe da einige interessante unterschiedliche Erklärungen gelesen, auch widersprüchliche, ich sehe den Grund in der RdG, ausschließlich. Und Du hast sogar den Begriff selber schon mal genannt, den "Zeitsprung", dass finde ich könnte man sich genauer ansehen. Denn Fakt ist, auf jeder Reise selber, im Ruhesystem des Reisenden, vergeht die maximale Eigenzeit eben im eigenen Ruhesystem, der Reisende sitzt immer auf seiner Uhr, welche die Eigenzeit misst. In jedem anderen System "vergeht weniger Zeit", ich weiß, so formuliert gibt das viel Raum zum Angriff, aber bei Dir weiß ich, Du verstehst auch so kurz geschrieben, was ich meine.
Bedeutet, die Uhren auf der Erde und dem Mond zählen
➞ Δ (bewegte Uhren Erde und Mond) = Δ (ruhende Uhr Raumschiff) γ⁻¹ und addiert man das für beide Reisen zusammen, habt die Uhr auf der Erde für den Reisenden real weniger Zeit gezählt, als die Uhr im Raumschiff. So könnte man meinen, der Reisende Zwilling sollte doch der ältere sein, dass es nicht an dem ist, liegt am "Zeitsprung" nur daran, nur an der RdG, eben weil sich die Linie der Gleichzeitigkeit je nach Flugrichtung anders neigt.
Rudi Knoth hat geschrieben:
Betrachtet man das Szenario in einem Minkowski-Diagramm, in dem der "reisende Zwilling" z.B. bei der Hinreise ruht, so geht die Uhr des "ruhenden Zwillings" in der gesamten Reisezeit "langsamer".
Ja, was das Diagramm von Joachim deutlich zeigt, auch seine Erklärung dazu ist eindeutig. Wichtig ist, wie betrachten hier die Szene wie üblich immer aus einem konkreten System und treffen keine systemübergreifende Aussage, heißt eben, für den reisenden Zwilling schaut es so aus, für den anderen Zwilling aus seinem Ruhesystem betrachtet, geht die Uhr des Reisenden dilatiert, auch hier haben wir die wechselseitige Zeitdilatation, keine einseitige.
Die einseitige Zeitdilatation wäre auch nur für einen Beobachter eine Zeitdilatation, für den anderen wäre das nämlich eine Zeitkontraktion, eben dass die Zeit schneller läuft für im System bewegte Uhren.
Schau, es macht keinen Sinn, wenn sich nichts ändert, also muss die einseitige Zeitdilatation sich von der wechselseitigen unterscheiden, und der Unterschied liegt nun nur auf einer Seite, für den einen gehen die zu ihm bewegten Uhren wie üblich im Rahmen der SRT dilatiert, für den anderen hingegen müssen die zu ihm nun bewegten Uhren aber nicht dilatiert laufen, sondern kontrahiert, schneller, dass beschreibt leider auch so Peter Kroll, was eben falsch ist und darauf stützt sich leider auch Holle mit seinen falschen Aussagen.
Nur so kommt er auf die abstruse Idee, dass für Kurt im eigenen Ruhesystem die eigene zu ihm ruhende Uhr dilatiert geht, weil die andere zu ihm bewegte Uhr ja schneller laufen soll, kontrahiert eben, die Sekunden werden zusammengedrückt.
Rudi Knoth hat geschrieben:
Allerdings ist die Zeit des "reisenden Zwillings bei der Hinreise gleich der Koordinatenzeit, aber bei der Rückreise geht die Uhr des "reisenden Zwillings" deutlich langsamer. Auch ist die Rückreisezeit in diesem Koordinatensystem wesentlich länger, so dass die Uhr des "ruhenden Zwillings" beim Treffen mehr Zeit anzeigt als die des "reisenden Zwillings.
Magst Du das mal bitte etwas aufdröseln, mir ist das eben etwas zu unklar, schau, egal ob Hin- oder Rückreise, wir haben in beiden Fällen immer nur zwei zueinander bewegte Systeme, zwei zueinander bewegte Uhren und ja wir können natürlich in jedem System zusätzlich beliebig viele weitere Uhren betrachten. Aber dass ändern nichts an dem was ist, und es ist egal, wo wir uns gedanklich auch immer nun verorten, in welchem System an welchem Ort zu welcher Zeit, die beiden Reisen unterscheiden sich physikalisch doch in keiner Weise, gut auf der Rückreise zeigt die Uhr am Zielort der nun Startort ist, mehr Zeit an, als die Uhr im Raumschiff, aber egal, das sind nur Werte, man kann beide ja auch wieder 0 anzeigen lassen und schon ist die Rückreise identisch mit der Hinreise.
Rudi Knoth hat geschrieben:
2. Die drei Uhren:
In diesem Szenario bewegt sich die Uhr C zwischen den synchronen Uhren A und B. Am Ende zeigt die Uhr bei der Passage der Uhr B weniger Zeit als die Differenz zwischen den Uhren B und A an.
Nein, denn so ist das eine absolute Aussage und die ist falsch, Kurt bewegt sich nicht zwischen Lok und Zugende für jeden Beobachter, der Kontext ist entscheidend, das System muss genannt werden, im Ruhesystem der Uhren A und B bewegt sich die Uhr C. Im Ruhesystem der Uhr C bewegen sich die Uhren A und B.
Wikipedia » Zeitdilatation »
Erläuterung hat geschrieben:
Die Zeitdilatation gemäß der speziellen Relativitätstheorie besagt, dass wenn eine Uhr C zwischen zwei synchronisierten, in einem Labor ruhenden Uhren A und B bewegt wird, sie gegenüber den beiden Uhren zeitlich nachgeht. ...
Die Zeitdilatation fällt also – wie vom Relativitätsprinzip gefordert – in allen Inertialsystemen symmetrisch aus, Jeder misst, dass die Uhr des jeweils anderen langsamer läuft als seine eigene. Diese Forderung ist erfüllt, obwohl in beiden Inertialsystemen C gegenüber B beim Zusammentreffen nachgeht und die Eigenzeiten von C als auch B invariant sind.
Fall A ➞ Ruhesystem S, die beiden Uhren A, B gehen synchron, die "bewegte" Uhr tickt langsamer, beim Treffen von B/C geht C nach.
Fall B ➞ Ruhesystem S', die beiden Uhren A, B gehen asynchron, die "bewegte" Uhr B geht gegenüber der "bewegten" Uhr A vor, beide tickt langsamer, beim Treffen von B/C geht C nach.
Die Behauptung, dass eine Uhr die zeitlich gegenüber einer anderen Uhr nachgeht der Beleg dafür ist, dass diese Uhr auch langsamer gelaufen ist und das absolut, ist physikalisch nicht richtig. Der Beobachter stellt fest, seine Uhr geht gegenüber den beiden Uhren A und B vor, nicht aber, dass seine Uhr C gegenüber den Uhren A und B langsamer läuft, im Gegenteil gilt die
SRT
➞ Δt = t' γ⁻¹ s = 2,0 γ⁻¹ s = 1,3 s.
Damit vergehen also auf den beiden bewegten Uhren A und B im Ruhesystem S' der Uhr C weniger Zeiteinheiten für den zur Uhr C ruhenden Beobachter, als auf seiner eigenen Uhr, SRT eben.
Rudi Knoth hat geschrieben:
Eine gewisse Ähnlichkeit zu dem Zwillingsparadoxon ist schon vorhanden.
Äh, ja, gibt ruhende und bewegte Uhren ...

Rudi Knoth hat geschrieben:
Trotzdem könnte ein Beobachter, der sich mit Uhr C bewegt, feststellen, dass auch Uhren A und B langsamer gehen.
Ach Prosa, wieso trotzdem, das klingt so nach "Ausnahme", als wäre das weniger wert, nicht ganz so richtig richtig, mehr so was mit "nicht invariant", klingt abwertend, das Ruhesystem der Uhren A und B ist eben das fette gute und richtig wahre Ruhesystem und dort ist die Uhr C eben auch wirklich richtig bewegt. Ja gut, man könnte auch mal ins Ruhesystem der Uhr C schauen und dann - trotzdem - feststellen, dass die Uhren A und B langsamer gehen. Hey, beide Systeme sind total und wenn und aber gleichberechtigt, das ist wirklich ganz wichtig sich das immer wieder durch den Schädel zu schieben.
Das Ruhesystem der Uhren A und B ist nicht das ausgezeichnete Ruhesystem, nur weil wir da neben der Uhr B auch noch die Uhr A betrachten. Diese Anzahl der Uhren ist beliebig.
Rudi Knoth hat geschrieben:
Allerdings gehen für diesen Beobachter die Uhren A und B nicht synchron. Die ist auch der Grund, warum die Uhr B mehr Zeit bei der Passage anzeigt als die Uhr C. Übrigens könnte der Beobachter, der sich mit der Uhr C bewegt aus dem Produkt der Takte von Uhr A und B verglichen mit dem Quadrat der Takte von Uhr C folgern, dass deren Zeit "dilatiert" ist.
Ja und die Uhren gehen wechselseitig nicht synchron.
Machen wir es mal anders, wir haben einen Berg und eine Ebene, auf den Berg geht es schräge hoch, im Winkel von 20 Grad. Auf der Erde zieht es uns parallel zur Ebene nach unten, wer auf der Schräge steht, der steht parallel zu jemanden der auf der Ebene steht. So kann man dann sagen, ja das ist die Ebene, und dass ist die Schräge. Die Schräge ist eben schräge, so schön einfach kann Physik sein.
Nun nehmen wir mal zwei Flächen aus Metall, große Flächen, und wir sind im All, wir haben zwei Astronauten mit Magnetschuhen und die halten jeden auf einer Fläche fest. Beide Flächen stehen wieder im Winkel von 20 Grad zueinander, aber hier gibt es keine Gravitation und so stehen auch nun die beiden Astronauten nicht mehr parallel sondern in einem Winkel von 20 Grad eben auch schräge zueinander.
So, nun die Frage, welcher Astronaut steht nun auf der echten schrägen und welcher auf der nicht schrägen Fläche?
Eben, kann man nicht eindeutig unterscheiden, für jeden ist seine Fläche eben die nicht schräge Ebene, seine x-Achse parallel zur Ebene, die y-Achse senkrecht dazu. Und so beobachtet eben jeder die ebene des anderen als Schräge, jeder meine von sich, er stehe aufrecht und der andere sei geneigt. Und so ist es mit der Ebene der Gleichzeitigkeit auch in der Raumzeit, wir können kein System bevorzugen und sagen, ja also, dass ist das System in dem die Uhren A und B ruhen, darum ist die Gleichzeitigkeit in diesem System eben der Gleichzeitigkeit aus dem System C vorzuziehen, es ist eben die wirklich wahre Ebene der Gleichzeitigkeit. Dass man auch für die Uhr C in deren Ruhesystem zeigen kann, die Uhren A und B gehen dilatiert, dass ist mehr so ein Rechentrick, aber nicht wirklich relevant.
Nein so geht es nicht, das kratzt mehr als nur die SRT an, dass widerspricht schon dem Relativitätsprinzip.
Egal wie viele Uhren man nun in einem System auswählt und betrachtet und einen Namen gibt, das ändert nichts, und das hat sogar Kurt erkannt, er schreibt ja, es ist egal ob Holle da eine Uhr wegstreicht im Zug und am Bahnhof eine dazustellt, dass würde nichts ändern, keine Uhr würde dadurch nun anders laufen.
Rudi Knoth hat geschrieben:
In diesen beiden Szenarien wird also eher eine "nicht wechselseitige Zeitdilatation" gemessen.
Nein und ich freue mich wirklich, dass Du das so schreibt und ich Dir widersprechen kann, nicht weil ich streitsüchtig bin, nein, sondern weil sich aus unterschiedlichen Positionen oft neue Erkenntnisse generieren lassen. ich habe meine Position hier ja schon recht ausführlich ausformuliert, bin mal auf Deine Antworten gespannt, wenn Du überhaupt dazu diskutieren magst, ist ja keine Pflichtveranstaltung.
Rudi Knoth hat geschrieben:
Deshalb wird das Zwillingsparadoxon auch so genannt, weil man keine wechselseitige Zeitdilatation hat.
Ich würde das gerne mal abschließend hier geklärt sehen, das Zwillingsparadoxon fällt hier grundsätzlich aus dem Raum der Betrachtung, weil der Kontext hier durch das Relativitätsprinzip vorgegeben ist, wir betrachten nur zwei zueinander gleichförmig bewegte Systeme mit einer oder mehr Uhren darin, es gibt kein Wechsel des Systems und keine Beschleunigung und auch kreist keiner um ein Objekt. Damit ist das Zwillingsparadoxon einfach raus, ist nicht so, dass ich das nicht interessant finde, aber ich mag nicht alles immer überall drin haben, dafür gibt es extra einen Thread von mir, wo ich gerne monatelang mit jedem der mag ganz sachlich nur über das Zwillingsparadoxon debattiere.
Rudi Knoth hat geschrieben:
Anders ist das bei dem Szenario mit dem Zug und dem Bahnhof. Hier kann man die "wechselseitige Zeitdilatation" nachweisen. Beim relativistischen Dopplereffekt kann man je nachdem, ob der Sender oder der Empfänger "ruht" man eine Zeitdilatation des bewegten Teils feststellen. Wenn der Empfänger ruht, dann scheint der Sender mit einer niedrigeren Frequenz als die "Sollfrequenz" zu senden. Wenn der Sender "ruht", dann empfängt der Empfänger eine höhere Frequenz als im Ruhesystem des Senders erwartet wird.
Das Szenario mit Zug und Bahnhof ist die eine Hälfte des Zwillingsparadoxon und die andere Hälfte unterscheidet sich doch nur darin, dass wir beim "Start" schon zwei Werte auf jeder Uhr haben. Wir können das mit Erde/Mond nehmen, beim Start alles auf 0, beim Treffen zeigt die Uhr auf dem Mond 27 s und die im Raumschiff 20 s an, wir drehen instant um oder ein anderes Raumschiff befindet sich genau nun auch am Mond und übernimmt die 20 s vom ersten Raumschiff. Ich hatte im Thread zum Uhrenparadoxon genau so eine Szene beschrieben, sogar so, dass der Ort der zweiten Uhr die zurückreist bekannt war, wo die auch 0 anzeigte. Die reist dann eben bis zum Treffen und dann weiter zurück.
Bei der Erde haben wir dann dort auf der Uhr 54 s und auf der Uhr des Raumschiffes nur 40 s, dennoch war auch das keine einseitige Zeitdilatation, denn die 14 s Unterschied ergeben sich nur aus der RdG und sind nicht auf der Reise selber entstanden, man kann nicht zeigen, was es nicht gibt, der reisende Zwilling altert eben nicht schon auf seiner Reise langsamer, als der auf der Erde gebliebene Zwilling. Für den "Reisenden" gehen die in seinem System bewegten Uhren dilatiert, die SRT gilt, das Relativitätsprinzip gilt, auf jeder Reise sind das 20 γ⁻¹ s = 14,81 s und in Summe eben 29,63 s. Real beobachtet der "Reisende" also in den 40 s welche seine eigene zu ihm ruhende Uhr zählt, auf beiden Wegen, wie die Uhren auf der Erde nur zweimal 14,81 s zählen, in Summe also 29,63 s. Dass die Uhr auf der Erde bei der Rückkehr nun aber 54 s und nicht 29,63 s anzeigen, liegt nur an der RdG, die 24,37 s die auf der Uhr auf der Erde nun mehr angezeigt werden, sind "instant" durch die RdG entstanden, der "Zeitsprung", und diese Bezeichnung kommt nicht nur so von mir, da haben sich einige genau dieselben Gedanken zu gemacht und dass dann gleich bezeichnet.
Das ist der Weg ...