@Rudi KnothRudi Knoth hat geschrieben:Ich bestreite auch nicht, daß der "reisende Zwilling" bei der Ankunft auf AC auf seiner Uhr weniger Zeit angezeigt bekommt als die Uhr auf AC, die mit der Erde synchron ist. die von Daniel und mir kritisierte Aussage ist die Aussage, daß die Uhren auf AC schneller als seine Uhr gehen würden.
Die Aussage ist, dass sie zwischen diesen ganz bestimmten Vergleichsereignissen schneller
gingen, man beachte die Vergangenheitsform. Niemand hat je behauptet, dass A oder B schneller geht, wenn man z.B. eine davon einzeln zweimal vergleicht. Das wäre eben der andere Uhrenvergleich, den Peter Kroll erwähnt. Aber um den geht es hier genau nicht.
Es wurden zwei ganz bestimmte Vergleiche gemacht und das Ergebnis ist, dass inzwischen eine Uhr "langsamer" ging als die andere(n). Die andere(n) logischerweise schneller. Es ist die übliche Art, wie man die Zeitdilatation überhaupt feststellt: Man vergleicht von einem Ruhesystem aus zweimal dieselbe Uhr C mit der eigenen Uhr A oder B. "Schneller" steht übrigens auch bei wikipedia:
wikipedia zur Zeitdialation (Hervorhebung von mir) hat geschrieben: Die „bewegte“ Uhr C (für welche die Eigenzeit
vergangen ist) geht bei ihrer Ankunft gegenüber der „ruhenden“ Uhr B (für die
vergangen ist) nach, und zwar gemäß folgender Formel für die Zeitdilatation (siehe Herleitung):
\:T_{0}^{'}\,=\,T/\gamma,})
somit gehen Uhren A und B schneller um
\:T\,=\,T_{0}^{'}\gamma})
Natürlich könnte der Reisende seine Uhr auch zweimal mit dieselben Uhr an der Stecke vergleichen, z.B. erst mit A auf der Erde und beim zweiten Mal eine andere, zu
ihm ruhende Uhr D mit A auf der Erde. Dann geht Uhr A langsamer und seine Uhr(en) C und D schneller. Das hatten wir ja ausgiebig mit Zug und Bahnhof diskutiert. Es ist dann aber ein
anderer Vergleich, von dem Kroll genau
nicht spricht. Seine Aussage über diesen bestimmten Vergleich mit A, B und C ist nicht falsch, nur weil man in einem
anderen Vergleich eben etwas
anderes feststellt.
Das ist genau der Denkfehler, dem auch Daniel K. immer unterliegt. Argumentiert man wie Kroll mit zwei ganz bestimmten Vergleichsereignissen, dann nennt Daniel K. das eindeutige Ergebnis falsch und einen Widerspruch zum Relativitätsprinzip und zur SRT. Denn es gibt ja noch andere Vergleiche, die dann zeigen, dass das Phänomen wechselseitig ist. Ja, und? Ändert das etwas am eindeutigen Ergebnis mit zwei ganz bestimmten Vergleichsereignissen? Nein. Dass der Himmel blau ist widerlegt man nicht mit dem Argument, dass der Rasen grün ist.
Genau diese Diskussion existiert seit nunmehr 9 Monaten. Es ist müßig. Und wie ich von ihm seither wegen so gut wie jeder meiner Aussagen persönlich angegriffen und wie ein Schuljunge abgekanzelt werde, siehst du ja selber.